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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Guten Tag, ich bin weiblich 55 und leide seit 20 Jahren an

Kundenfrage

Guten Tag, ich bin weiblich 55 und leide seit 20 Jahren an einer Reaktiven Depression. Hervorgerufen durch den Betrug meines Mannes.Der sich seitdem nie wieder was zu schulden hat kommen lassen.Nun bin ich im Juni den Jacobsweg alleine gegangen nachdem ich 2009 Mundhöhlenkrebs bekommen hatte und dieser operiert wurde. und 2 Wochen später(nach der Rückkehr) waren die Depressionen weg. Ich hatte endl mein alte Leben von vor 20 Jahrenzurück.(War vor meiner Pilgerreise auch in Psychologischer Behandlung.) Das( ging ca.6-7 Wochen gut und ich hatte mein altes Leben und Eheleben wieder.Vor allem auch den Spaß am Leben.
Bekam am Samstag einen Rückfall. Stehe, wie vorher, vor meinem Mann und denke er ist ein Fremder Mensch für mich.Was kann ich denn tun?Es waren die ersten 6Wochen nach 20 Jahren in denen alles Normal war.Ich habe es regelrecht genossen.Fand mein ganzes Leben wieder toll.Bin selbstständig und habe ein Geschäft . Manchmal denke ich,ich spiele eine Rolle, hauptsächl. privat.

In Urlaub fahre ich nur mit meinem Mann, wenn einige andere dabei sind (Freunde und so) das ich überhaupt nicht in die Situation komme mit ihm über lange Distanzen alleine zu sein.. Dann verschlimmert sich die Lage.
Mit freundl. Gruß I.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

So "klar" finde ich ihr Krankheitsbild gar nicht. Sie schreiben von Reaktiver Depression. Dies würde vielleicht eine depressive Episode erklären, aber ja nicht so eine dauerhafte Schreckreaktion. Es erinnert eher an eine Posttraumatische Belastungsstörung, die einem Trauma entspricht (aber in Ruhe gelassen wurde). Einige Therapeuten sprechen auch von flachen Traumatisierungen bzw. Verbitterungssyndrom, ausgelöst durch eine wirklich ekelige Sache, die aber eigentlich nicht wirklich verarbeitet werden konnte oder musste.

Jetzt wurden die "alten Kamellen" durch irgendeine Äußerung, ein Blick oder sonstige Konfrontation wieder aktuell. Hier wäre eher eine Traumatherapie als eine herkömmliche Depressionsbehandlung angesagt, die den seelischen Schock angeht. Es geht nämlich tatsächlich um dieses Irritationsgefühl / Schock. Dem mussten sie immer aus dem Weg gehen. Was jetzt irgendwie nicht mehr ging.

Wo wohnen Sie denn ?
Verhaltenstherapeut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Frage nach dem Wohnort bezog sich auf die Möglichkeit einer Therapie. Bisher werden Depressionen sehr selten unter dem Aspekt Trauma bzw. Schreckreaktion gesehen. Es gibt ein recht gutes Buch "Die neue Medizin der Emotionen", wo das anders gesehen wird bzw. andere Therapieansätze beispielsweise mit EMDR (einem Traumatherapieverfahren) vorgestellt werden. In Norddeutschland bietet ein Kollege dieses Verfahren in einer Abwandlung an (siehe www.emoflex.de). Das wäre aus meiner Sicht durchaus eine Therapieoption für sie.

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