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Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 47
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Mein Sohn(7 J.)hat grosse Probleme mit dem Schlafen.D.h.,er

Kundenfrage

Mein Sohn(7 J.)hat grosse Probleme mit dem Schlafen.D.h.,er hat ein enorm geringes Schlafbedürfnis.Oft begründet er es damit,das er noch nicht mit den Dingen fertig ist die er tun wollte.z.B. geht er nach den Kindernachrichten(die ihm sehr wichtig sind,schließlich würden wir Erwachsenen uns ja auch informieren)ca.20.00uhr ins Bett und hat dann noch 30 min.um zur Ruhe zu kommen bzw.bis ich komm zum Gute Nacht sagen.Er weiß es auch ,hat einen Wecker und kennt die Uhrzeit,aber jedesmal sitzt er und baut sich irgendwelche "Erfindungen"zusammen(gestern eine Licht-Wind-maschine aus Ventilator und Klemmspott)und fängt furchtbar an zu Weinen vor Frust wenn ich ihn dann unterbreche.Er ist dann sehr auf sein Tuen fixiert,aber Entschuldigt sich immer hinterher für sein Verhalten.Sagt das er weiß um sein Fehlverhalten,aber in dieser Situation nicht anders Reagieren kann.Mittlerweile wurde ich auch von der Lehrerin darauf hingewiesen das er manchmal müde wirkt und ein kleines Tief hätte. Was kann ich tun um ihm das Schlafengehen zu erleichtern?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  isag01 hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag!
Hinter dem Problem Ihres Sohnes könnten zum Beispiel eine der beiden Ursachen stecken:
1. Er hat Angst vor dem Einschlafen - träumt er z.B. von schlimmen Dingen, hat er Alpträume und fürchtet sich deshalb vor dem Schlafengehen? Dann kann man nachvollziehen, dass er bemüht ist, das Einschlafen möglichst hinauszuzögern.
2. Er hat ein Zwangsverhalten mit bestimmten Ritualen entwickelt, die er durchführen muss, bevor er ins Bett geht. Meistens sind dies die gleichen rituellen Handlungen, teilweise können diese aber variieren und es geht hauptsächlich darum, etwas konzentriert fertig zu bringen - sich also vollkommen auf etwas zu "fixieren", wie Sie schreiben. Wird man in so einer Zwangshandlung gestört, führt dies zu viel Frust bis zum Zornesausbruch, auch wenn man eigentlich gar nicht so reagieren möchte. Eine Person, die unter Zwängen leidet, möchte diese eigentlich gar nicht durchführen, findet aber erst Erleichterung, wenn er die Zwangshandlung durchgeführt hat.

Generell sind Einschlafrituale (die dann aber nicht zwanghaft durchgeführt werden und eher das Einschlafen hinauszögern), wie Sie sich auch durchführen sinnvoll. Hier kann man z.B. nach dem Schauen der Nachrichten, wenn Ihr Sohn dann im Bett liegt, gemeinsam ein Gute-Nacht-Gebet sprechen, in dem man z.B. noch einmal formuliert, was an dem Tag passiert ist und worauf man sich am nächsten Tag freut. So findet der alte Tag einen Abschluss. Wenn Sie dieses Ritual gemeinsam durchführen und anschließend das Licht ausmachen, sollte dies das Einschlafzeichen für Ihren Sohn sein. Dies funktioniert aber sicherlich nur,wenn keine zugrundeliegenden Ängste oder wie gesagt Zwangserkrankungen vorliegen. Ich würde versuchen, dies in einem liebevollen Gespräch mit ihrem Sohn einmal anzusprechen.

Sie haben Recht, wenn Sie meinen, dass die Situation nicht länger so weiter gehen kann, wenn sogar schon die schulischen Leistungen beeinträchtigt werden bzw. in Gefahr sind.
Haben Sie den Eindruck, dass entweder starke Ängste oder ein Zwangsverhalten dahinter steckt, sollten Sie ggf. einmal einen Kinderpsychologen aufsuchen.