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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
28345046
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Eine Antwort zu meiner Problematik habe ich bereits erhalten

Kundenfrage

Eine Antwort zu meiner Problematik habe ich bereits erhalten - und bin soweit sehr zufrieden. Da das Ganze nun doch ein ordentliches Sümmchen kostet, möchte ich noch ein wenig mehr in den "Fall" einsteigen. Punkt 1: Die Behandlung mit Valproat dauerte knapp zwei Jahre und war am Ende aufdosiert auf 2000 mg pro Tag (meine Rezeptoren reagieren grundsätzlich erst bei dem Erreichen der Höchstdosis von Medikamenten, gleich welcher Art). Punkt 2: Erkannt wurde die Zyklothymia erst nach Alkoholabusus vor knapp drei Jahren; es erfolgte eine stationäre Langzeitentwöhnung, leider ohne fachärztliche Betreuung (Gruppentherapie, mit der ich persönlich wenig anfangen kann). Es gab kleinere Rückfälle, die ambulant behandelt wurden (Diazepam 5 mg über 5 Tage ausschleichend); jetzt befinde ich mich in einer mittelschweren manischen Episode, will aber unter keinen Umständen einen Vertretungsarzt oder die Psychatrie des nächst gelegenen Krankenhauses aufsuchen (einmal hatte ich das, und es endete im nicht erkannten Diazepam-Delir). Jetzt reicht mir das Ganze, und ich möchte schlicht und ergreifend einen - vermutlich medikamentösen - Ausweg finden, um für meine Familie da zu sein und einen zugegeben anstrengenden Job zu erledigen; so ganz fühle ich mich von meiner behandelnden Ärztin nicht verstanden, doch das würde an dieser Stelle zu weit führen. Nochmal: Was tun???
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.

Nur zur "Gebrauchsanleitung" von JustAnswer : Billiger für Sie ist es, wenn sie einfach in der vorherigen Frage weitere Nachfragen stellen bzw. dann auch nur einmal auf "Akzeptieren" drücken. Klar freue ich mich über die Bezahlung, aber Geld ist nicht die Hauptmotivation. Daher müssen sie diese Antwort auch nicht "Akzeptieren".

 

Aus ihrer Schilderung entnehme ich (vielleicht irrtümlich) dass es eher eine dauerhafte Stimmungsschwankung bei ihnen ist. Und ein Phasenprophylaktikum wie Valproat eben auch mehr recht als schlecht gewirkt hat, aber seinen Job erfüllt.

Stolz können sie darauf sein, dass sie sich vom Alkohol fernhalten können bzw. den möglichen Rückfällen umgehen können und sich frühzeitig Hilfe holen können.

 

Was genau macht jetzt die "manische" Phase aus ?

 

Ich habe eher den Eindruck, dass sie ein Mensch sind, der stark auf emotionalen Stressoren reagiert bzw. schlecht mit emotionalen Schwankungen und Irritationen umgehen kann. Was mal zu Stimmungshöhen und Tiefen führt, meist aber eben auch zu einem unglaublich anstrengenden Kompensieren. Ein medikamentöses Spannungsabbau ist da selten hilfreich. Wie in meiner letzten Antwort angedeutet, arbeite ich da lieber mit inneren Bildern und einer Verarbeitung von emotionalen Irritationen statt allein mit Medikamenten. Ich habe selber zwar 2 Jahre an "DER" Uniklinik für Psychiatrie gearbeitet, die einen stark pharmkalogischen Touch hatte (Uni Mainz), ich "glaube" aber nicht, dass man es gut medikamentös stabilisieren kann.

 

Die Wunderstabilisatoren gibt es einfach nicht. Valproat oder auch Topirmat (Topamax) wären bei ihrem Problem da noch meine favorisierten Medikamente. Vermutlich würde ich auch auf ADHS in der Vorgeschichte schauen (weil das mein Spezialthema ist) und dann eben auf die Suche nach Ursachen für Störungen der Gefühlsregulation bzw. Schwankungen gehen. Vieleicht lesen sie selber mal ein wenig auf www.emoflex.de ob sie sich da wiederfinden können.

Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung: Arzt und Psychotherapeut
Verhaltenstherapeut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich muss mich mit dem System erst vertraut machen - sorry.

Soweit ich über ADHS informiert bin, kann es auch zusammenhängen mit einer während der Kindheit und Jugend nicht erkannten Hochbegabung; Einiges deutet darauf hin, dass das bei mir nicht ganz verkehrt sein könnte. Konkret: Ich habe mich abgerackert, um insbesondere die Liebe meiner Mutter zu erhalten, habe als 14-Jähriger Computer gebaut (1977), war absoluter Einzelgänger und praktisch nicht in der Lage, Bindungen jedweder Art aufzubauen - und das alles, während von Seiten meiner Mutter die intensivsten Bemühungen der "Aufmerksamkeitserregung" ignoriert wurden. Und weil es meine Mutter erwartete, meiner knapp fünf Jahre älteren Schwester nachzueifern, bin ich in den Schwimmverein eingetreten und habe diverse Wettbewerbe auch auf Bundesebene gewonnen - meine Mutter hielt das für "selbstverständlich", kein Wort der Anerkennung. Und nicht mal ein Siegertitel bei "Jugend forscht" brachte da eine "Aufmerksamkeits-Änderung". Meine Frau sagt gerade, dass das verletzte innere Kind in mir ständig weint.
Hilft Ihnen das weiter?
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich habe eine etwas absonderliche Erklärung parat, die ihnen möglicherweise etwas weiterhelfen kann (aber kaum zu Therapeuten verhilft, da es eine mehr oder weniger isolierte Meinung oder Theorie von mir und Johannes Drischel ist). Wir gehen von Regulationsstörungen als Ursache von psychischen Problemen aus. Meistens schon in der frühen Kindheit. Das Gehirn ist empfindlicher als andere Gehirne, gleichzeitig gibt es zu Hause in der Ursprungsfamilie Stress bzw einfach keine "artgerechte" Haltung. Es wäre anständig, Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber auch mal Grenzen. Trost oder Schimpfe zur rechten Zeit. Einige Mütter (und Väter) können das aber selber nicht. Das ist irgendwie Schicksal. Wenn dann noch irritierende Schreckmomente dazu kommen, schaltet das Gehirn bei hochsensiblen Menschen (wie eben bei Hochbegabung und ADHS) auf Alarm. Das ist dann wie ein Verkehrsradiosignal, dass auf Dauer-An-bleibt. Alles wird als irritierend und Gefahr gespeichert.
Damit erzeugt man aber auch ein emotionales Überforderungssyndrom. Die Gefühle werden nicht verarbeitet, sondern werden bei jeder neuen ähnlichen Situation wieder aufgewirbelt. Das erzeugt Konfusion (die man ganz schön schlecht aber wirksam mit Alkohol ertränken kann). Dann gibt es wieder mal Menschen oder Aufgaben, die einem ein gutes Gefühl machen. Man beschleunigt, schon aus der Erfahrung heraus, dass Normalität und Langeweile zu Blockaden führen kann.
Und stürzt wieder ab. Das ist zwar keine Zyklothymie, aber es sieht für Psychiater ähnlich aus.

 

Wir arbeiten dann an der Störung der Regulationsdynamik. Wir wollen die erhöhte Labilität bzw. auch die Blockaden "fangen". Den Moment, wo es immer kippt. Wo es aber auch zu einem Effekt wie "Und täglich grüsst das Murmeltier" kommt. Es wiederholt sich. Es eiert.

Natürlich versöhnt man sich dann aber auch nicht mit seiner Kindheit bzw. den Bedürfnissen des Inneren Kindes. Das hat noch eine sehr naive und kindliche Vorstellung und bewahrt eine Art "Inneren Garten". Es ist dann wie ein Pakt mit dem Teufel. Der Teufel beschützt dieses Kind und den Garten, lässt aber keine Gefühle und positiven Momente mehr zu.

So in der Art.
Wir (bzw. der Johannes Drischel in Gifhorn) gehen dann da über Bilder und Verarbeitung ähnlich wie im Traumschlaf ran. Über wache REM-Phasen verarbeiten wir die Erlebnisse sehr schnell. Sehr merkwürdig und eher sowas wie Bildbearbeitung oder eben Seelenklempnerei. Klappt aber sehr gut.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich bin begeistert, weil sich Ihre Feststellungen mit meinem Empfindungen decken; die "Bildverarbeitung" werde ich mir näher anschauen; aber kurzfristig bräuchte ich eine Lösung. Nach meinen Recherchen könnte Ritalin effektiv wirken - und ich würde mich gleich auf den Weg machen, um mit der entsprechenden Zustandsbeschreibung den nächst liegenden ärztlichen Notdienst aufzusuchen. Was halten Sie davon?
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.

Nee, so schnell geht das sicher nicht. Nach ihrer Schilderung wäre Methylphenidat (Ritalin) ganz sicher nicht als Schnellschussvariante angebracht. Eine ADHS-Diagnostik bei Ihnen ist aufwendig und allein die Wartezeit bis sie einen Diagnostiker finden, wird einige Monate betragen. Davon abgesehen ist die Abgrenzung der geschilderten Symptome (bzw. Cyclothymie) auch von Hochsensibiliät und Hochbebabung von der sog. intermittierenden Dysphorie bzw. affektiven Labilität bei ADHS mehr als schwierig. Wenn überhaupt würden dann Ärzte Strattera (Atomoxetin) empfehlen, auch unter Berücksichtigung der Suchtthematik.

 

Aber wie gesagt : So schnell geht das definitiv nicht

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke. Ich habe nunmehr die neue Situation meiner Krankenversicherung mitgeteilt und warte auf einen Rückruf des medizinischen Dienstes. Parallel dazu werde ich umgehend einen Termin bei einem mir vertrauten Internisten vereinbaren, der mir in der Vergangenheit bereits mehrfach geholfen hat. Und dann stellen wir die gesamte Therapie nach Lage der Dinge komplett um - etwas Besseres fällt mir gerade nicht ein.

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