So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr.med.24h.
Dr.med.24h
Dr.med.24h,
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 89
47820508
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
Dr.med.24h ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine Freundin, die st ndig mit einem Mann zusammen

Kundenfrage

Hallo, ich habe eine Freundin, die ständig mit einem Mann zusammen und ausseinander ist. Wenn sie ihn hat, dann will sie ihn nicht mehr. Und jetzt nach dem 4. Mal Trennung will sie ihn wieder und er will aber nicht mehr, weil er zutiefst verletzt ist, weil sie ihn zu oft hart enttäuscht hat. Jetzt ist sie total am Ende und ich weiß nicht wie ich ihr helfen kann. Haben Sie einen Rat für mich?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr.med.24h hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Frage. Die Beziehungsgestaltung ist oft ein Ausdruck von in der Kindheit erlernten Erwartungen und Erfahrungen; demzufolge finden sich Störungen einer stabilen, tragfähigen Bindungsfähigkeit häufig bei sogenannten "Persönlichkeitsstörungen". Hier gibt es insbesondere die emotional-instabile Persönlichkeitsstörung, bei der weitere Symptome wie starke Stimmungsschwankungen und ein ständiges "Überbewerten" des Partners (positiv als "Vergöttern", negativ als "Verteufeln") typisch sind, und weitere Symptome wie etwa übermäßige Ängste, Eifersucht und weitere. Auch Äußerungen, man wolle ohne den Partner nicht mehr leben (viele Menschen äußern derartiges in der Jugendzeit, für Erwachsene ist das nicht mehr angemessen) gehören oft dazu.

In jedem Fall muss der Leidensdruck der Betroffenen (leider) oft ein sehr hohes Maß erreichen, bis Sie professionelle Hilfe suchen und annehmen.

Im Fall Ihrer Freundin wäre mein Rat, mit Ihr eine "nüchterne Bestandsaufnahme " zu machen. Sagen Sie Ihr, dass Sie Ihre Wertschätzung als Freundin hat, dass aber Ihre Beziehungsgestaltung von aussen betrachtet nicht als "gesund" aussieht.

Der zweite wichtige Punkt ist, dass SIe Ihr vermitteln, dass Sie das Problem nicht ohne fachliche Hilfe bewältigen können wird. Der einzig erfolgversprechende Weg wäre, eine/n Psychotherapeuten/in aufzusuchen. Den können Sie im Branchenbuch finden, dazu braucht Sie keine Überweisung vom Hausarzt; oftmals ist es aber nicht ganz einfach, einen Termin zu bekommen.

Falls Ihre Freundin nicht zu einer Therapie zu motivieren ist (oftmals haben Betroffene Angst, mit Problemen aus Ihrer Kindheit konfrontiert zu werden), wäre eine Familienberatungsstelle eine geeignete Anlaufstelle. Dort erhalten auch "nichtverheiratete Paare" Beratung, daher auch einzelne Hilfesuchende. Oftmals kann das Gespräch mit einem Fachmann oder einer Fachfrau hier das Problem verdeutlichen, was letztendlich dann die Therapiebereitschaft erhöht.

 

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Freundin alles Gute!

 



Verändert von Dr.med.24h am 29.08.2010 um 14:46 Uhr EST

Ähnliche Fragen in der Kategorie Psychiatrie