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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Meine Tochter ist 15 Jahre alt seid 3-4 Jahren ist sie Stotterer

Kundenfrage

Meine Tochter ist 15 Jahre alt seid 3-4 Jahren ist sie Stotterer und hat aber jetzt erst bei der Logopädin angefangen es ist aber eher ein Stolpern, denn sie bringt als einfach kein Wort heraus.Sie hat auch seid Schulbeginn wieder nur Bauchschmerzen vor lauter Angst das sie in der Schule lesen muß, und das macht sie auf keinen Fall.Oft weint sie und ist auch sehr traurig es darf auch niemand von ihren Freunden wissen das sie bei der Logopädin ist. Viel können es garnicht glauben, selbst die Lehrer hatten es nie bemerkt.Die Logopätin sagt sie wäre einfach sehr verkrampft und würde sich selbst fertig machen.Ich mache mir so große Sorgen , denn wenn sie mal in die Berufsschule kommt kann sie das lesen nicht so einfach verweigern.Sie hatte ein Lehrer in der siebten Klasse wö sie ein Jahr fast nur zu hören bekam du bist dumm was kommt immer nur dummes aus deinem Munde.Somit haben sich auch ihre Schulnoten dann gezeigt , bei allem sagt sie ich kann das nicht.Gibt es keine Arznei wo ihr dabei ein bisschen hilft. Sie schläft auch sehr schlecht und knirscht mit ihren Zähnen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Das klingt nach einer schweren Belastung, die ja auch zu sozialen Ängsten bzw. Angst vor Blammage führen kann. Spontan habe ich gedacht, dass es auch schon fast an Traumatisierung ran reicht, was ihre Tochter da so lange erleben muss. Stottern in diesem Alter (besonders wenn es ja erst neu angefangen hat), ist schon als psychisches Warnsignal zu werten.
Wo wohnen Sie denn ?

Medikamente können nach meiner Erfahrung leider nur relativ wenig verändern, können aber gerade bei sozialer Unsicherheit und Angst eine Option sein. Hier denke ich zunächst an einen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (z.B. Paroxetin).
Sicherlich benötigt ihre Tochter neben der Logopädie eine Psychotherapie (z.B. auf verhaltenstherapeutischer Grundlage). Nur : Hier sind Wartezeiten im Bereich Kinder- und Jugendpsychotherapie ellenlang.

Daher möchte ich (nicht als Alternative) ihnen eine Methode zur Selbstanwendung vorstellen, die man ggf. auch als Therapie weiter verfolgen kann (leider aber nur in wenigen Orten).

Dabei werden Gefühle bzw Blockaden in innere Bilder übersetzt, die dann (so wie im Traumschlaf) über Augenbewegungen bzw. eine Rechts-Links-Aktivierung (über Klopfen auf die Schulter) verarbeitet werden.

Zunächst geht es mir um eine akute Entlastung und De-Alarmierung (vielleicht mögen sie die Übung auch für sich selber ausprobieren ?). Nehmen wir einmal an, das Leben wäre idealtypisch verlaufen mit allen Höhen und Tiefen, Grenzen würden eingehalten und Bedürfnisse erfüllt. So etwas wie artgerechte Haltung bei Tieren für den Menschen. Ihre Tochter hätte maximalen Handlungs-Spiel-RAUM. Diesen idealtypischen Zustand soll sie sich jetzt mal vor ihrem geistigen Auge wie ein Raum bzw. Zimmer vorstellen.

Welche Wandfarbe hätten die Wände dieses Zimmers ?
Welcher Bodenbelag wäre darin ?
Welche Lichtverhältnisse wären in diesem Raum ?
Gehört ein Geräuch oder Duft in den Raum ?

Wie würde sie sich JETZT fühlen, wäre sie in diesem Raum ?

Dieses Gefühl soll sie auch mal in eine Form (Bild) bringen ?
Wäre es schwer oder eher leicht ?
Rund oder eher eckig ?
Warm oder eher kalt ?
Welche Farbe könnte es haben ?
Wäre es massiv oder eher hohl ?
Bewegt es sich ?

Diese Form (z.B. eine orangefarbene, glatte, warme Kugel) soll sie sich mal in dem Zimmer vorstellen.

Jetzt 10 Augenbewegungen von rechts nach links machen (oder abwechselnd auf die rechte und linke Schulter tippen)
Augen zu und wieder auf

Verändert sich das Bild ? (Muss nicht)

Das wäre jetzt ein de-alarmierter idealtypischer Zustand, den sie beispielsweise bei Stress oder Angst auch in der Schule leicht wieder erinnern kann. Sie muss sich nur das Bild vorstellen und einige Augenbewegungen machen.

Wie würde sich die Form oder das Zimmer verändern, wenn es der gefühlten Realität entspricht ?

Auch auf diese Form sollte sie mal Augenbewegungen machen ?

Was passiert jetzt ?

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