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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
28345046
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Vor meiner Erkrankung wurde ich schon gemobbt, hatte einige

Kundenfrage

Vor meiner Erkrankung wurde ich schon gemobbt, hatte einige Gespräche mit dem Betriebsrat und Personalchef, hat sich nicht viel geändert gehabt.

Dann hatte ich einen Unfall und war 13 Monate weg.

Musste am Freitag nachtelefonieren, da ich nicht wie versprochen bescheid bekam wann ich am Montag kommen soll, und wohin, mein Vorgesetzter hat ab dem 23.8.2010 Urlaub.
Am Samstag hatte ich es in der Post, 12 Uhr am alten Arbeitsplatz, diesen gibt es aber nicht mehr und keiner wußte Bescheid.

Ab dem 23.8.2010 bin ich in der Eingliederung, alle Ignorieren mich, Grüßen
nicht zurück.
Sollte wieder in mein altes Aufgabengebiet langsam herangeführt werden, ist aber nicht der Fall. Mein Schreibtischkontainer ist weg, keiner weiß wo. Was kann ich tun ?
Mit freundlichen Grüßen
Brigitte Zedler
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend !

Das klingt nach einer ausgesprochen belastenden und schwierigen Situation für Sie.
Welche Form der "Eingliederung" ist denn abgesprochen worden ? Eine schrittweise Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell nach Krankschreibung mit stufenweiser Steigerung der Arbeitszeit ? Oder eher "nach Bedarf" ?

Da sie über ein Jahr weg waren, können Sie letztlich nicht erwarten, dass alles so ist wie es war. Ihr bisheriges Aufgabengebiet musste ja von einer anderen Person mit übernommen werden bzw. wurde ggf. reorganisiert. Das ihr Schreibtisch-Container nicht auffindbar ist, ist unhöflich.

Dennoch möchte ich Sie ermutigen, alten Zorn zu begraben. Es wäre extrem wichtig, dass sie möglichst "de-alarmiert" und mit einer positiven Einstellung an die erneute Arbeit herangehen. Wenn sie mit der Grunderfahrung "ich werde gemobbt" wieder an den altern Arbeitsplatz gehen, werden sie um sich herum überwiegend Ablehnung und Anspannung registrieren. Und tatsächlich wird ihnen dann auch vermehrt diese Haltung engegengebracht. Es ist beidseitig eine sich selbst erfüllende Prophezeihung. Ganz wichtig wäre zunächst, die VORTEILE und vielleicht auch positive Aspekte zu sehen (oder sich sonst nach einem anderen Arbeitsplatz umzuschauen). Sie sollten versuchen, im Kontakt mit den alten (und neuen Kollegen) möglichst zunächst positive Dinge anzusprechen. Dann ggf. auch mal Ärger bzw. Fragen und Kritik anbringen, aber wieder mit positiven Dingen enden (ich nenne das die Sandwich-Taktik). Wenn sie nur auf negative Wahrnehmungen ausgerichtet sind, wird es vermutlich leider schief laufen.

Ich weiss, dass klingt so : Die anderen müssen sich gar nicht ändern, obwohl sie mich mobben. So ist es aber nicht gemeint. Sie werden die anderen Menschen nicht ändern können, sondern sie können nur ihre Einstellung anderen Menschen gegenüber ändern. Das verändert dann die Reaktionen der Anderen.

Ich drücke die Daumen, dass ihnen dies gelingen kann.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Herr Dr. ,

 

Eingliederung nach dem Hamburger Modell, drei Wochen 4 Stunden ab dem 23.8.2010, drei Wochen 6 Stunden, danach ca 1/2 Jahr lang, drei Tage Woche wegen Urlaubsanspruch, das wurde bei einem Personalgespräch am 16.8.2010 besprochen.

 

Mein Chef sollte sich darum kümmern und sich gedanken darüber machen, und mit den entsprechenden Kollegen und Kolleginnen, die meine Arbeiten übernahmen, jetzt langsam an mich abgeben. Rechnungseingangsprüfung hat sich von damals bis heute nicht geändert. Unser Personalchef hat ausschließlich darum gebeten, das ich keine Aushilfstätigkeiten machen sollte. Ich dies aber gestern und heute getan habe, denn am Montag wußte keiner Bescheid, daß ich komme. Montag habe ich mich dann erst mal um die Freischaltungen meines Ekounter für Ciel und Acon sowie um die Wiedereinrichtung meiner E-Mailadresse gekümmert. Damit ich die 4 Stunden nicht sinnlos vergeude. Er sollte mich auch anrufen und mir die Uhrzeit für den 23.8.2010 durchgeben, wo ich mich dann am Freitag nachmittag darum kümmern mußte, den das schreiben erhielt ich erst am Samstag.

 

Das Ihm das ganze nicht recht ist, bemerkten unser Personalchef und auch unser Betriebsratvorsitzender, und ich auch.

 

Also zu allen Freundlich sein, Grüßen, auch wenn nichts zurückkommt ?

 

Mit einem neuen Job, in der heutigen Zeit mit 49 Jahren und 50% Schwerbehinderung, bin seit 1.2.2001 bei der Firma, was ist mit der Betriebsrente, und wer würde mich den noch nehmen ??

 

Mit freundlichen Grüßen

Brigitte Zedler

 

Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Es ist so oder so schwer. Sie werden akzeptieren müssen, dass Sie nicht mit Blumenstrauss und einer vielleicht eigentlich verdienten Wertschätzung empfangen werden. Der Chef hat - aus welchen Gründen auch immer - eben die Eingliederung noch nicht vorbereitet. Vielleicht ist er auch gar nicht daran interessiert, dass es klappt.

Nun hilft es aber nicht, sich da zu ärgern und ihm damit noch neue Munition zu geben. Vor ein paar Tagen habe ich im Fernsehen einen Koch gesehen, der ein Hotel in Kairo mit neu eröffnen sollte. Er hat hohe Ansprüche, aber es lief alles schief. Statt die Mitarbeiter ständig zu kritisieren und anzuschreien hat er sich gesagt : O.K., es läuft noch nicht alles rund. Aber ich muss sie freundlich motivieren.

Wenn sie selber als Vorbild von Freundlichkeit auftreten, verbreiten sie eine ganz andere Atmosphäre als als Nörgler und Quengler (auch wenn ihre Ansprüche ja berechtigt sind). Sie müssen versuchen, sich ein nettes Arbeitsumfeld zu schaffen, weil sie es da ja noch länger aushalten wollen / müssen.

Dazu ist Freundlichkeit eine gute Medizin.
Für Problemgespräche sollten sie sich immer eine neutrale Person hinzuziehen.
Sinnvoll wäre auch ein Coach, d.h. ein in Mobbingfragen erfahrener Moderator bzw. "Trainer", der ihnen Tips im Umgang mit dieser schwieriger Arbeitsplatzsituation gibt.
Etwas warnen möchte ich dagegen vor allen Ratgebern, die über Kampf um dein Recht einen Erfolg suchen (häufig von Betroffenen). Das führt fast immer zur ganz erheblichen Problemen bis hin zur Kündigung (und das selbst trotz Schwerbehinderten-Kündigungsschutz).
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Wenn Sie keine Nachfragen haben, würde ich mich um Ausgleich meiner Bemühungen durch "Akzeptieren" freuen :-)