So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Wolfgang Spitta.
Wolfgang Spitta
Wolfgang Spitta, Arzt für Psychiatrie
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 123
Erfahrung:  Systemisch - lösungsorientierte Therapie und Beratung, Systemaufstellungen, Supervision
40449672
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
Wolfgang Spitta ist jetzt online.

Sachverhalt ich bin Erzeuger eines Kindes (inzwischen

Kundenfrage

Sachverhalt:
>ich bin ‚Erzeuger' eines Kindes (inzwischen 30 J),das von dieser Tatsache bisher nichts weiß
>Der soziale Vater, der von diesem Sachverhalt seit Geburt des Kindes wusste und das Kind trotzdem als sein Kind akzeptierte und fürsorglich gemeinsam mit der Mutter aufzog, ist vor einem Jahr gestorben, ohne sich dem Kind zu ‚offenbaren'.

>Seitdem ist die Mutter allein mit der Verantwortung für die Frage: Soll das Kind
a) wissen, dass sein sozialer Vater nicht sein biologischer Vater war und
b) wer sein Erzeuger war/ist

>Mein Interesse liegt allein darin, vermieden zu sehen, dass das ‚Kind' vielleicht erst nach meinem Tode (ich bin >70 J.) von meinem Beitrag zu seinem Leben erfährt und keine Chance mehr hat, mich kennen zu lernen, obwohl es vielleicht diesen Wunsch hat/gehabt hätte.

> Die Mutter hat Angst vor der Preisgabe des Familiengeheimnisses wohl wegen unabsehbarer Folgen für ihre Beziehung zu dem ‚Kind'.

>Ich habe der Mutter zugesichert, von mir aus keine Initiative zu entfalten Richtung Aufklärung des ‚Kindes'

Meine Frage: Alles so belassen wie es ist oder gibt es ein übergeordnetes Recht/Pflicht zur Wahrheit gegenüber dem ‚Kind' und wenn ja, wie es umsetzen?

Die gewisse Dringlichkeitsfrage ob und wenn ja einer Offenbarung gegenüber dem 'Kind' stellt sich m.A.n.auch vor dem Hintergrund, dass dieses sich nach meiner Kenntnis auf dem Weg in eines feste Beziehung zu einem Lebenspartner befindet und sich damit ein weiteres Risiko eröffnen könnte, wenn die Wahrheit z.B. erst nch einer Heirat oder nach der Geburt eigener Kinder auf den Tisch kommt.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Wolfgang Spitta hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag,

natürlich kann ich Ihnen nicht sagen, was "richtig" ist. Aber ich kann Ihnen sagen was die Beobachtung von mir und Kollegen zeigen.

Kinder haben oft ein instinktives Wissen, dass irgendetwas nicht stimmt in Bezug auf einen Stiefelternteil. Und es gibt eine tiefe Sehnsucht im Menschen, zu wissen wer er ist und wo er herkommt. Schließlich ist jeder Mensch schon genetisch ganz real Vater und Mutter und das was er in seinem Leben daraus macht. Inzwischen wird geschätzt, das 50% der Grundeigenschaften eines Menschen vererbt wird.

Wenn Ihr Kind erfährt, wer sein biologischer Vater ist, dann nimmt das der Zuneigung und Leistung des Stiefvaters nichts weg, aber gibt dem Kind etwas von seiner Geschichte zurück.

Selbst wenn es dabei sehr emotional wird, würde ich Ihnen den Schritt empfehlen, die Wahrheit zu sagen. Und Sie können mit der Mutter gemeinsam dieses Gespräch planen. So wie ich Sie verstehe, geschah das Verheimlichen in beiderseitigem Einverständnis zum Wohle des Kindes. Dieser Punkt ist sehr wichtig, den sollte Ihr Kind auch erfahren. Das es nicht gegen Ihr Kind gerichtet war, sondern Sie ihm aus Ihrem Wissen Schwierigkeiten ersparen wollten.

Herzliche Grüße