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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
28345046
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Hallo!Ich habe aktuell (seit dem Morgen) heftige Zahnschmerzen.

Kundenfrage

Hallo!
Ich habe aktuell (seit dem Morgen) heftige Zahnschmerzen. Es wird kein Weg an einem Zahnarztbesuch (morgen) vorbeiführen. Das ist mir leider klar. Ich bin 53 Jahre alt, weiblich, und selbst oft erstaunt über meine Vitalität und Gesundheit. Nur die Zähne... Sie sind ewiges, ja, beinahe lebenslanges, sehr belastendes Thema. Insbesondere psychisch greift es mich sehr an. Vor ca. 8 Monaten mußte ich mir sehr (!) viele Zähne ziehen lassen. (zynischer Restbestand: 6, daher nun große ANgst angesichts der Zahnschmerzen...) Seither lebe ich mit 2 "Provisorien", mit denen, wie ich weiß, viele Leute dann über Jahre zurecht kommen. Ich aber nicht. Es nagt an meiner Psyche mehr als an meinem Körperempfinden. Aber auch im Mund fühlt es sich schlimm an. Ein latent, mal mehr mal weniger bewußt furchtbar nagendes Störgefühl (Gaumenplatte und so...). Es begleitet mich ständig. Emotional fühle mich in meinem "weiblichen Sein", in meiner Attraktivität, meiner Freude am Küssen etc. schmerzhaft beschnitten. Mein Partner scheint keine Probleme mit all dem zu haben. Aber... er ist lieb.. weiß um meine Nöte... ich bin sexuell durchaus befangen seitdem. Die Zahnextrationen habe ich nur "geschafft", weil ich als Ziel Zahn-Implantate hatte. Aber der Kostenvoranschlag... 20.000 Euro! Und so bin ich auf der Strecke dahin schlichtweg hängen geblieben. Und ich fühle mich insgesamt "im LEben hängen geblieben" seitdem. Alles staut sich. Ich habe seither grundsätzlich große Entscheidungsschwierigkeiten, nichts ist so recht in Bewegung, im Fluß. Ich habe ein Einkommen, dass im Höchstfall eine auf JAhre ausgelegte Ratenzahlung (20.000 Euro) erlauben würde. Das lähmt mich zudem sehr. Haben Sie ein paar interessante, weiterführende GEdanken zu all dem?
Zuatz: Ich habe ziemliche Angst vor dem Einsetzen der Implantate und auch BEdenken, ob ich sie vertragen werde. Ich weiß, dass mich das ausbremst und dass meine BEdenken den Heilungsprozess negativ beeinflussen können. Aber... Was nützt all das Wissen....
Bitte teilen Sie mir mit, ob ich mit diesem Prozedere jetzt plötzlich (ungewollt) irgendeine Art von Vertrag / Abo o-ä. abschließe. Das entspräche NICHT meinen Absichten.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend !

Ich kann ihre Empfindungen glaube ich gut nachempfinden, zumal das Thema Zahngesundheit für mich auch mit Alarmierung verknüpft ist.
Interessant finde ich ihre Anmerkung, dass sie seitdem (emotional?) hängen geblieben sind. Und es "nagt" (wie Zähne ?) Wie in einem Provisorium. Das Störgefühl erscheint mir wichtig.

Aus psychotherapeutischer Sicht liegt vermutlich (auch, aber nicht nur) eine Fehlverknüpfung vor. Nicht ihre Zahngesundheit "ist störend", sondern sie haben eine Reihe von Störungen quasi angesammelt, aber nicht loslassen können. Die haben sie wie Fluseln auf einer Bettdecke angesammelt. Immer wieder wenn nun dieses Thema aufgewirbelt wird, werden alle alten Flusen aus der Vergangenheit mit in die Luft geschossen. Unschön irgendwie.

Und sie kleben seither irgendwie fest.

Ich selber arbeite da gerne mit Bildern bzw. Metaphern (wie man ja oben schon sieht). Könnten sie ein passenden bildlichen Vergleich für ihre Situation finden (ggf. eben klebende Provisorien) ?

Ich denke, man könnte ihnen zumindest helfen, emotional weiter zu kommen in einer Psychotherapie. Das bringt noch nicht die 20000 Euro herbei. Wobei man da auch mal klären müsste, was wirklich eine Kasse übernimmt etc.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Ja, das Bild "Provisorium-Kleben bleiben" hat schon was.

Demnach könnte ein Handeln, ein Abschaffen des Provisoriums durchaus zu neuem Energiefluss führen....?

wenn ich an Bilder denke, kommt mir auch, mit einem Gefühl von Trauer, das "den Biss verloren zu haben " hoch. Den habe ich ja durchaus verloren, den Biss... Auf vielen Ebenen. Andererseits... meine Zähne waren alle locker und es war sogar in gewisser Weise eine Wohltat, mich von ihnen zu trennen, sie los zu werden. Nun bin ich im Niemandsland... So fühlt es ich an.

Eine Psychotherapie würde ja wieder sehr viel Geld erfordern... Eine ziemliche Krux.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Ich werde diese Seite jetzt verlassen. Sie werden mich ja per email über eine Antwort informieren.

Psychotherapie.... Wissen Sie nicht einen kleinen Sprung, der etwas schneller ginge...Undecided? (Die Schmerztablette wirkt. Und schon setzt auch der Humor ein)

 

gruß

Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Den kleinen Sprung können sie haben (leider aber eben wirklich nicht überall, sondern nur im Norddeutschen Raum). Nach meiner Erfahrung könnte man mit den Bildern bei Ihnen eine prima Therapie machen. Quasi sich tatsächlich mal das Knetgummi des Provisoriums vorstellen. Welche Farbe hat es ? Welche Form nimmt es an ? Ist es warm oder kalt ? Wie klebrig ist es, wenn man Fäden zieht ?

Also ihr Gefühl in ein Bild übersetzen , was quasi ausversehen ja schon passiert ist.

Dann NICHT DARÜBER ANALYSIEREN oder REDEN wie die Psychotherapeuten es tun. Sondern mit Augenbewegungen bzw. Rechts-Links-Stimulationen in Form von Klopfen auf der Schulter eine Verarbeitung der Bilder anregen (wie im Traumschlaf, nur eben im wachen Zustand). Sehr schöne Methode, die aber eben nur vom "Erfinder" selber in Gifhorn, in Cloppenburg, in Bielefeld und bei mir gemacht wird (siehe www.emoflex.de).

Diese Form der "Kurztherapie" ist nicht ganz billig, aber wertvoll. (Man benötigt bei ihnen sicher 5 Sitzungen a 2-3 h, die man privat zahlen müsste).

Sonst ist Psychotherapie eine Kassenleistung und wenn sie denn einen Therapeuten finden bis auf einen minimalen Kostenanteil kostenfrei. Das Problem ist nur, den oder die richtige Therapeutin zu finden.