So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Verhaltensthera...
Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
28345046
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Seit 42 Jahren kenne ich meinen Mann und seine Eltern. Seit

Kundenfrage

Seit 42 Jahren kenne ich meinen Mann und seine Eltern. Seit 37 Jahren bin ich verheiratet, 2 erwachsene Kinder (Sohn 33 mit Partnerin und Enkelsohn 6 Monate)(Tochter 30 ledig erfolgreich). Während der ganzen Jahre waren meine Schwiegereltern stets im Mittelpunkt, schneidern, Haare schneiden, Besuche regelmäßig am Wochenende, auch während des 5jährigen Auslandsaufenthalts mit häufigen und langen Telefonaten (Kosten ca. 400 engl.Pfund/Monat). Jetzt ist die Schwiegermutter allein, seit ca. 10 Jahren an dem Meige-Syndrom erkrankt und kann zunehmend weniger sich selbst versorgen (Atmung, essen, sprechen fällt schwer, der ganze Körper ist stets in Bewegung). Vor etwa 7 Jahren kam es zu einem mir unerklärlichen Bruch zwischen ihr und mir. Sie beschimpfte mich und warf mich raus. Seitdem habe ich mich zurückgezogen und besuche sie selten. begrüße sie aber nett und liebevoll, wenn sie zu uns kommt (immer seltener). Mein Mann ist mit ihrer Hausarbeit, Einkaufen und Spaziergängen (sofern möglich oder sie auch möchte) ziemlich ausgelastet. Zudem macht er für die ganze Familie die Steuern, Finanzsachen etc., für Freunde oder Bekannte Fotobücher, Überarbeitungen von Prüfungsarbeiten etc. Leider ist es mir, außer im Urlaub, nicht möglich, mit ihm über Dinge zu reden, die vor allem seine Mutter und auch eine eventuelle Pflege-/Hilfskraft für sie angeht, damit wir ohne schlechtem Gewissen und in Ruhe mal in Urlaub fahren können. Gerade hat er nach 5 Tagen unseren 9tägigen Urlaub ihretwegen abgebrochen. Er blockt alle meine Argumente ab. Lässt Entscheidungen offen und hofft, dass sich alles allein löst. Es wird mittlerweile brenzlich. Ich verzweifele und raste immer häufiger aus, nehme Tabletten wegen Bluthochdruck und zur Beruhigung, trinke Wein oder ... um von den Bergen der Emotionen runterzukommen, schlafe schlecht und habe trotzdem ein schlechtes Gewissen. Von Natur bin ich ruhig und geduldig, was mir aber total abhanden gekommen ist. Ich führe eine Yoga-Reiki-Schule seit etwa 20 Jahren, was mir viel Spaß macht und worin ich Bestätigung bekomme, habe das Abitur '99 nachgemacht und eine Heilpraktiker-Ausbildung gemacht. Frage: Was kann ich von meinem Mann erwarten oder fordern? Z.B. dass seine Mutter (und er!) durch eine Hilfe entlastet wird? Er will seine Mutter nicht übervormunden und zu uns nehmen und bis dahin alles so weiterführen wie bisher. Oder dass sie in ein gutes Heim geht? Dort würde sie doch fachmännisch versorgt werden können an ihren schlechten Tagen. Bislang war sie äußerst menschenscheu und niemand machte es ihr gut genug. Sie dreht sich mit ihren Meinungen wie der Wind, greift mich oft an, oft ohne dass ich mich wehren kann. Mein Mann und ich haben schon gemeinsame Gesprächstherapie gemacht, je einzelne psychologische Beratungen und dennoch gibt es fast täglich Streit. Gibt es überhaupt irgend etwas Hilfreiches für uns oder steht die Trennung besser ins Haus? Ich bin absolut verzweifelt. Meine Yogaschule ist im Haus integriert.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Die "böse Schwiegermutter" bzw. die Veränderungen der Persönlichkeit im Alter und die Auswirkungen auf Söhne oder Töchter sind ja leider "Klassiker". Häufig ist eine einfache Lösung nicht möglich.

Wie sie schon selber wissen, ist die Vereinsamung und auch die zunehmende Veränderung der Persönlichkeit im Alter ein Grund für die extremer werdenden Kontakte auch mit dem Sohn. Vielleicht hat er aber auch Wesenszüge seiner Mutter "geerbt" ?
So oder so, hier steht ihr Mann häufig ungünstig zwischen den Stühlen bzw. kann oder will nicht genügend klar Position beziehen. Das Abblocken oder gar Abbrechen von Kontakten ist dann schwierig bzw. natürlich keine Lösung.

Hier ist aber nicht die Trennung, sondern eine Mediator-Lösung bzw. Paartherapie für ein Training des Miteinander Reden eine Lösung. Früher gab es ein Programm "EPL = Ein partnerschaftliches Lernprogramm". Da lernten vor allem die Männer das Zuhören und zusammenfassen des Gesagten in eigenen Worten. So ist vermutlich aber eine aussenstehende Hilfe sinnvoll. (Schauen sie ggf. mal auf www.theratalk.de, da gibt es auch Online-Informationen zu diesem Thema).

Die andere Ebene ist, dass sie bzw. ihr Mann durch das Thema "auf die Palme" gehen. Sie können nicht so reagieren, wie sie müssten, wenn sie verletzt sind. Hier würde ich persönlich auch eine Therapie empfehlen. Allerdings vielleicht auf ungewöhnliche Art, die sich aber gerade beim Schwiegermutterproblem als erstaunlich gut herausgestellt hat und Telefonate und Besuche erträglicher macht. Dabei werden Gefühle in Formen bzw. Bilder übersetzt und alte Erfahrungen, die wie Trauma oder Trigger wirken verarbeitet (siehe auch www.emoflex.de).

Ähnliche Fragen in der Kategorie Psychiatrie