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Wolfgang Spitta
Wolfgang Spitta, Arzt für Psychiatrie
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 123
Erfahrung:  Systemisch - lösungsorientierte Therapie und Beratung, Systemaufstellungen, Supervision
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Wolfgang Spitta ist jetzt online.

Mein Mann hat Wahnvorstellungen, ist auch in Behandlung, jedoch

Kundenfrage

Mein Mann hat Wahnvorstellungen, ist auch in Behandlung, jedoch schlagen die Medikamente nicht an und er bekommt seine Angst bzw. die Gedanken nicht los. Was kann man machen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Wolfgang Spitta hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend,

zunächst klingt das bei Ihrem Mann nach einer schweren Depression mit Wahnvorstellungen. Da ist aber sowohl die Behandlung mit Zyprexa und Tavor, als auch die Behandlung mit Cipralex so nicht ausreichend. Er müsste ein Medikament gegen die Depression (Antidepressivum wie z.B. das Cipralex) bekommen. diese Medikamente haben das Problem, dass die Nebenwirkungen sehr rasch, die Hauptwirkung aber erst nach ein bis drei Wochen eintreten. Wenn innerhalb dieser Zeit keine Veränderung eintritt muss eine andere Stoffgruppe genommen werden. Dann müsste er ein Medikament gegen die Wahnvorstellungen bekommen (Neuroleptikum wie z.B. das Zyprexa), das aber ausreichend hoch dorsiert werden müsste (bei Erwachsenen anfangs 10mg abends, dann auf 20 mg tägl. aufdosieren). Dort sollte die Wirkung innerhalb weniger Tage erkennbar sein, sonst müsste das Präparat gewechselt werden. Und zusätzlich kann es nötig sein ein Medikament gegen die Angst (Anxiolytikum) zu geben. Da ist Tavor oft der Standard, es gibt aber auch andere Präparate, die nicht so ein ausgeprägtes Suchtpotenzial haben.

Sie sehen, das die medikamentöse Behandlung sorgfältig geplant werden muss, die Verschreibungen eingehalten werden müssen und ein eregelmäßige Therapiekontrolle erforderlich ist. Deshalb sollte so eine Behandlung wenn sie ambulant gemacht wird von einem Psychiater durchgeführt werden, alldérdings spricht vieles für eine teilstationäre tagesklinische Behandlung oder sogar stationäre Behandlung, bis die ganz schwere Symptomatik verschwunden ist.

Herzliche Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Vielen Dank, XXXXX XXXXX diese Medikamente nicht. Bekommt seit 3 Monaten Medikamente und es wirkt nichts. Mein Mann ist ja überzeugt das seine Gedanken Wirklichkeit sind und egal was ich auch sage, er glaubt es nicht. Er ist sicher das unsere Tochter ist Gefahr ist.

Seit heute ist er total apatisch, kaum ansprechbar, soll ich Ihn in die Klinik bringen oder ist sowas normal?

Experte:  Wolfgang Spitta hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend,

nein, das was sie schildern ist nicht normal. Um ihn angemessen zu behandeln denke ich schon, dass er stationär in eine psychiatrische Abteilung/Klinik gehen muss. Die notwendige Behandlung ist amulant dann nicht mehr zu leisten und eine engere Therapiekontrolle nötig.
Das müsste aber auch der Eindruck seines aktuell behandelnden Psychiater sein.
Was sagt der denn dazu?

Herzliche Grüße
Wolfgang Spitta und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Im Urlaub....
Experte:  Wolfgang Spitta hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag,

das ist schade. Prinzipiell habne Sie jafolgende Möglichkeiten:
1. Sie warten bis der behandelnde Psychiater wieder zurück ist
2. Sie suchen den Vertreter auf um mit ihm/ihr über eine stationäre Behandlung zu sprechen.
3. Ihr Mann sieht die Notwendigkeit einer stationären Behandlung selber und geht freiwillig in die zuständige psychiatrische Abteilung.
4. Es besteht eine akute Eigen- oder Fremdgefährdung und er kann auch gegen seinen Willen in die Klinik gebracht werden.

Gerade der 4. Punkt erfordert aber entweder eine wirklich sehr dramatische Situation, oder eine klare und sorgfältige Begründung durch einen Psychiater, der den Verlauf gut genug kenn. Da ist eine Urlaubsvertretung sicher nicht der/die Richtige.

Herzliche Grüße

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