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Wolfgang Spitta
Wolfgang Spitta, Arzt für Psychiatrie
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 123
Erfahrung:  Systemisch - lösungsorientierte Therapie und Beratung, Systemaufstellungen, Supervision
40449672
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
Wolfgang Spitta ist jetzt online.

Hallo , mein Mann ist seit ca. 3 Monaten depressiv ; Ende

Kundenfrage

Hallo ,
mein Mann ist seit ca. 3 Monaten depressiv ; Ende April waren wir beim Hausarzt , er hat Medikamente bekommen , zweimal war er beim Psychiater und hat dann nach ca. 16 Tagen die Behandlung abgebrochen und die Medikamente abgesetzt, weil keine Besserung eingetreten ist und laut seinen Aussagen - ihm sowieso keiner helfen kann ;
der Hauptgrund für seine Erkrankung liegt in der jetzigen finanziellen Situation durch die schlechte Geschäftslage ; er ist Einzelhändler ; ich habe durch Insolvenz meiner Firma im Dezember 2009 meinen Shop und Gewerbe aufgeben müssen und bin seitdem Arbeitssuchend ; dies belastet meinen Mann so sehr , daß er für uns keine Zukunft mehr sieht ; wir sind beide 53 Jahre ;
ich möchte gern , daß er sich einer Behandlung unterzieht , aber er lehnt jede Hilfe ab ;
er hat nie Appetit bzw. Hunger , oft ißt er nur eine Mahlzeit am Tag , obwohl ich ihm das Essen fertig hinstelle ;
er hat in den Wintermonaten extrem an Gewicht verloren , ca. 16 kg , kann nicht mehr lachen und schaut nur noch verbittert , liegt auf der Couch und starrt in die Luft , er hat keinen Elan etwas zu tun , das Aufstehen morgens ist ein Kraftakt , alles ist für ihn ein Riesenproblem und nicht mehr zu schaffen
ich weiß nicht mehr , was ich tun soll , ich habe schon viel gelesen über diese Krankheit,
iele Grüße evi
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Wolfgang Spitta hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,

obwohl der Zustand Ihres Mannes unter den Etiketten "Krankheit" und "Depression" im Prinzip richtig eingeordnet ist, ist es mir wichtig, Sie auf das Folgende hinzuweisen:

Es klingt für mich wie eine tiefe existezielle Krise, in der sich Ihr Mann (und letztlich auch Sie) befindet. Mit 53 Jahren da zu stehen und sich der Frage zu stellen, was man in seinem Leben erreicht hat und wo man gescheitert ist, was es gebracht hat und wie es weiter gehen soll, ist sehr schwer.
Was anscheinend passiert, ist dass Ihr Mann zunehmend die Bindung zu sich und zu einer Umwelt verloren hat. Er steckt in einer tiefen Trauerreaktion.

Ich stimme Ihnen auch völlig zu, dass Ihr Mann dringend Hilfe braucht.
Sie haben im Groben zwei Wege zur Verfügung:

1. Ihr Mann leidet so stark, dass er doch die Notwendigkeit von Hilfe erkennt. Dann sollten Sie gemeinsam einen Therapeuten suchen (ärztlicher oder psychologischer Psychotherapeut), der Ihnen beim bestehen dieser Krise helfen kann. Da müssen Sie dann wahrscheinlich Probestunden machen, um zu spüren, ob der/die TherapeutIn passt und Sie sollten sich ganz auf Ihre Intuition verlassen.
2.Der Zustand Ihres Mannes ist so bedenklich, dass eine akute Eigengefährdung vorliegt. In diese Richtung geht z.B. der Gewichtsverlust, den er einfach hinnimmt. Dann könntne Sie den sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes anrufen und die würden Ihnne weiterhelfen. Das kann bedeuten, dass Ihr Mann gegen seinen Willen in eine psychiatrische Klinik kommt. Dort hat er aber nicht die freie Therapeutenwahl.

Ob parallel zu einer psychotherapeutischne Behandlung auch Medikamente nützlich sind, müsste dann von den Kollegen vor Ort geklärt werden. Als alleinige Behandlung greift das aber auf jeden Fall zu kurz.

Herzliche Grüße

Verändert von Wolfgang Spitta am 28.06.2010 um 19:15 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo , diese Antworten habe ich auch schon von meiner Hausärztin gehört;
mein Mann weigert sich jegliche Hilfe oder Therapie in Anspruch zu nehmen -
bleibt da wirklich nur die Zwangseinweisung??
Manchmal denke ich , wenn sich unsere finanzielle Situation bessern würde oder irgendwo ein Lichtblick hinsichtlich neuer Arbeit oder neuem Umfeld ergeben würde, vielleicht ginge es ihm besser ???
Oder liege ich hier falsch mit meiner Hoffnung??
liebe Grüße evi
Experte:  Wolfgang Spitta hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,

wenn Ihr Mann jegliche Hilfe verweigert UNF eine akute Eigengefährdung vorliegt – und nur dann – sind die Voraussetzungen für eine Zwangseinweisung gegeben.

Bezüglich Arbeit und Lichtblick steckt Ihr Mann leider in einem Teufelskreis: wenn ich
eine neue Arbeit suche, muss ich genug Antrieb und Energie haben, um genug Antrieb und Energie zu haben muss ich die Depression behandeln lassen, weil ich die Depression nicht behandeln lasse, habe ich nicht genug Energie und Antrieb um eine neue Arbeit zu suchen…

Insofern ist auch hier der Schlüssel die Behandlung. Und dass Ihr Mann jede Behandlung verweigert, zeigt auch, dass er seinen Zustand aktiv nicht verändern möchte. Denn es ist ein Unterschied, ob jemand eine Behandlung ohne viel Erwartung eine Besserung anfängt – z.B. "nur dem Partner zuliebe" – oder ob jemand eine Behandlung so klar verweigert, wie Ihr Mann.

Und es geht zwar vordergründig um die Arbeit, aber darunter liegen die meiner Meinung nach wirklich wichtigen Fragen: Warum hängt Ihr Mann seinen Wert so an die Arbeit? Wo ist die Wut über die Insolvenz? Ist er gegenüber irgend jemand in der Familie (z.B. Vater, Mutter) loyal, wenn erscheitert und illoyal, wenn er Erfolg hat?
Wie sieht er Ihrer Beziehung, wenn er sich nicht von Ihnen unterstützen lässe? etc.
Sie sehen, da geht es dann sehr ans Eingemachte. Das ist aber auch nötig, damit Ihr Mann wieder stabil werden kann.

Wenn sie wollen, können Sie ja Ihrem Mann gerne unsere Korrespondenz zeigen und Ihn fragen, was er dazu meint.

Herzliche Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo ,
ich muß noch mal schreiben , ein Satz ist für mich schwer verständlich ;
Bitte noch mal um Erläuterung !!!
"""Ist er gegenüber irgend jemand in der Familie (z.B. Vater, Mutter) loyal, wenn erscheitert und illoyal, wenn er Erfolg hat?"""
liebe Grüße
evi
Experte:  Wolfgang Spitta hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

jeder ist in das System seiner Familie eingebunden. Dort gibt es Regeln die allen bekannt sind und Regeln, die nicht offen bekannt sind, sich aber in bestimmten Verhaltensmustern zeigt. Dazu kann z.B. eine Regel gehören wie: "Hier ist kein Erfolg von Dauer." und in der Familiengeschichte gibt es mehrere Beispiele von Erfolgen, die nicht von Dauer waren. Das muss man herausfinden.

Menschen wollen zu ihrem Familinesystem gehören. Selbst wenn sie das stark ablehnen. Das sieht man z.B. bei Kondern, die sagen: "Ich werde meine Kinder ganz anders erziehen, als ihr das gemacht habt." und später sieht man, dass sie es aber genauso machen. Das merken sie aber oft nicht.

Um diese blinde Loyalität geht es bei dem, was ich geschrieben habe. Unter anderem mit der Methode der System- und Familienaufstellung könen solche Zusammenhaänge sichtbar und damit oft veränderbar bemacht werden.

Herzliche Grüße

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