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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Sehr geehrter Damen und Herren, ich bin seit 7 Jahren verheiratet.

Kundenfrage

Sehr geehrter Damen und Herren,
ich bin seit 7 Jahren verheiratet. Es ist die zweite Ehe. Meine Frau ist Russin. Wir haben einen Sohn. Der ist jetzt 1 1/2 Jahre. Ich habe aus erster Ehe Zwillingssöhne. Die sind mittlerweile 17. Meine Frau hat sich, als sie die beiden kennenlernte, sehr gut mit ihnen verhalten (ob vorgetäuscht oder nicht, kann ich nicht beurteilen). Nach und nach lehnte sie sie allerdings immer mehr ab, machte ihnen (Sie waren jedes zweite Wochende und jeden Mittwoch Abend/Nacht bei mir/uns) das Leben so schwer, bis ihre Mutter irgendwann entschied, dass ich sie nur noch besuchen solle, sie aber nicht mehr zu mir kommen sollten. Widerwillig, aber letztlich auch im Sinne der beiden, habe ich das dann akzeptiert. Nach und nach versagte meine Frau dann auch sämtlichen anderen Kontakt und reagiert mit wahrem Terror. Mittlerweile schreit sie mich schon an, wenn ich nur den Namen meiner großen Söhne erwähne. Wie beurteilen sie die Situation. Was kann ich tun? Danke XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Morgen !

 

Das klingt nach einer sehr belastenden und unschönen Konkurrenz-Situation. Ihre 2. Frau verteidigt quasi das Terretorium für ihren Sohn, gegen die vermeindlichen Konkurrenten aus erster Ehe. Das könnte krankhafte Eifersucht, eine landsmännische Temperamentfrage oder auch einfach Unsicherheit sein.

 

Allerdings geht das natürlich nicht. Sie hat ihnen den Umgang mit ihren Söhnen nicht zur Hölle zu machen, sie kann ihn nicht verbieten. Das Problem wird nur sein, dass sie es sich nicht sagen lassen wird.

 

Jetzt könnte man zunächst überlegen, ob es medizinisch beeinflussbare Faktoren wie beispielsweise hormonelle Veränderungen bzw. eine Anpassungsstörung in der Folge der Geburt gibt. Solche Stimmungsschwankungen sind häufig. Hier könnte man überlegen, ob man mit einem pflanzlichen Antidepressivum (Johanniskraut) eine Entlastung erreicht.

 

Ansonsten wird Streit wenig bringen. Ich empfehle bei derartigen Konflikten eher die "SANDWICH"-Methode. Zunächst was POSITVES ansprechen und auf eine gemeinsame Gesprächsgrundlage kommen.

 

Dann KONSTRUKTIV sagen, was sie sich wünschen bzw was GETAN WERDEN SOLL. Beispielsweise : Ich treffe mich am xxx um mit meinen beiden Söhnen zu einem Fussballspiel zu fahren. Möchtest Du mitkommen ? Beziehen sie sie ein, auch wenn sie sich aufregt.

 

Dann wieder was NETTES sagen.

Hilfreich wäre dabei, dass sich ihre Frau aus der Isolation befreit. Vielleicht sich einmal im Monat oder alle 2 Wochen mit anderen Russinnen trifft. In eine Kirchengemeinde geht, Hobbies aufnimmt. Je mehr Kontakte und andere Aktivitäten sie hat, desto weniger wird sie klammern und eifersüchtig reagieren.

 

Das ist keine Wundermethode. Wenn alle Stricke reissen, müsste man sich professionelle Hilfe im Sinne eines Mediators suchen.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Danke für die Tips. Ich bin allerdings über die von Ihnen angespochenen Versuche schon deutlich hinaus. Es geht ja soweit, dass meine Frau die Existenz meiner Kinder aus erster Ehe negiert und mir quasi ein "Erwähnungsverbot" auferlegt. Sie sagt z.B. auch, dass "ihr" Sohn, also mein Kind mit ihr, das jetzt 1 1/2 ist, die beiden Großen nie kennenlernen darf/wird. Das muss man sich einmal vorstellen. Sie verbietet mir also quasi, den Kleinen auch nur mit den Großen bekannt zu machen. Viele Freunde/Familie/Bekannte/Ihre eigenen Eltern haben schon mit ihr zu diesen Themen gesprochen. Es ist leider alles fruchtlos. Und dazu ist sie auch sonst in Lebensbereichen stets äußerst extrem. Bei kleinstem (aus ihrer Sicht) Fehlverhalten, folgt sofort totaler Kontaktabbruch für Tage. Ich denke, es geht nur über einen Spezialisten. Können Sie mir da jemanden im Raum Hannover empfehlen. Welche Fachrichtung ist überhaupt angezeigt. Wie soll ich ihr das nahe bringen

Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ja, das ist sicher bitter. Aber um es deutlich zu sagen : Es wird dagegen keine Therapie geben. Erst recht nicht, wenn sie sich nicht helfen lassen will. Einmal ganz davon abgesehen, wird ja keine "psychische Erkrankung", sondern eine Akzentuierung bzw. Störung ihrer Persönlichkeitsstörung vorliegen.

Wenn überhaupt kann man damit etwas erreichen, dass sich ihr Umfeld geschlossen gegen ihr Verhalten stellt. Alle. Das kann letztlich aber bedeuten, dass eine Trennung droht.

Wenn sie bereit wäre, ihr Verhalten zu verändern wäre eine Psychotherapie angesagt. Hierzu kämen ärztliche oder psychologische Psychotherapeuten in Frage. Auf Seite der Ärzte wären dies entweder Fachärzte für Psychiatrie oder für Psychotherapeutische Medizin. Ich bezweifele aber, dass ein SPEZIALIST nun da Wunder vollbringen kann. Psychotherapie ist immer auf die Mitwirkung und Einsicht des Betroffenen angewiesen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Es geht mir ja auch nicht um Wunder. Kleine Schritte in die richtige Richtung würden ja fürs Erste schon helfen. Es fehlt ihr ja schon an grundlegendem menschlichen Miteinander. Sie ist extrem zerstörerisch und dabei noch ohne Rücksicht auf Verluste. Sie würde es zum Beispiel eine Trennung/Scheidung (trotz des Kleinen) durchziehen, nur um keinerlei Kompromiss eingehen zu müssen, obwohl sie allen Beteiligten immensen Schaden damit zufügt. Sie sagt dann einfach, dass sie nun einmal so ist, wie sie ist und dass das (wie schlimm es auch sein mag) eben sein muss. Ich bin kein Psychiater. Aber für mich geht das klar in Richtung einer Störung. Ist es nach Ihren Erfahrungen wirklich aussichtslos, hier eine Änderung herbei zu führen. Da sie auf auch entfernt Beteiligte nicht hört, bleibt doch letztlich nur noch der Rat eines "Experten".
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sie wird doch nicht durch "gute" Worte zu einem Psychiater zu bringen sein. Und selbst wenn sie da mitgeht. Es wird dann keine Wundertherapie geben, die jetzt eine Einsicht bei ihr verändert.

Wenn überhaupt könnte man darauf hoffen, dass es sich um hormonelle Störungen aus dem gynäkologischen Bereich, eine Schilddrüsenstörung oder so handelt. Vielleicht liesse sie sich auch auf Medikamente ein. Aber letztlich sieht sie sich im Recht und wird sich nur noch vehementer gegen alle Änderungsversuche von Aussen wehren.

Das wird auch ein Experte nicht ändern bzw. beeinflussen können, wenn sie selber keinen Leidensdruck hat. Manchmal hilft hier eine Trennung auf Zeit, um wirklich spürbar zu dokumentieren, dass eine massive Krise so nicht weiter gehen kann.

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