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PharmaPro
PharmaPro, Apotheker
Kategorie: Pharmazie
Zufriedene Kunden: 6
Erfahrung:  spez. Fortbildung im Bereich Diabetes / Zytostatika / Rechtliches
65853133
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PharmaPro ist jetzt online.

Es geht um meine Mutter (84 Jahre). Sie lebt seit Feb. 2012

Kundenfrage

Es geht um meine Mutter (84 Jahre). Sie lebt seit Feb. 2012 in einem Pflegeheim in NRW, wird hausärztlich und fachärztlich betreut. Seit 2005 ist meine Mutter Parkinson-Patientin, hatte 2007 einen leichten Schlaganfall, 2009 + 2010 eine schwere Lungenentzündung. Zusätzlich leidet sie an dekompr. Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz, einer Schilddrüsenunterfunktion, leichter Diabetes Mellitus. Hinzu kommt zeitweise starker Schwindel und ständig zunehmende (starke) Atemnot.
Seit ca. 14 Tagen halluziniert sie, sieht Gegenstände und Personen die nicht anwesend sind, weiß aber dass diese nicht existieren. Seit dem 17.09. befindet sie sich das 2. Mal innerh. von 6 Wochen zur genaueren Untersuchung im Krankenhaus.

Ich habe mir eine Auflistung ihrer Dauermedikation faxen lassen (lebe in Berlin) und festgestellt, dass Sie mittlerweile 14 !!!! verschiedene Medikamente einnimmt. Versuche einen Check über Wechselwirkungen zu erhalten scheitern, da die Eingabe der verschiedenen Medikamente (nur) bis max. 10 !! möglich ist.

Herausgefunden hab ich, dass es bei einigen Medikamenten bedenkliche Wechselwirkungen, evtl. Doppelwirkungen gibt. Bin sehr verzweifelt zumal ich momentan nicht vor Ort sein kann.
Ich liste im Nachfolgenden die derzeitige Dauermedikation auf, in der Hoffnung hierzu eine Information/Hilfe/Aufklärung zu erhalten.

Madopar LT 100 mg, Tablette, 1x morgens vor dem Aufstehen
Levodopa comp. 100/25 mg, Tablette, je 1x morgens, mittags, abends
Berodual-Respimat 20/50, Mikrogramm-Lösung, 1x morgens
Mictonorm Uno 30 mg, Kapsel, 1x morgens
ASS 100, Tablette, 1x morgens
L-Thyroxin 75 mg, Tablette 1x morgens
Bisoprolol 5, Tablette, 1x morgens
Allopurinol 100, Tablette 1x morgens
Sertralin 50, Filmtablette, 1x morgens
Omeprazol 20, Kapsel, 1 x morgens
Madopar Depot 100/25 mg, Kapsel, 1x zur Nacht
Pramipexol 0,18 mg, 1/2 Tablette, je 1x morgens, mittags, abends
Formoterol 12, Inhalationskapsel (Pulver), Sprühstoß je 1x morgens, abends
Torasemid 10, Tablette, je 1x morgens, mittags

Trotz dieser umfangreichen "Bitte" kann ich leider nur max. 30 Euro für Ihre Auskunft zahlen.

Ich bedanke XXXXX XXXXX Voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Christa Steinberg [email protected]
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Pharmazie
Experte:  PharmaPro hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

sehr geehrte Fragestellerin,

zuallererst möchte ich Ihnen die Angst vor den von Ihnen recherchierten Wechselwirkungen nehmen. In Anbetracht der vorliegenden Erkrankungen und des hohen Alters Ihrer Mutter, muss ich feststellen, dass die behandelnden Ärzte offensichtlich große Bemühungen bei der Auswahl der Medikamente gezeigt haben.
Die große Menge an Medikamenten sollte sie nicht verunsichern. Häufig kann durch die Kombination mehrerer Mittel eine besserer Wirkung erzielt werden, welche weniger Nebenwirkungen hat, anstatt eine Dosiserhöhung in Betracht zu ziehen. Leider bedeutet dies für die Patienten jedoch meist, dass sie mehr bzw. häufiger eine Tablette einnehmen müssen.

 

Ich möchte hier zunächst auf die für mich erkennbaren Probleme aufmerksam machen, muss aber auch darauf hinweisen, dass ich im Gegensatz zu den behandelnden Ärzten - die auf die komplette Patientenakte Zugriff haben - keine Empfehlungen aussprechen kann. Daher kann ich nur Vermutungen aufstellen und Ihnen nahelegen die Unstimmigkeiten mit den behandelnden Ärzten zu besprechen.

 

Parkinson:

Die Behandlung mit Madopar LT (morgens) und Madopar Depot (z.Nacht) erscheint zunächst sinnvoll. Auch eine Ergänzung um das Pramipexol stellt eine mögliche Therapieoption dar. Bedenken habe ich gegen die parallele Verordnung (bzw. Einnahme) von "Levodopa B comp", da dies der Zusammensetzung des Madopar entspricht. Ich kann nur vermuten, dass es sich hierbei um eine Folgeverordnung bzw. den Wechsel eines Arzneimittels handelt.
Gelegentlich bleiben diese Mittel in den Karteien stehen. Es sollte jedoch überprüft werden, ob durch das Pflegepersonal Madopar und Levodopa B wirklich zusammen gegeben werden. Eine solche Doppelgabe ist - lassen Sie mich sagen: - eher ungewöhnlich.

 

Ihre Sorge betraf - soweit ich das verstanden habe - insbesondere die erst kürzlich aufgetretenen Halluzinationen. Diese sind eine der häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen dieser Mittel und können auch bei bestimmungsmäßigem Gebrauch auftreten. Unter obiger Annahme, dass Ihre Mutter möglicherweise jedoch eine viel höhere Dosierung erhält, ist jedoch auch anzunehmen, dass hierbei verstärkt mit dem Auftreten von Nebenwirkungen zu rechen ist.
Ich empfehle Ihnen hierzu Rücksprache mit dem Arzt zu halten und auch gegebenenfalls direkt mit dem Pflegepersonal über eine veränderte Medikation zu sprechen. Dies lässt sich sicher auch telefonisch ermöglichen.

 

Atemnot:

Die Behandlung der Atemnot wird nach Ihren Angaben mit Formoterol und Berodual erreicht. Ohne die Ursache hierfür zu kennen ist es schwer zu beurteilen in wieweit diese Therapie angemessen erscheint. Bei asthmatischen Erkrankungen oder COPD würde ich prüfen, ob nicht gemäß der Leitlinien die zusätzliche Gabe eines Kortison-Sprays erforderlich ist. Allerdings wäre dies ein weiteres zusätzliches Medikament. Aber auch im Gesamtbild (Niereninsuffiziens, Schilddrüse) könnte es therapeutisch sinnvoll sein, hierauf zu verzichten.
Sofern ihre Mutter mit den bestehenden Mitteln gut eingestellt ist, sollte die Medikation hier auch nicht verändert werden. Neue oder andere Medikamente verursachen stehts auch wieder neue oder andere Probleme.

 

Blutdruck:

Das Bisoprolol als selektiver ß-Blocker erscheint eine gute Wahl in Hinblick auf die Therapie der Atemnot. Nach der von ihnen angegebenen Liste werden jedoch keine Mittel zur Behandlung des Diabetes eingesetzt. Sofern diese doch gegeben werden bzw. Insulin gespritzt wird - könnte hier nochmals über Alternativen nachgedacht werden. Ich fürchte nur, dass im Hinblick auf die anderen Erkrankungen keine bessere Alternative gefunden werden kann. Auch hier gilt: Ist der Blutdruck Ihrer Mutter gut therapiert, besteht kein Grund die Therapie zu ändern!

 

Am Einsatz von Torasemid, ASS, L-Thyroxin und Mictonorm lässt sich nichts aussetzen. Hierbei gehe ich selbstverständlich davon aus, dass die Ärzte regelmäßig Blut- und Nierenwerte überprüfen.

 

Omeprazol:

Hier sehe ich aus pharmazeutischer Sicht eine mögliche Verbesserung. Omeprazol besitzt einen magensaftresistenten Überzug, der unbedingt erhalten bleiben muss, da der Wirkstoff sonst bereits im Magen durch die Säure zerstört wird und keine Wirkung mehr entfalten kann. Die Hersteller empfehlen hierbei 1 Stunde Abstand zu den Mahlzeiten (davor und danach) bzw. bis zu 2 Stunden Abstand zu anderen Arzneimittel.
Bei älteren Personen mit vielen Medikamenten ist die morgentliche Einnahme daher häufig problematisch. Da Omeprazol eine sehr lange Wirkung von bis zu 24 Stunden haben kann, spricht i.d.R. nichts dagegen diese unmittelbar vor dem zu Bett gehen einzunehmen.
Diese Anregung können Sie dem Arzt gern weiter geben, insbesondere sofern Ihre Mutter weiterhin über Magenbeschwerden klagen sollte, oder der Arzt eine Dosiserhöhung beabsichtigt.

 

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Mutter alles Gute.

 

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

ich möchte mich für die Antwort auf meine Frage herzlich bedanken - kann das leider erst jetzt - da ich 1 Tag nach meiner Anfrage zu meiner Mutter gereist und erst seit kurzem zurück bin. Dort stand mir leider kein


Internet zur Verfügung.


 


Gerne frage ich wieder nach und bewerte Ihre Anwort gleich positiv :-)


herzliche Grüße Ch. Steinberg


 

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