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Orthopäde-Duisburg
Orthopäde-Duisburg, Arzt
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 1763
Erfahrung:  Orthopädie,Unfallchirurgie,Kinder-Unfallchirurgie,Notfallmed
65755459
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Orthopäde-Duisburg ist jetzt online.

Ich habe seit September 2016 Beschwerden im linken Ellbogen,

Beantwortete Frage:

ich habe seit September 2016 Beschwerden im linken Ellbogen, es wurde ein Tennisarm diagnostiziert. Ich arbeite im Veranstaltungsbereich und bin auf funktionsfähige Arme angewiesen. Des weiteren spiele ich Gitarre und verdiene auch da noch etwas Geld nebenher und bin durch die Beschwerden aktuell sehr eingeschränkt.

Inzwischen war ich bei 4 Ärzten, die mehr oder weniger alle etwas anders erzählt haben und sich teilweise auch nur sehr wenig Zeit für eine Anamnese genommen haben. Ich weiß jetzt leider gar nicht mehr, was ich genau tun soll... :(

Arzt 1: Hausarzt
- Verschrieb mir eine Klett-Manschette für den Arm und eine Salbe, die ich über Nacht auftragen sollte
- nach 14 Tage keine Verbesserung, eher das Gegenteil.
- Überweisung zum Othopäden

Arzt 2: Orthopäde
- sagte mir, das Manschette und Salbe nichts helfen würden
- Beschwerden wären normal in einem gewissen Alter (Abnutzungserscheinungen), es gäbe 3 Möglichkeiten:
1. Warten, das ginge nach ca. 2 Jahren von alleine wieder weg, wenn der Körper sich dran gewöhnt hat
2. Behandlung mit Physio, das würde mehrere Monate dauern bis die Beschwerden weg wären
3. Soforthilfe mit einer Cortisonspritze
Ich entschied mich für Variante 3, nach 2 Tagen war ich Schmerzfrei.

Dieses Spiel wiederholte sich im Rhythmus von ca. 3 Monaten, mein Arzt sagte, dass das normal wäre, dass die Beschwerden immer wieder kämen, er hätte sehr oft Patienten mit Tennisarm, manchen würden 2-3 Spritzen reichen, anderen bräuchten 6 oder 7, operiert hätte er aber noch nie.
Ich unterhielt mich dann mehr oder weniger zufällig mit einer befreundeten Physiotherapeutin über meine Beschwerden und die meinte, dass trotzdem eine unterstützende Physiotherapie sehr sinnvoll wäre, da es ja eine Ursache für die Schmerzen geben müsse.

Zwischenzeitlich hatte ich dann auch im rechten Ellbogen die gleichen Symptome.

Daraufhin erhielt ich im August/September 2017 8 Behandlungen mit manueller Therapie, Reizstrom und Ultraschall, welche auch Wirkung zeigten und die Beschwerden fast komplett verschwanden. Allerdings kamen diese wieder, nachdem die Therapie zu Ende war.

Daraufhin wechselte ich den Arzt um mal eine 2. Fachmeinung zu hören.

Arzt 3:Allgemeinmediziner mit Weiterbildung in Chirotherapie und Sportmedizin.
- ausführliche Anamnese, so kam zu Tage, dass mein Autounfall aus dem Februar 2016, bei dem ich einen seitlichen Schlag auf die linke Schulter erhielt (ein Fahrzeug hatte mich seitlich gerammt) möglicherweise die Beschwerden im Arm verursacht. Durch den Aufprall könnte sich die Wirbelsäule so verschoben haben, dass dauerhaft über das Schultergelenk ein Reiz auf den Ellbogen ausgelöst würde, welcher dann Schmerzen aufgrund einer Dauerreizung verursacht. Dies würde auch die Verspannungen in meinem Rücken erklären.
- Ausführliche Untersuchung der Arme und Gelenke mit genauer Bestimmung der Schmerzpunkte.
- Manschette fand er nun wieder gut, diese sollte ich möglichst häufig tragen, auch Nachts. er erklärte mir auch warum und zeigte mit, wie die Manschette die Last vom Gelenk nimmt. Das leuchtete mir ein.
- Zeigte mir Dehnübung für die Arme, die ich täglich mehrmals machen sollte
- Verschrieb mit Ibuflam 600, zur Bekämpfung der Entzündung von Innen heraus

Ich wurde zum Röntgen der HWS zum Radiologen überwiesen.
Auf den Röntgenbildern ist eine leichte Schrägstellung zu erkennen. Da es sich bei dem Autounfall um einen Wegeunfall handelte, wurde ich auf Empfehlung von Arzt 3 bei einem D-Arzt vorstellig.

Arzt 4: D-Arzt, Unfallchirurg
- Bestätigte die Fehlstellung der HWS, ordnete 30 Stunden Physiotherapie an
- Sah überhaupt keinen Zusammenhang zwischen der Fehlstellung/Unfall und den Tennisarmen
- Sagte, dass die Manschette nichts bringen würde und max 1h je Tag getragen werden dürfe
- erklärte die Dehnübungen von Arzt 3 als "sinnlos" und zeigte mir eine andere Übung
- war generell sehr kurz angebunden, ich musste ihm fast aufzwingen, sich meine Vorgeschichte anzuhören.

Zwischenzeitlich sind die Beschwerden unverändert, Ibuprofen hat keine Verbesserung gebracht, ebensowenig die Dehnübungen, ich habe sogar im Gegenteil das Gefühl, dass es durch die Dehnübungen und die damit verbundene Reizung schlimmer geworden ist.

Nun bin ich sehr ratlos, das ich noch tun soll und welchem Arzt ich glauben soll. Mir kommt das auch alles so vor, als ob ich der erste Mensch wäre, der solche Beschwerden hat. In meinen Augen sollte es doch eine klare Methode zur Behandlung geben und einen Konsens darüber, ob eine Manschette nun etwas hilft oder nicht.

Gepostet: vor 29 Tagen.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Orthopäde-Duisburg hat geantwortet vor 29 Tagen.

Sehr geehrter Patient,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne helfe ich weiter.

Bei einer Epicondylitis ist ein sinnvolles Vorgehen:

- Epicondylitisorthese (=Spange)

- Dehnungsübungen

- Reizhemmende Medikation (Ibuprofen)

- ggfs. Krankengymnastik

- wenn dies nicht reicht, Kortisonspritzen

- wenn 3 Kortisoninjketionen keine Besserung bringen -> OP

Ein Zusammenhang zwischen Unfall und Epikondylitis lässt sich nicht herstellen, weil die Epikondylitis eine Überlastung der Sehnen darstellt und keine akute Verletzung; auch eine HWS-Problematik ist hier extrem unwahrscheinlich.

Prinzipiell hat es ja einen Erfolg gegeben, also ist es sinnvoll, diese erfolgreiche Therapie konsequent anzuwenden und auch danach nicht sofort in die Vollbelastung zu gehen.

In einem Fall wie dem beschriebenen würde ich folgendermassen vorgehen:

- Manschette tagsüber tragen; die Manschette entlastet die Sehnenansätze, sollte daher auch bei Beschwerdefreiheit für mindestens 6 Monate weiter getragen werden

- verordnete Krankengymnastik durchführen; hier kann der Physiotherapeut neben der HWS auch den Ellenbogen mit bearbeiten, das kann man direkt mit dem Therapeuten klären.

- Dehnübungen 3x täglich; wenn Dehnübungen nach 2 Wochen keine Linderung (oder eine Verschlechterung) bringen, können sie auch weggelassen werden.

- Reizstrom und Ultraschall / Stosswellentherapie

- wenn dies alles nicht ausreicht (6 Wochen), würd eich noch einmalig eine Kortisoninjektion versuchen

- wenn dies alles nicht hilft, OP

Mit besten Wünschen,

Dr OACK

Experte:  Orthopäde-Duisburg hat geantwortet vor 27 Tagen.

Sehr geehrter Patient,

Sie haben eine Antwort in der gewünschten Detailtiefe erhalten und gelesen und ich freue mich wenn ich Ihnen helfen konnte. Wenn Sie noch Rückfragen haben, beantworte ich diese gerne, sonst würde ich mich über eine positive Bewertung freuen.

Mit besten Wünschen,

Dr OACK

Experte:  Orthopäde-Duisburg hat geantwortet vor 27 Tagen.

Sehr geehrter Patient,

Sie haben auf unserem Expertenportal auf die oben genannte Frage eine fachgerechte Antwort in der von Ihnen gewählten Detailtiefe erhalten, aber bisher noch keine Bewertung vorgenommen. Wir können diesen Service nur anbieten, wenn beantwortete Fragen auch positiv bewertet werden. Falls Ihrerseits noch konkrete Nachfragen zur Antwort bestehen, können Sie diese gerne stellen, sonst bewerten Sie die Frage bitte positiv, um sie abzuschließen.

Mit besten Wünschen,

Dr OACK

(2)

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Hallo Herr Dr. Oack,
vielen Dank für die ausführliche Antwort, ein paar Fragen hätte ich aber noch.- Welche Bewegungen/ Belastungen sollte ich unbedingt vermeiden?
- Darf ich Lasten heben? Wenn ja wie oft und wie schwer (ca.)?
- Halten Sie Arbeiten, die mit Erschütterungen zu tun haben (z.B. Bohrhammer) für unbedenklich, oder sollte ich diese lieber meiden?
- In wie weit ist die Belastung durch Gitarre spielen sinnvoll / möglich?
- Gibt es unterstützende Übungen, die ich im Fitnessstudio durchführen kann?
- Sollte ich sonst noch irgend etwas beachten?Können Sie mir ein Rezept für eine weitere Manschette für meinen anderen Arm ausstellen?Beste Grüße,
Daniel Tretter
Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Bitte entschuldigen Sie die verspätete Rückmeldung, ich bin gerade beruflich viel unterwegs. Selbstverständlich nehme ich die Bewertung am Ende vor. Beste Grüße, Daniel Tretter
Experte:  Orthopäde-Duisburg hat geantwortet vor 26 Tagen.

Sehr geehrter Patient,

zu Ihren Fragen:

- alle Belastungen die schmerzen, sind zu vermeiden; das ist meist festes Zufassen und Drehungen

- wie oben

- Erschütterungen sind selbst nicht schädlich, wenn sie nicht shmerzen; dadurch werden aber die Unterarmmuskeln zur Kontraktion angeregt, was eine Verschlimmerung hervorrufen kann

- auch hier gilt: was nicht schmerzt, schadet nicht

- nein; es sind vor allem die Dehnungen sinnvoll

- generell gilt: bei Schmerzfreiheit nur langsam die Belastung steigern, sonst kommt es schnell zu einem Wiederauftreten (Rezidiv)

- Rezepte können leider generell nicht über das WWW ausgestellt werden.

Mit besten Wünschen,

Dr OACK

Orthopäde-Duisburg und weitere Experten für Orthopädie sind bereit, Ihnen zu helfen.