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Ortho-Doc Nowi
Ortho-Doc Nowi, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 2158
Erfahrung:  Facharzt für Orthopädie; Sportmedizin, SG-Gutachten, 30 J. Praxis, Unfallchir., Reha, Chiroth. Akup.
48582017
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Ortho-Doc Nowi ist jetzt online.

Ich hatte letzten Freitag einen heftigen "Hexenschuss". Der

Kundenfrage

Ich hatte letzten Freitag einen heftigen "Hexenschuss".
Der Befund aus dem MRT lautet:
-SegmentLWKS/SWK!: im Vergleich zu 2007 zunehmende Höhen- u. Signalminderungder Bandscheibe sowie zunehmende Vorwölbung nach links mediolateral, coronar um ca. 2,3 Cm, sagittal ca 1 cm. Verlagerung der S1 Nervenwurzel nach dorsolateral links sowie Tangierung der L 5 Nervenwurzel links, diskreter L5 Nerverwurzel rechts intraforaminal. Intervertebralgelenke reizlos.
-Segment LWK4/5: Leichte Höhen- und Segmentminderung der Bandscheibe, flache mediane Vorwölbung, ca. 2 mm sagittal. Übrige Bandscheibensegmente der LWS regelrecht. subchondrale deckplattennahe Signalintensitätserhöhung in allen Wichtungen im Berich BWK 11, nicht suspekt. Iliosakralgelenke reizlos. Keine spinale Raumforderung.

Beurteilung:
-Segment LWK5/SWK 1: Im Verlauf fortschreitender Bandscheibenprolaps mediolateral links mit S1 Nervenwurzelaffektion links, L5 Nervenwurzeltangierung beidseits, linksbetont. Osteochondrose, Spondolysen, fortgeschritten.
-Segment LWK4/5: Geringe mediane Bandscheibenprotrusion, keine Nervenwurzelirritation.
Hämangiomtypische Signalalterationen im Bereich BWK 11.

Wer kann mir erklären, was das nun genau bedeutet und ob ich damit rechnen kann, dass sich die Beschwerden durch Spritzen und Krankengymnastik in der "Griff" bekommen lassen (Schmerzen im Lendenbereich, rechte Hüfte, linke Poseite bis Knie, rechte Aussenseite Fuß).
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Dr. K. Hamann hat geantwortet vor 4 Jahren.

Dr. Hamann :

Guten Tag, Ich leite Ihre Frage an unsere Orthopäden weiter.


Mit freundlichen Grüßen,


Dr. K. Hamann

Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
ich bin Orthopäde und habe eine lange ärztliche Erfahrung im Krankenhaus, Praxis und Reha und beantworte gerne Ihre Frage.

Ihre Probleme liegen in einer Bandscheibendegeneration und einem Bandscheibenvorfall zwischen 5.LWK und dem Kreuzbein mit Verdrängung der Nervenwurzel S1 links in einem Ausmaß von 1cm x 2,3 cm, was doch als erheblich zu bezeichnen ist. Wenn noch keine Lähmung vorhanden ist, kann zwar noch konservativ (=ohne OP) behandelt werden, jedeoch sollte bald eine Besserung eintreten, denn sonst droht ein Nervenausfall mit dauerhafter Lähmung.

Testen Sie daher täglich, ob Sie noch auf den Zehenspitzen und den Fersen gehen können. Wenn das nicht mehr gelingt, sollten Sie sich sofort operieren lassen.

Die konservative Behandlung mit Krankengymnastik, Spritzen an die Nervenwurzel (PRT), Extensionen (=Streckungen), Wärme und Antiphlogistika (=schmerzlindernden und abschwellenden Medikamenten) ist richtig. Bei der Krankengymnastik sollte mehr die Rückenmuskulatur trainiert werden, maximale Rumpfbeugungen, wie sie beim Training der Bauchmuskulatur evtl. vorkommen, sollten vermieden werden, weil dadurch nur der Druck auf die Bandscheiben erhöht würde, was zur Verschlimmerung führen könnte.

Gerne helfe ich weiter bei noch offenen Fragen, ansonsten würde ich mich über eine positive Bewertung freuen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für die Antwort.


Wie jedoch ist das mit dem Nervenausfall und der drohenden Lähmung zu verstehen?


Und wie lange dürfte eine baldige Besserung dauern? Was heißt Besserung genau (ich bin mit Spritzen halbwegs beweglich und schmerzfrei)?


Wird bei einer Op die vorgefallene Bandscheibe entfernt? Erfolgt eine solche OP in Vollnarkose oder örtl. Betäubung (vor einer OP mit nur örtlicher Betäubung würde mir sehr grauen).


 


Positive Bewertung werde ich nach Eingang einer Antwort abgeben. Vielen herzlichen Dank.

Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 4 Jahren.
Danke XXXXX XXXXX Rückmeldung.
Sie können eine Lähmung selbst feststellen, indem Sie täglich testen, ob Sie auf den Zehenspitzen gehen können und auf den Hacken. Wenn dabei ein Fuß absinkt, besteht eine Lähmung. Es kann dann sogar sein, dass Sie zwar keine Schmerzen mehr haben, aber dafür die Lähmung und eine Gefühlsstörung im Bein (an der Außenseite). Wenn ein Nerv zu lange gequetscht wird, wie das bei einem Bandscheibenvorfall der Fall sein kann, dann kann er ausfallen und den Nervenimpuls nicht mehr leiten und dann kommt es zu der oben beschriebenen Lähmung. Das Bein wäre dann nicht komplett gelähmt, sonder nur die Muskeln, die von der Nervenwurzel versorgt werden, bei einem Bandscheibenvorfall zwischen LWK 5/Kreuzbein also meist die Fußstrecker, bei LWK 4/5 auch die Fußheber.

Wenn es in den nächsten 3 Wochen nicht besser wird, sollten Sie sich operieren lassen. Je früher man sich operieren lässt, desto besser sind gewöhnlich die Erfolge.

Besserung würde heißen, dass Sie ohne schmerzstillende Medikamente auskommen und sich wieder gut bewegen können, ohne Blockierung in der Wirbelsäule, ohne Schiefhaltung und Schmerzen.
Wenn Sie Cortison bekommen, kann das natürlich eine Schmerzfreiheit vortäuschen bei trotzdem bestehendem Bandscheibenvorfall.

Bei einer Operation wird nur der Teil der Bandscheibe entfernt, der auf die Nervenwurzel drückt, damit diese von der Kompression befreit ist. So eine Op erfolgt in Vollnarkose in Bauchlagerung.

Ich hoffe, Ihnen hiermit geholfen zu haben. Gerne stehe ich für kostenlose Nachfragen auch nach einer positiven Bewertung zur Verfügung. Ich wünsche Ihnen viel Glück bei einer evtl. OP und gute Besserung.
Ortho-Doc Nowi, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 2158
Erfahrung: Facharzt für Orthopädie; Sportmedizin, SG-Gutachten, 30 J. Praxis, Unfallchir., Reha, Chiroth. Akup.
Ortho-Doc Nowi und weitere Experten für Orthopädie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Nowi,


 


mittlerweile sind 3 1/2 Wochen seit meinem Hexenschuss vergangen. Seit 2 1/2 Wochen benötige ich keine Schmerzmittel mehr und kann mich seit Anfang dieser Woche wieder wirklich gut bewegen.


Allerdings trage ich noch ein Aku Tape. Seit gestern kann ich auch wieder flott und ohne nachfolgende Rückenschmerzen laufen. Ebenso kann ich Gott sei Dank auch wieder sitzen. Dies konnte ich bis Anfang der Woche immer nur für relativ kurze Zeit (max. 5- 10 Minuten).


Blockierungen bestehen eigentlich immer an der Brustwirbelsäule.


 


Können Sie mir sagen, ob es Bewegungen gibt, die ich vermeiden sollte (außer schweres Heben und einseitige Belastungen)?


Ich habe zwar seit gestern das Gefühl, fast alles machen zu können; allerdings habe ich bzgl. mancher Bewegungen noch eine innere Abwehrhaltung (Bücken nach vorne, schnelles Aufstehen vom Sitzen, Drehbewegungen).


 


Wie ist die Prognose nach solch einem Bandscheibenvorfall? Muss ich nun ständig damit rechnen, dass sich Schmerzphasen wiederholen bzw. dass der Bandscheibenvorfall fortschreitet?


 


Gibt es Einschränkungen bei sportlichen Aktivitäten? Kann ich aktuell wieder Sport treiben?


 


Vielen Dank bereits vorab für Ihre Antwort.

Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,
danke für die Rückmeldung. Es freut mich, dass es Ihnen wieder besser geht.

Es ist ganz normal, dass Sie noch geringe Blockierungen an der Brustwirbelsäule spüren, das kommt wahrscheinlich von Muskelverspannungen infolge der vorübergehenden Schonhaltung bei dem akuten Bandscheibenvorfall. Es sollte sich durch leichte Gymnastik, Wärme und Massagen weiterhin bessern.

Der Bandscheibenvorfall kann sich reduziert haben, verschoben sein oder abgesunken und damit kann die Nervenwurzel wieder frei geworden sein. Eine geschädigte Bandscheibe bleibt jedoch bestehen und damit können auch wieder Schmerzen an den kleinen Wirbelgelenken oder auch an den Nervenwurzeln entstehen, leider.

Die beste Prophylaxe besteht darin, einerseits auf eine lockere, entspannte Rückenmuskulatur zu achten (Wärme, gute Matratze, Entspannungsübungen), andererseits die Rückenmuskulatur so zu kräftigen (Bewegungsbäder, Gymnastik), dass sie die Wirbelsäule stabilisiert. Schwer Heben und Tragen sollten Sie jedoch vermeiden, sonst können Sie alles wieder machen, auch leichten Sport wie z.B. Tennisspielen, Schwimmen und Skifahren, jedoch keine Schwerathletik und keinen Kampfsport mit Körperkontakt.

Ich hoffe, Ihnen hiermit gedient zu haben und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute.