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Orthopäde
Orthopäde, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 2954
Erfahrung:  Orthopädie, Unfallchirurgie, Füsse, Knie, Hüfte, Prothetik
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Orthopäde ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herrn, ich bin heute 62 Jahre alt,

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herrn,

ich bin heute 62 Jahre alt, Kassenpatient und leide seit Geburt an einer Hüftdisplasie. Im Jahre 2002 wurde die linke Seite (TEP, zementfrei) mit dem Ergebnis einer Beinverkürzung um 2 cm operiert. Die Op erfolgte durch eigene Zuzahlung durch den Chefarzt.

Am 28.9.2012 wurde die rechte Seite (TEP, zementfrei) in der gleichen Klinik mit dem Ergebnis einer Beinverlängerung um ca. 1 cm operiert. Die OP erfolgte wiederum durch eigene Zuzahlung durch den Chefarzt, aaledings jüngere Generation.Ziel bei der 2. OP war nach eingehender Diskussion zumindest die Beibehaltung der Beinlänge re. Eine die Beinverkürzung li ausgleichenede Verkürzung re wurde wegen des Risikos der Luxation nahezu ausgeschlossen.
Im Ergebnis beträgt nunmehr der notwendige Schuhausgleich ca. 3 cm.

Mit den 2 cm Verkürzung li hatte ich mich nach der OP 2002 allmählich abgefunden.
Mit den nunmehr insgesamt 3 cm Beindifferenz kann ich mich noch nicht abfinden, weil vor der Op das Problem hinreichend erörtert worden ist.

Meine Fragen:
1.
Entspricht ein solches Operationsergebnis dem Stand der Technik 2012?

2.
Sind Beinverlängerung/-verkürzungen von 1 bzw. 2 cm je Seite operationstechnisch vermeidbar?

Für die Mühe einer Auseinandersetzung mit meinen Fragen möchte ich mich Voraus vielmals bedanken.

mfg

Albert Klein
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Orthopäde hat geantwortet vor 4 Jahren.
Lieber Patient

Natürlich kann ich sehr gut verstehen, dass Sie mit dem Ergebnis mit 3cm Beinlängendifferenz nicht grade zufrieden sind.
Aber ich muss Ihnen leider sagen, dass man wahrscheinlich auf der linken Seite bei der OP die Verkürzung nicht hat vermeiden können, da der Hüftkopf häufig bei der Dyspepsie aus dem eigentlichen Drehzentrum und Gelenk nach oben wandert und es technisch sehr schwierig ist, bei der OP die Länge wieder herzustellen. Wenn man dies versucht, ist die Gefahr sehr gross, dass die Pfanne nicht hält (der Knochen ist sehr sehr weich im Vergleich zu einer normalen Hüfte) und ausserdem kann die Verlängerung zu starkem Zug auf Muskeln und vor allem Nerven führen, was dann eine Lähmung u/o grosse Schmerzen verursachen kann. Daher wird man die Verkürzung wohl durchgeführt haben, um diese Problem zu vermeiden.
Bei der OP auf der rechten Seite, war die Dysplasie wohl nicht so stark ausgeprägt (späterer OP Zeitpunkt und keine Verkürzung nötig). Um das Luxationsrisiko (Auskugeln des Gelenkes) zu vermeiden, will man das Bein eher verlängern, da die Spannung auf der Mukulatur einer Luxation entgegenwirkt.

Die Implantation von Hüft-TPs bei Dysplasie ist eine sehr schwierige Operation und ich denke, dass Sie diese Beinverlängerung akzeptieren müssen und es kein Fehler war. In der Regel plant man die Operation am Computer mit Schablonen der Prothesen und kann dann sehr gut Aussagen zu der Länge und Positionierung machen. Man hätte Sie aber im Aufklärungsgespräch jedoch ausdrücklich auf eine mögliche Beinlängendifferenz hinweisen müssen.

Während der OP kann man die Beinlängen recht genau messen, aber man orientiert sich auch an der Spannung der Muskulatur und die Luxationsneigung und nimmt dies auch als Mass für die Länge. Sie waren bestimmt weit weniger zufrieden, wenn die Beinlänge in Ordnung wäre, jedoch die Prothese immer auskugeln würde, was einen Wechsel der Prothese nach sich ziehen würde.

Man kann probieren, die Beinlängendifferenz durch entsprechendes Anpassen der Schuhe und deren Sohlen auszugleichen und ich bin mir sicher und weiss aus Erfahrung, dass die meisten Patienten damit besser zu recht kommen, als mit Auskugelnden Prothesen.

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