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Ortho-Doc Nowi
Ortho-Doc Nowi, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 2075
Erfahrung:  Facharzt für Orthopädie; Sportmedizin, SG-Gutachten, 30 J. Praxis, Unfallchir., Reha, Chiroth. Akup.
48582017
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Ortho-Doc Nowi ist jetzt online.

Hallo, ich wurde vor 1 Jahr an der Bandscheibe operiert (damals

Kundenfrage

Hallo, ich wurde vor 1 Jahr an der Bandscheibe operiert (damals befand ich mich noch in der Elternzeit).
Würde gerne eine Umschulung machen, da ich zuvor körperliche Tätigkeiten ausgeübt habe (Metallarbeiter), doch mein Antrag wurde von der Rentenversicherung abgelehnt mit der Begründung "ich wäre in der Lage in meinem alten Beruf arbeiten zu können". Aber wie kann das möglich sein? denn sogar das Tragen meines Sohnes (4 Jahre alt, 17 kg) fällt mir manchmal schwer und ich habe immer wieder Schmerzen, geschweige von der richtigen körperlichen Arbeit, wo ich früher bis zu 50-60kg heben musste.
Gegen den Bescheid habe ich Widerspruch eingelegt und jetzt müsste ich ihn auch begründen. Doch mit der Begründung tue ich mir etwas schwer auch mein behandelnder Ortopäde konnte mir nicht wirklich weiter helfen.
Ich würde gerne die Umschulung zum Sport- und Fitnesskaufmann machen, um mich einerseits fit zuhalten (und natürlich auch die Bandscheibe) und andererseits die Tätigkeit auszuüben, die den Rücken nicht all zu sehr beansprucht und was haltung angeht abwechslungsreich ist.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Jemand mir bei der Begründung helfen könnte... ich möchte nichts falsch machen.
Vielen Dank XXXXX XXXXX
Dimitri
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
ich bin Orthopäde und habe früher auch zahlreiche Gutachten für Sozialgerichte angefertigt. Ich bin selbst an der Bandscheibe operiert worden. Es ist für mich daher unfassbar, wie man Ihnen die Umschulung abschlagen konnte. Es handelt sich um eine krasse Fehlentscheidung. Ich bin sicher, dass Sie bei einer Klage vor dem Sozialgericht recht bekämen.

Nach einer Bandscheibenop. können Sie auf Dauer keine schwere körperliche Arbeit mehr verrichten mit häufigem Heben und Tragen von schweren Lasten und häufigem Bücken. Auch eine ständig sitzende Tätigkeit wäre nicht gut. Am besten wäre für Sie eine körperliche Tätigkeit im Wechsel zwischen Gehen, Stehen und Sitzen ohne schweres Heben und Tragen von Lasten über 5 kg!

Legen Sie Widerspruch gegen den Bescheid ein und:
Schreiben Sie bitte an die Rentenversicherung, dass Sie immer noch starke Schmerzen haben beim Bücken und Tragen von Lasten über 5 kg. Schreiben Sie weiter, dass bei Ihrem Beruf als Metallarbeiter das Tragen von Lasten bis 50 und 60 kg unvermeidbar ist und Ihnen nicht zumutbar ist wegen der auftretenden Schmerzen und der Gefahr eines Rezidivs. Bitten Sie, dass der Bescheid abgeändert wird und eine Umschulung genehmigt wird, andernfalls würden Sie den Klageweg beschreiten.

Meistens reicht diese Drohung schon, damit die Versicherungsträger einlenken. Wenn nicht, sollten Sie Klage erheben vor dem Sozialgericht.

Von diesem würde ein unabhängiger Gutachter bestellt werden, z.B. ein Orthopäde oder Neurochirurg, der Sie untersuchen und ein Gutachten erstellen wird, dem das Gericht folgen wird.

Gerne helfe ich weiter bei noch offenen Fragen.
Sie können kostenlos weitere Fragen stellen, bis Sie zufrieden sind und meine Antwort dann positiv bewerten.

Viel Glück und gute Besserung.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Dortor,


 


vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.


 


Eine Frage hätte noch bezüglich des empfohlenen max. Gewichts, den man tragen/heben dürtfe.


Von den 5 kg habe ich zwar in der Reha gleich nach der OP gehört, dachte aber, dass das der erlaubte Gewicht frisch nach der OP sei, weil die Wunde noch nicht verheilt ist.


Auch mein behandelnder Arzt hat mich nie daraf aufmerksam gemacht.


Darf man sein Leben lang nicht mehr als 5 kg heben?


 


Ich gehöre zu denen Menschen, die nicht sofort zum Arzt gehen, wenn sie Schmerzen verspühren, besonders dann nicht, wenn man zum Hören bekommt, dass dieser Schmerz für den Rest des Lebens bleiben könnte. Bis jetzt habe ich immer nur die Schmerztablettenabletten verschrieben bekommen, deswegen gehe ich auch nicht oft zum Ortophäden. Meinen Sie, dass die Rentenvers. das ansprechen könnte? Habe ich mich vielleicht in der Sicht "falsch" verhalten?


 


Vielen Dank im Voraus


 


Dimitri

Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 4 Jahren.
Danke für die Rückmeldung.
Mehr als 5 kg sollten Sie erst einmal in den nächsten 2-3 Jahren nicht heben, später können Sie bei gut entwickelter Muskulatur, Anpassung und Heilung auch kurzzeitig mal mehr heben und mit der Zeit steigern. Am Anfang sollten Sie es jedoch nicht übertreiben. Es kommt dann auch darauf an, wie oft am Tag Sie schwer heben, wenn es nur 2 oder 3 mal am Tag ist, wäre es nicht so schlimm, als wenn Sie stundenlang so arbeiten müssten. 10-15 kg sollte aber ab und zu später schon wieder möglich sein, aber erst nach ca. 3 Jahren frühestens!

Der Orthopäde sollte Ihnen weiterhin Krankengymnastik verschreiben, auch Unterwassermassage kann helfen und anfangs nur Bindegewebsmassage, nach 1-2 Jahren auch normale Rückenmassage.

Ideale Sportarten wären Schwimmen und Gymnastik auch Skilanglauf und Tennis, Kampfsportarten mit Körperkontakt sowie solche, die mit einer Stauchung der Wirbelsäule verbunden sind (z.B. Reiten, Joggen, Springen u.a.) sollten Sie vermeiden.

Ich hoffe, Ihnen hiermit geholfen zu haben und würde mich über eine positive Bewertung zur Honorierung freuen.
Bei Unklarheiten helfe ich gerne weiter.
Alles Gute
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 4 Jahren.
Haben Sie noch Fragen, die ich beantworten kann?
Wenn nicht, wäre ich für eine positive Bewertung meiner Antwort dankbar, nur so werden wir hier bezahlt, danke.
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
Sie haben die Antwort gelesen. Bestehen noch Unklarheiten, die ich klären kann? Wenn nicht, wäre ich für eine positive Bewertung dankbar.
Mit freundlichem Gruß

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