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Ortho-Doc Nowi
Ortho-Doc Nowi, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 2156
Erfahrung:  Facharzt für Orthopädie; Sportmedizin, SG-Gutachten, 30 J. Praxis, Unfallchir., Reha, Chiroth. Akup.
48582017
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Ortho-Doc Nowi ist jetzt online.

hallo ich bin 33 jahre krankenpfleger habe seit ca 1 jahr krippel

Kundenfrage

hallo ich bin 33 jahre krankenpfleger habe seit ca 1 jahr krippel gefühle im linken bein (nur bei längerer belastung ) seit 2 mon. starke schmerzen im rücken vor einem mon. mrt befund irritation der nervenwurzel bds li mehr als re bei l4/l5 welche therapien konnen mir dabei helfen wieder in meinem beruf zu arbeiten (therapien,op,behandlungen usw) von meinem arzt habe ich kg verschrieben bekommen mache auch die übungen 2-3 mal pro tag keine besserung seit dem von meinem arzt habe ich keinen neuen therapievorschlag bekommen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
ich bin Orthopäde mit langjähriger Praxiserfahrung und möchte Ihre Frage beantworten.
2 Monate starke Schmerzen ist schon rel. lange. Wenn auch schon so lange Sensibilitätsstörungen vorhanden sind, besteht die Gefahr, dass auch die motorische Nervenwurzel Schaden nimmt und eine Lähmung auftritt. Bei L4/5 wäre das meistens eine Fußheberparese. Testen Sie bitte daher täglich, ob Sie noch auf den Fersen gehen können, wenn Sie die Fußspitzen anheben. Testen Sie bitte auch, ob Sie noch auf den Zehenspitzen gehen können. Sofern der Fuß jeweils absinken würde, hätten Sie eine Fußheberlähmung bzw. eine Fußstreckerlähmung. In diesem Fall müsste sofort operiert werden, da sonst die Gefahr besteht, dass die Lähmung bestehen bleibt (sog. Wurzeltod).

Solange keine Lähmung besteht, kann konservativ (ohne OP) behandelt werden. Auch Blasen-Mastdarm-Störungen können selten vorkommen, vor allem bei einem medianen Bandscheibenvorfall. Es würde dann die Kontrolle über Wasserlassen und Stuhlgang fehlen. Das wäre ebenfalls eine Indikation für eine sofortige OP.

Sie haben nicht geschrieben, ob nur eine Protrusion (=Vorwölbung) oder eine richtiger Bandscheibenvorfall vorliegt. Bei einer Protrusion empfiehlt sich als konservative Behandlung zunächst die Krankengymnastik mit Spritzen neben die Wirbelsäule (PRT oder paravertbrale Infiltrationen), auch Mikrowellen- oder Kurzwellenbestrahlungen helfen oft, verbunden mit Extensionen (Streckungen) der Wirbelsäule. Schweres Heben und Tragen sollte vermieden werden ebenso wie Jogging oder viel Laufen. Hingegen ist Schwimmen und Gymnastik vorzuziehen. Sie sollten viel liegen und die sog. "Stufenbettlagerung" einnehmen, womit die Bandscheiben entlastet werden.

Wenn das alles nicht hilft oder wenn ein massiver Bandscheibenvorfall vorliegt, würde ich die OP bei einem Neurochirurgen empfehlen.
Wenn der Bandscheibenvorfall weit seitlich liegt, kann oft ein minimalinvasiver Eingriff ambulant durchgeführt werden in einer neurochirurgischen Ambulanz. Ansonsten ist es besser offen zu operieren.
Spritzen in die Bandscheibe hinein empfehle ich nicht, ebensowenig wie die Laser-Kauterisation wegen der Gefahr der Thermoschädigung umgebenden Gewebes.
Nach einer OP sollte eine 3-wöchige Reha-Behandlung angeschlossen werden mit Physiotherapie und Schmerztherapie sowie KG. Postop. ist mit einer Krankschreibung von mindestens 3 Monaten zu rechnen, speziell in Ihrem Beruf! Evtl. sogar ist eine berufl. Umsetzung erforderlich, da Sie zunächst nicht mehr schwer heben können.
Gerne helfe ich weiter bei noch offenen Fragen.
Ich wünsche Ihnen gute Besserung.
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Rechtlicher Hinweis:
Diese Information kann nicht die Konsultation beim Orthopäden oder Neurochirurgen vor Ort ersetzen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Verantwortung für die Diagnose und Therapie trägt der behandelnde Arzt, eine Haftung für diese allgemeine Information ist daher ausgeschlossen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich habe eine leichte mediolaterale bandscheibenprotrusion zusätzlich nach links mediolateraler npp der den lateralrecessus verlegt habe infusionen mit tramal+cortison+vit. bekommen und kg ohne besserung was kann ich noch machen ist osteopatie dafür geeignet mit was für therapien könnte ich noch einen guten erfolg errechen
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie haben einen mediolateralen Bandscheibenvorfall. Da die bisherige Behandlung mit KG und Spritzen nicht geholfen hat, können noch, wie gesagt, Streckungen und Mikrowellenbestrahlungen helfen. Ansonsten würde ich empfehlen, den Bandscheibenvorfall operieren zu lassen, da er lateral liegt ist evtl. eine endoskopischer minimalinvasiver Eingriff möglich. Wenden Sie sich am besten damit an einen Neurochirurgen, die diese Eingriffe öfters durchführen.
Auf die Osteopathie oder Chirotherapie würde ich bei einem Bandscheibenvorfall keine Hoffnung setzen.
Gute Besserung.
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Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 5 Jahren.
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