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Ortho-Doc Nowi
Ortho-Doc Nowi, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 2126
Erfahrung:  Facharzt für Orthopädie; Sportmedizin, SG-Gutachten, 30 J. Praxis, Unfallchir., Reha, Chiroth. Akup.
48582017
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Ortho-Doc Nowi ist jetzt online.

Horizontaler Lappenriss im Innenmeniskushinterhorn

Kundenfrage

Horizontaler Lappenriss im Innenmeniskushinterhorn u. der Pars Intermedia mit Kontakt zur meniskalen Oberfläche. Tendinose der distalen Quadrizepssehne am oberen Patellapol. Buritis prätibialis superfikalis.Chondromalazie Grad II mit multiplen Fissuren u. oberflächlichen Ulzerationen am Patellafirst u. der lateralen Retropatellafacette, umschriebene Chondromalazie Grad III auch an der medialen Retropatellafacette. Letzteres auch im Rahmen eines Shelfsyndrom/Plica mediopellaris- Syndroms.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
danke, XXXXX XXXXX sich an justanswer gewendet haben. Ich bin Orthopäde und möchte Ihre Frage beantworten.
Der Grund, dass Sie Schmerzen im Knie haben beim Treppensteigen kommt von den Veränderungen i.B. der Kniescheibe, der Meniskusschaden des Hinterhorns ist daran weniger beteiligt und macht wahrscheinlich nur Beschwerden bei starker Beugung des Kniegelenks.

Ich würde folgendes Vorgehen empfehlen:

1.) Arthroskopie (Gelenkspiegelung) mit Entfernung der Plica mediopatellaris und Glättung der Retropatellarfläche sowie Teilentfernung des Innenmeniskushinterhorns.

2.) Ca. 2-3 Wochen nach der OP eine Injektionsbehandlung beim Orthopäden mit Ostenil (Hyaluronsäure) in das Kniegelenk unter sterilen Bedingungen: Wöchentlich 1 Injektion in das Knie von der Seite her unter die Kniescheibe. Damit habe ich in der Vergangenheit gute Ergebnisse bei Knorpelschäden erreicht. Insgesamt sind 5 Injektionen erforderlich. Wiederholung etwa in 1/2 bis 1 Jahr möglich.
(Von Cortisoninjektionen rate ich wegen des schädlichen Einflusses auf den Knorpel und bekannter Nebenwirkungen ab!)

3.) Bewegungsübungen ohne Belastung (z.B. Fahrradfahren, Schwimmen)

4.) Gewichtsreduzierung bei evtl. vorhd. Übergewicht.

5.) Zusätzliche Einnahme von "Fruchtsaftbärchen" aus der Apotheke, 2-3 große /Tag (keine Gummibärchen eines anderen bekannten Herstellers wegen der mögl. schädlichen darin enthaltenen Farbstoffe).

6.) Falls dadurch nach einem halben bis 1 Jahr keine Besserung eingetreten sein sollte kommen operative Verfahren in Frage wie die Distalisierung der Patella (Verlagerung des Sehnenansatzes der Quadricepssehne nach weiter unten), die Denervierung der Patella oder letztlich die Versorgung mit einer Knie-Endoprothese.

Gerne helfe ich weiter bei noch offenen Fragen.
Wenn die Antwort hilfreich war, bitte nicht vergessen mit "Akzeptieren" zu honorieren.
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Rechtlicher Hinweis:
Diese Information kann nicht die Konsultation beim Orthopäden vor Ort ersetzen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Verantwortung für die Diagnose und Therapie trägt der behandelnde Arzt, eine Haftung für diese allgemeine Information ist daher ausgeschlossen.
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hier noch ein Link zum Shelf-Syndrom:

http://www.praxisklinik-fellbach.de/402.html
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich habe eine Arthroskopie schon vor ca. 8 Jahren im linken Knie gehabt - das immernoch Probleme macht und habe jetzt richtig Angst, dass das rechte Knie dann auch Probleme macht und ich nie wieder knien kann, zumal ich schon 4 Rücken-Op's im LWS und HWS Bereich hatte. Eine Hyaluron Behandlung hatte ich seinerzeit auch, die ich teuer bezahlen musste und letztendlich bin ich immernoch nicht schmerzfrei im linken Knie.

 

Gibt es nicht bessere Methoden?

Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es gibt da leider keine Patentlösung für Knorpelschäden. Es ist in der Orthopädie immer noch ein Problem, da der Knorpel sich nur schlecht und unvollkommen regeneriert. Knorpel hat keine Blutgefäße und ernährt sich nur aus der umgebenden Gelenkflüssigkeit. Ein Versuch mit Ostenil-Injektionen ist es m. E. jedoch wert. Leider gibt es auch eine Veranlagung zu vorzeitiger Arthrose, das kommt vor. Wenn die oben geschilderten Behandlungen keinen Erfolg zeigen, bleibt letztlich nur die Implantation eines künstlichen Kniegelenks.
Es tut mir leid, keine bessere Auskunft geben zu können.
Gute Besserung und viele Grüße.