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Orthopäde_Ddorf
Orthopäde_Ddorf, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 864
Erfahrung:  Orthopädie, Osteopathie, Akupunktur, Sportmedizin, Chirotherapie, spezielle Schmerztherapie
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Orthopäde_Ddorf ist jetzt online.

Hallo, ich habe seit mehreren Jahren Arthrose in den Knien

Kundenfrage

Hallo, ich habe seit mehreren Jahren Arthrose in den Knien mit zunehmenden Beschwerden und Bewegungseinschränkungen und nahezu Dauerschmerzen. Jetzt habe ich vom Orthopäden per Röntgenbild und MRT des rechten Knies die Diagnose erhalten:
Gonarthrose 3.Grades und Anriss des Innenmeniskus.
Der Arzt rät mir nun dringend zur Kniearthroskopie zwecks "Ausschneiden" des Meniskusrisses und Knorpelglättung bevor alles so schlimm wird, dass nichts mehr übrig bleibt als eine Knieprothese. Und das wäre mit gerade gut 50 Lebensjahren doch etwas früh.
Nun habe ich allerdings allerlei gehört über das Für und Wider von Kniespiegelungen, und das dabei oft mehr schlechtes als gutes herauskommt, und ich weiß nun absolut nicht, was ich machen soll. Der Orthopäde meint, es ist nicht mehr die Frage ob, sondern nur noch wann die Spiegelung gemacht werden soll - und das schnellstmöglich. Der Hausarzt meint, dass mein Allgemeinzustand aufgrund einer starken Überbelastung in den letzten 3 Jahren momentan einem zusätzlichen Stressfaktor durch eine OP vielleicht nicht gewachsen ist und hierdurch die Wundheilung evtl. verschlechtert sein könnte und die Gefahr von Entzündungen etc recht groß.
Kann mir da jemand weiterhelfen bzw. raten?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Orthopäde hat geantwortet vor 5 Jahren.
Lieber Patient/liebe Patientin

Eine Kniearthroskopie ist keine große Operation und ich denke, das es zwar ein zusätzlicher Stressfaktor ist, aber nur ein kleiner. Das sollte keinen grossen Einfluss auf die Wundheilung (2 kleine Schnitte von je 1cm) und das Infektrisiko (sehr klein bei Kniearthroskopie, da mit viel Wasser gespült wird) haben.

Ich denke, das eine Kniearthroskopie eine gute Möglichkeit ist die mechanischen Probleme durch den Meniskus zu reduzieren. Viele Patienten profitieren davon. Den Knorpel kann man auch glätten, damit keine weiteren "Fransen" einreissen. Aber reparieren kann man ihn leider nicht. Eventuell kann man eine Mikrofrakturierung (kleine Löcher, aus denen eine gute Narbe im Knorpel entsteht, die besser belastbar ist). Dies hat jedoch in der Nachbehandlung 6 Wochen Stücke zu Folge mit Teilbelastung.

Man muss danach sehen, wie sich die Beschwerden verbessern. Wenn sie hauptsächlich vom Innenmeniskusschaden kommen, wird es deutlich besser. Wenn es am Knorpel liegt, sind die Aussichten nicht so rosig. Aber es ist eine gute Chance, die Beschwerden zu reduzieren und eine Knie-TP herauszuzögern.

Ziel aller Massnahmen muss es sein, die OP einer Knie-TP möglichst lange hinauszu schieben.


Ich hoffe, Ihnen damit geholfen zu haben und bitte Sie in diesem Fall, meine Antwort zu akzeptieren. Gerne beantworte ich Ihnen weitere Nachfragen.

Mit freundlichen Grüssen

Rechtlicher Hinweis:
Diese Information kann die Konsultation mit Erhebung einer genauen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung beim Orthopäden nicht ersetzen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Die Verantwortung für die Diagnosestellung und die Therapie trägt der behandelnde Arzt. Daher ist eine Haftung für diese allgemeinen Information ausgeschlossen, auch wenn ich mir grösstmögliche Mühe gebe, Sie nach besten Wissen und Gewissen zu beraten.

Experte:  Orthopäde hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo
Sie haben die Antwort gelesen. Wie soll es jetzt weiter gehen? Kann ich ihnen noch offene Fragen klären helfen?

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Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Lieber Patient,
das ist nun nicht wirklich zwingend für eine Arthroskopie. Will der Orthopäde diese selbst durchführen?

Also, ein Knorpelschaden ist schon mal alleine keine Indikation zur Arthroskopie.

Was heisst denn Anriss??? Wenn Sie Beschwerden haben und es zeigt sich ein Riß im Meniskus, der die Oberfläche desselben erreicht (3°), dann kann wirklich über die Arthroskopie diskutiert werden, da es nun Sinn macht. Bei der Knopelglättung kommt es immer auch zum Verlust vom gesunden Knorpel. Also dies ist auch mit Vorsicht zu geniessen.

Erreicht der Riss nicht die Oberfläche, dann ist das keine Indikation zur Operation. DENN auch die Arthroskopie ist eine OP. Von aussen sind nur kleine Schnitte zu sehen, aber für das Knie selbst, ist es schon ein grosser Eingriff. Dieser ist zwar tgl Routine, aber hat auch seine Komplikationen!


FAZIT: Haben Sie Beschwerden, die die Lebensqualität mindern und es passt zu dem Meniskusschaden (3°), dann ist eine OP sinnvoll. Ansonsten können auch die Beschwerden vom Knropelschaden kommen. Hier empfiehlt sich dann eine Hyaluronsäureinjektion. Auch Akupunktur und TENS (Nervenstimulation über die Haut) kann helfen

Sind noch Fragen offen, dann sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden darüber oder lassen es mich wissen. VG und gute Besserung !Wenn diese info hilfreich war, dann bitte mit " akzeptieren" entlohnen. Diese allgemein Information ist keine Aufforderung zur Selbstbehandlung und ersetzt jedoch nicht die Untersuchung vor Ort oder in meiner Praxis: Die Diagnose und Therapie stellt der behandelnde Arzt. Eine Haftung für diese Information wird nicht übernommen