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Orthopäde
Orthopäde, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 2968
Erfahrung:  Orthopädie, Unfallchirurgie, Füsse, Knie, Hüfte, Prothetik
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Sehr geehrte Doktoren, habe seit 3 Jahren ein komplett eues

Kundenfrage

Sehr geehrte Doktoren,
habe seit 3 Jahren ein komplett eues Kniegelenk.Ein halbes Jahr nach OP bildete sich ein nässender Hautausschlag am Knie,der auch auf Fuß-und Handgelenke ausweitete!
Allergietest auf Metalle und Kunststoffe brachten kein positives Ergebnis. Außerdem ist das Knie bis heute immer erhitzt.
Frage: Gibt es unterschiedliche Metalllegierungen,die evt.solche Beschwerden auslösen können?
Mein "Einbaumaterial lautet":CoCrMo/UHMW PE/ Ti6A14V.
Über eine klärende Antwort wäre ich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen M.Pieper
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Orthopäde hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Pieper

 

Es gibt durchaus Allergien, aber diese sind eher gegen Spuren von Nickel, die in der Legierung noch enthalten sind.

Aber diese sind eher selten. Am besten sollte man eine Arthroskopie machen (keine präoperative Antibiose) und viele Proben der Schleimhaut nehmen und histologisch und bakteriologisch untersuchen. Damit kann man meistens der Ursache auf den Grund kommen. Auch in Low-grade Infekt kann dahinter stecken. Hier sind Bakterien die Ursachen, die keine eitrige Entzündung verursachen, aber eine Symptomatik, wie von Ihnen beschrieben. Mit der genauen Untersuchung der Proben unter dem Mikroskop und im Labor kann man in den meisten Fällen die Ursache herausfinden. Eine einfache Punktion des Gelenkes reicht meistens nicht, da damit keine Zellen mit gewonnen werden können, um diese zu untersuchen. Auch muss man viele Proben abnehmen.

 

Ich würde mit dem Operateur oder einem anderen Orthopäden Ihres Vertrauens dieses Vorgehen besprechen.

 

Ich hoffe, Ihnen damit geholfen zu haben und bitte Sie in diesem Fall, meine Antwort zu akzeptieren. Gerne beantworte ich Ihnen weitere Nachfragen. Mit freundlichen Grüssen Rechtlicher Hinweis:Diese Information kann die Konsultation mit Erhebung einer genauen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung beim Orthopäden nicht ersetzen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Verantwortung für die Diagnosestellung und die Therapie trägt der behandelnde Arzt. Daher ist eine Haftung für diese allgemeinen Information ausgeschlossen, auch wenn ich mir grösstmögliche Mühe gebe, Sie nach besten Wissen und Gewissen zu beraten.

 

Orthopäde, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 2968
Erfahrung: Orthopädie, Unfallchirurgie, Füsse, Knie, Hüfte, Prothetik
Orthopäde und weitere Experten für Orthopädie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Lieber Patient,
ich gebe dem Kollegen Recht mit dem Verdacht auf einem "low grade infekt"
Dies ist ein schleichender Infekt, der nicht spontan ausbricht.

Jedoch würde ich meinen Patienten zunächst folgendes empfehlen:

1. Nicht sofort wieder eine OP/Arthroskopie, da erneute OP Risken hat und vorher keine Diagnose gesichter wurde
2. Bestimmung des Entzündungsparameters CRP und des Chromgehaltes im Blut im Blut
3. Punktion des Kniegelenkes ggf 3x im Wochenabstand und Einschicken des Punktates zur Erregeruntersuchung (sehr effektiv)
4. Röntgenkontrolle

Da die Metalle als Allergie ausgeschlossen wurden, ist der Chromgehalt im Blut nicht unwichtig

Bei Hinweisen auf einen Infekt, auch keine Arthroskopie sondern umgehender Wechsel der kompletten Prothese. Dies ist der Standard.

Sind noch Fragen offen, dann sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden darüber oder lassen es mich wissen. VG und gute Besserung !Wenn diese info hilfreich war, dann bitte mit " akzeptieren" entlohnen. Diese allgemein Information ist keine Aufforderung zur Selbstbehandlung und ersetzt jedoch nicht die Untersuchung vor Ort oder in meiner Praxis: Die Diagnose und Therapie stellt der behandelnde Arzt. Eine Haftung für diese Information wird nicht übernommen
Experte:  Orthopäde hat geantwortet vor 5 Jahren.

Leider lassen sich bei der Punktion (auch 3 Mal) die Bakterien oft schlecht nachweisen.

Wenn daher die Entzündungszeichen (CRP, Blutsenkung und Leukozyten) erhöht sind spircht es eher für einen Infekt und eine Arthroskopie mit Entnahme von Gewebeproben bietet die beste Nachweismöglichkeit und auch die Möglichkeit die Bakterien anzuzüchten.

Dies ist extrem wichtig, da von dem Bakterientyp und Resistenzmuster abhängt, ob die Prothese direkt gewechselt werden kann, oder ob man sie ausbauen und nach 3 Monaten erst wieder einbauen kann.

Von einer dirketen Wechseloperation würde ich dingenst abraten.

Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Lieber Patient,
ist in dem Knie ein Erreger nachgewiesen, muss das Implantat gewechselt werden, da es für immer auf dem Polyäthylen haftet und die Infektion verbleibt.

Aber zunächst muss das Knie und das Blut weiter untersucht werden. Alles andere wäre grob fahrlässig