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Ortho-Doc Nowi
Ortho-Doc Nowi, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 1952
Erfahrung:  Facharzt für Orthopädie; Sportmedizin, SG-Gutachten, 30 J. Praxis, Unfallchir., Reha, Chiroth. Akup.
48582017
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Ortho-Doc Nowi ist jetzt online.

Meine Situation: Ich bin 39, habe letzten Dienstag liegestützen

Kundenfrage

Meine Situation: Ich bin 39, habe letzten Dienstag liegestützen gemacht im Rahmen einer Sportaktion bei der ich weder Schmerzen/Knacken oder Abnormales erlebt habe, arbeite viel am Computer.

Symptome/Leiden: Seit Mittwoch habe ich starke Schmerzen im Schultergelenk und - austrahlend vermutlich - in den Muskeln von Oberarm, Brust und Rücken. Ich kann den Oberarm nach aussen und vorne hin nicht mehr heben, nach hinten geht noch ein bisschen. Berührung, Oberarmbewegung und Druck an Arm/Schulter schmerzt stark. Druck geben mit Unterarm nach Oben ist ok, mittlerweile schmerzlicher geworden aber, anfangs schmerzfrei.
Die Schmerzen sind zunehmend, da ich den Eindruck habe, dass sich alles wegen der Schmerzen immer mehr verkrampft. Es wirkt, als hätte ich dauernd einen leichten "Krampf" mal stärker und kaum auszuhalten da ich denke "jetzt platzt der Arm dann", mal weniger. Aber so ne Art starker "Muskelkater" ist immer da in der ganzen Gegend. Momente wo im Ruhezustand kein Schmerz da ist sind sehr rar, grundsätzlich schmerzt mittlerweile jede Bewegung im Schulter- Oberarmbereich. Schlafen ist schwer, es gibt keine Position die bequem wäre.

Bisher behandelt / erste Diagnose: Der Hausarzt schickt mich in Spital für den Ultraschall. Dort wird mir erst gesagt nach der Betrachtung der Bewegungen die ich noch machen kann, es sei wahrscheinlich Gelenkkapsel oder Sehne verletzt. Nach Ultraschalluntersuch meint der Arzt, es sei keine Verletzung erkennbar, es handle sich um klar sichtbare Verkalkungen, Blutergüsse auch aus früheren Verletzungen vermutlich (ich habe da keine Ahnung von) und damit Formen der Arthrose. Es sei einfach nicht sauber in diesem Gelenk und operative bzw. nicht-operative Behandlung sei in Absprache mit Orthopäden vermutlich erforderlich.

Meine Spontanreaktion auf erste Diagnose: Dieser Befund überraschte mich, da ich erst 39 bin, und der Schmerz doch plötzlich einsetzte am letzten Mittwoch. Die Schmerzen sind zwar von früher her etwas bekannt (die Schulter hat schon leichte Schmerzen verursacht) in einfach sehr sehr viel geringerem Ausmass. Ich frage mich, ob vielleicht "auch" Arthrose vorliegt, aber ob das möglich ist diese Schmerzen so stark zu emfpinden und so plötzlich aufgrund einer Arthrose. Kann eine ev. nicht erkennbare kleien Verletzung zu solchen Schmerzen führen?

Behandlung: ich nehme Schmerzmittel (Tramadol-Mepha) und lege Flectoparin Tissuegel (so Pflaster mit entzündungshemmender Paste) auf die Stellen. Die Schmerzmittel führen aber nicht dazu, dass ich mich entkrampfen kann oder der Schmerz verschwinden würde. Sie machen mich höchstens etwas duselig/leicht schwindlig..

Ich warte nun auf weitere Arzt- bzw. Orthopädentermine, was aber dauern kann leider.

In der Zwischenzeit meine Fragen:
- Kommentare zu Diagnose: Ist Arthrose effektiv denkbar unter den gegebenen umständen? oder inwiefern muss eine Verletzung (was für mögliche..) doch noch unter Betracht gezogen werden?
- Kommentare zu Behandlung / meinem Verhalten: Was kann ich Behandlungsmässig / Verhaltensmässig tun? - Insbesondere habe ich den Eindruck, dass die Schmerzen zunehmen und sich dadurch alles Verkrampft und noch mehr Schmerz entsteht. Wie kann ich diese Kette von Schmerz verursacht Schmerz unterbrechen?
Machen trotz Schmerzen gewisse Bewegungen die in Richtung leichtes Dehnen gehen sinn, dass sich nicht grad alle Muskeln abbauen bzw. versteifen (dies im Unsichersein ob wirklich keine Verletzung vorliegt auch wenn man keine sieht)?
- Weiteres / mittelfristige Vorgehensempfehlung?

Besten Dank,
PM
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,
gerne beantworte ich Ihre Frage als Orthopäde.
Es handelt sich Ihrer Beschreibung nach sehr wahrscheinlich nicht um eine Arthrose sondern um eine Periarthritis humero-scapularis, d.ist eine Entzündungsreaktion z.B. nach sportlicher Überlastung unter dem Schulterblattdach. Die "Verkalkung" bezieht sich nicht auf eine Arthrose sondern auf den häufig anzutreffenden Kalkschatten im Röntgenbild unter dem Schulterblattdach, der nur die Entzündung wiedergibt, z.B. eines Schleimbeutels. Oft ist auch der Raum unter dem Schulterblattdach eingeengt und die Supraspinatussehne betroffen. Ob zusätzliche Schäden an der sog. "Rotatorenmanschette" bestehen könnte am besten durch eine Kernspintomografie dargestellt werden.

Therapie: Die Therapie ist zunächst konservativ mit vorübergehender Ruhigstellung auf einer Abduktionsschiene (damit es nicht zur Bewegungseinschränkugn kommt, daher nicht im Desault-Verband am Körper!), Injektionen unter das Schulterblattdach mit Lokalanästhetika (Carbostesin), vermischt mit Cortison-Kristallsuspension (wirkt nur lokal entzündungshemmend), Antiphlogistika und evtl. Interferenzstrom.

Falls das nach mehreren Monaten nicht zum Erfolg führen sollte, ist der subakromiale Raum wahrscheinlich zu eng und könnte durch eine oft arthroskopisch mögliche OP erweitert werden. Der entzündete Schleimbeutel könnte dabei entfernt werden und ein evtl. Riß der Rotatorenmanschette könnte genäht werden.

Insgesamt ist die Behandlung der Periarthritis oft langwierig, erstreckt sich über Wochen und ggf. Monate. Geduld ist daher angebracht. Wichtig ist, dass die Schulter beweglich bleibt!

Ich wünsche Ihnen gute Besserung.
Gerne helfe ich weiter bei noch offenen Fragen.
Wenn die Antwort hilfreich war, würde ich mich über eine Akzeptierung und eine positive Bewertung freuen.
---------------------
Rechtlicher Hinweis:
Diese Information kann nicht die Konsultation beim Orthopäden vor Ort ersetzen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Verantwortung für die Diagnose und Therapie trägt der behandelnde Arzt vor Ort, eine Haftung für diese allg. Information ist daher ausgeschlossen.
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sie haben die Antwort gelesen, aber noch nicht mit "Akzeptieren" honoriert. Es wäre nett, wenn Sie dies nachholen würden, oder haben Sei noch zu klärende Fragen, die ich gerne beantworten kann.
Zu Ihrer Frage nach Selbstbehandlung bzw. -Verhalten. Leider können Sie außer den Arm zu schonen und hin und wieder zu bewegen, damit keine Bewegungseinschränkung eintritt nicht viel unternehmen. Die vom Arzt anzugehende Therapie habe ich bereits beschrieben.
Ortho-Doc Nowi, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 1952
Erfahrung: Facharzt für Orthopädie; Sportmedizin, SG-Gutachten, 30 J. Praxis, Unfallchir., Reha, Chiroth. Akup.
Ortho-Doc Nowi und weitere Experten für Orthopädie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Besten Dank. Irgend ein Tipp, was man gegen eine Art Dauer-krampfartigen Schmerz macht, wenn man Nachts deswegen aufwacht?..

Beste Grüsse, PM

Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 4 Jahren.
Danke für die Akzeptierung.
Zu Ihrer Frage der Schmerzbekämpfung: Sie nehmen schon Tramadol, evtl. müssen Sie die Dosis steigern oder auf ein stärkeres Opioid umstellen, z.B. Valoron N, (1/3 mal stärker) oder Oxycodon oder Targin (30x stärkere Wirkung gg. Schmerzen, daher sorgfältige Dosiseinstellung vom Arzt, verschreibungspflichtig). Auch Dexamethason (Cortison) hilft sofort gegen Entzündung, putscht jedoch auf und ist daher für die Nacht nicht so geeignet, außerdem sollte dann ein Magenschutzmittel, z.B. Pantoprazol 20 mg/Tag oder Omeprazol 20 mg/Tag zusätzlich eingenommen werden. Besprechen Sie das bitte mit Ihrem Arzt.
Gute Besserung.

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