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Ortho-Doc Nowi
Ortho-Doc Nowi, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 2075
Erfahrung:  Facharzt für Orthopädie; Sportmedizin, SG-Gutachten, 30 J. Praxis, Unfallchir., Reha, Chiroth. Akup.
48582017
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Ortho-Doc Nowi ist jetzt online.

Hallo mein Schwiegervater hat seit Jahren einen steifen Hals,

Kundenfrage

Hallo mein Schwiegervater hat seit Jahren einen steifen Hals, mittlerweil läuft er auch gekrümmt, kann den Kopf nicht drehen, hat auch Probleme mit dem Kiefer beim Kauen. Bewegung ist stark eingeschränkt. Beim Drehen dreht sich der ganz Oberkörper mit. Die Ärzte können keine Ursache finden. Er war auch in der Uniklinik in Regensburg, die sagten eine seltene Muskelkrankheit melden sich aber nicht mehr und haben auch keinen Therapievorschlag gemacht. Es wird zunehmend schlimmer. Krankengymnastik und Massage erhält er seit Jahren. Gibt es Spezialisten an die ich mich wenden kann? Was sollen wir noch tun? Er ist erst 61Jahre und zu jung um bald zum Pflegefall zu werden. Meine e mail:[email protected] Lage ist echt ernst weil kompetente Ärzte fehlen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,
die Schilderung hört sich nach dem Krankheitsbild eines Morbus Bechterew an (auch Strümpel-Marie-Bechterew-Krankheit oder Spondylitis hyperostotica genannt). Der Rheumafaktor ist dabei negativ. Meistens ist jedoch der Gen-Faktor HLA-B27 positiv. Wurde dieser bestimmt?
Die Diagnose wird am ehesten auf Grund der Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule gestellt, die charakteristische Syndesmophyten zeigen. Zuerst sind die Iliosakralgelenke betroffen und versteifen.

Können Sie hier Röntgenbilder einstellen? Oder unter Google auf Picasa? Laden Sie ggf. das Bildbearbeitungsprogramm picasa von google herunter und laden Sie die Röntgenbilder hoch, dann teilen Sie mir den Link mit, sodaß ich die Bilder sehen kann.

Hier mein eigenes Album:

https://picasaweb.google.com/drnowak43/Rontgenbilder?feat=directlink

Gerne helfe ich weiter, wenn noch Fragen bestehen.
Wenn die Antwort eine Hilfe war, wäre es schön, wenn Sie durch Anklicken von "Akzeptieren" meine Bemühung honorieren würden.
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Die Antwort ersetzt nicht den Besuch beim Facharzt f. Orthopädie.


Ortho-Doc Nowi und weitere Experten für Orthopädie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke für die Akzeptierung. Ich möchte noch eine Korrektur anbringen: M.Bechterew wird besser übersetzt mit Spondylitis ankylopoetika.
Haben Sie versucht, Röntgenbilder unter picasa in Google einzusetzen?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo - habe die Röntgenbilder grade per e mail an just answer versandt. Wenn sie nichts taugen probiere ich es mit dem Googleprogramm.

Hier die Diagnosen vom Arztbrief aus der Uniklinik Regensburg:

1. Verdacht auf Myopathie neurogener Ätiologie, DD Minicor-Myopathie bei (ICD10:G72.9)

2. Myalgien im Bereich der Schulter-, Nacken- und beginnend im Bereich der Armmuskulatur

Befund:

Uns liegt nun der 2. Nachtragsbefund vor (EM-Nr. 10-224/A)

Elektromikroskopischer Befundbericht:

Skelettmuskel

Aus dem zur EM-Untersuchung zugewiesenen Paraffinblock wurden 6 Paraffininstanzen entnommen, deparaffinisiert und neu in Epon-Kunstharz eingebettet.

EM-mikroskopiert wurden representative Ultradünnschnitte von 3 Gewebeblöcken. In den Semi-Dünnschnitten überwiegend normalkalibrige Muskelfasern erkennbar, dazwischedn einzelne atrophe und auch im Querschnitt anguläre Fasern sichtbar. Ultrastrukturell zeigt sich in den meisten Fasern eine weitgehend regelrechte Sarkomerstruktur und peripher liegende Zellkerne oder besondere Inklusionen. In ca. 20% der Fasern macht sich eine z.T. multipel auftretende Störung der Sarkomerstruktur im Sinnde von fokalen Z-Bandstörungen, die sich zu größeren Läsionen im Sinne von unstrukturierten Minicors ausweiten. Mitochondrien anauffällig, Glykogen eher spärlich vorhanden, Lipid- bzw. Lipofuszin-Ablagerungen sind selten nachweisbar. Keine spezifischen Inklusionen sichtbar. Die Interstitiellen Blutgefäße weisen eine leicht verdickte Basalmembran auf, in den Endothelien keine TRI-Inklusionen nachweisbar. Negativer Erregernachweis, Amyloidfibrillen bzw. entzündlich-zellige Infiltrate kamen nicht zur Darstellung.

EM-Gutachten:

Elektronenmikrokopisch Skelettmuskel mit Nachweis multifokaler Störung der Sarkomerstruktur im Sinne von Z-Bandstörungen bin hin zu multiplen Minicors. Kein Anhalt für eine Einschlusskörper-Myositis bzw. Mitochondriopathie. In den endomysialen Blutkapillaren negativer Nachweis von TRI-Inklusionen, somit kein Anhalt für eine Dermatomyositis. Die hier in etwa 1/5 der Fasern nachgewiesene Z-Bandstörung deutet auf eine neurogene Ätiologie der Erkrankung hin oder es handelt sich hier tatsächlich um die seltene Minicor-Myopathie.

 

Vielleicht könnten sie mir den Arztbrief auch etwas übersetzen. Was halten sie davon? Er wurde entlassen mit einer Packung Diclofenac 75mg Tabletten ohne weiteren Therapievorschlag und Anweisung wie er damit umgehen soll.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

P.s. Nachtrag von ltzt. Frage: ohne Anweisung wie er mit der Krankheit umgehen soll

Vielen Dank schonmal im Vorraus. Ich werde dann gerne auch einen Bonus zusätzlich zahlen. Ich bin so froh wenn wir in der Geschichte erstmal weiterkommen.

Ich will jetzt nochmal einen Termin in Nürnberg bei Dr. Erbguth ausmachen für ihn, er ist damit einverstanden auch dass wir zusammen hingehen. Schließlich ist echt wichtig zu wissen was es genau ist, welche Therapien hilfreich sind, ob die Krankheit aufzuhalten oder evtl. zu heilen ist bzw. welche Zukunftsprognosen bestehen um sich darauf einzustellen.

Mit freundlichen Grüßen

K. Doms

Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag, habe Ihre Antwort erst heute morgen gelesen.
Wohin haben Sie die Röntgenbilddaten geschickt? Hier bei justanswer habe ich keine Bilder zur Ansicht erhalten. Am besten versuchen Sie es über Google und Picasa.

Zu dem elektronenmikroskopischen Befund ist folgendes zu sagen. Es wurden Veränderungen in der Struktur des Muskeleiweißes bei 20% der Muskelfasern gefunden, die auf eine angeborene genetische Veränderung hindeuten, daher wurde der Verdacht auf eine Minicor-Myopathie ausgesprochen. Wenn das zutrifft, hätte er eine ANGEBORENE genetisch bedingte Muskelerkrankung leichterer Ausprägung, da es sich dabei normalerweise um eine MUSKELSCHWÄCHE handelt, die bereits bei der Geburt besteht und Kleinkinder betrifft. Es handelt sich um eine sehr sehr seltene Krankheit! Irritierend für mich ist, dass Sie nicht von einer Muskelschwäche gesprochen haben, sondern von einer Versteifung!
Vielleicht hilft Ihnen das weiter:

http://www.uni-ulm.de/med/neuromuskulaeres-zentrum/schwerpunkt-muskelkanalopathien/central-core-und-multi-minicore-myopathie.html

Wenn es zutrifft, dass es diese Krankheit ist, fürchte ich, dass man da nicht viel therapeutisch machen kann. Am besten wenden Sie sich da an eine spezielle Institution, die sich mit neuromuskulären Erkrankungen befasst oder an eine Sehlbsthilfegruppe im Internet.
Zu heilen ist die Krankheit zur Zeit sicher nicht, da die Gen-Therapie noch nicht so weit fortgeschritten ist. Gerade jedoch auf dem Gebiet der Muskelgenetik wurde in den letzten Jahren die Genstruktur weitgehend aufgeklärt.

Am besten wäre es, wenn sich hier auch noch ein Neurologe dazu äußern würde, der ich speziell mit neuromuskulären Krankheiten befasst.

Ich hoffe, dass meine Ausführung Ihnen etwas geholfen hat. Sie können gerne weiter in Kontakt bleiben unter [email protected]

Mit freundl. Gruß









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