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weborthopaede
weborthopaede, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 551
Erfahrung:  Orthopädie und Unfallchirurgie, Akupunktur, Sportmedizin, Osteopathie
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weborthopaede ist jetzt online.

Ich ( weibl Jahrg.1955) habe am 1991 rechts eine H ftendoprothese

Kundenfrage

Ich ( weibl Jahrg.1955) habe am 1991 rechts eine Hüftendoprothese ( Titan - zementfrei) bekommen. Die linke Hüfte machte immer mehr Probleme, so dass ich mich im Marz diesen Jahres ebenfalls zu einer OP entschied. Das OP Resultat war nach Aussage meines Operateurs optimal (Kurzer Schaft - Knochenbeschaffebheit ok - zementfrei) nur mein opereiertes Bein war zwei cm länger als das Rechte. Ich war maßlos enttäuscht, aber mein Operateur erklärte mir, dass er das linke Bein bewußt länger gelassen habe, weil er mich unbedingt noch in diesem Jahr rechtsseitig operieren möchte, da er laut Röntgenbild bereits eine Lockerung festgestellt habe. Mein Orthopäde war allerdings nichtseiner Ansicht... ich solle mich erst dann operieren lassen, wenn ich Beschwerden habe. Ein Szinthigramm hat ebenfalls die Festigkeit der 20 Jahre alten Hüfte bestätigt. Soll ic h mich operieren lassen, damit meine Beine wieder gleich lang sind...oder soll ich mit einer besch...Schuherhöhung leben.
Ich bin Dankbar für einen Ratschlag
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  MustermannX1 hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Tag, gerne beantworte ich Ihre Frage kann hier allerdings nur allgemein beraten.

Das ist tatsächlich eine sehr unbefriedigende Situation.

1. Wenn Ihr Operateur einen solchen Plan hat (Am OP-Ende eine Beinlängendifferenz), dann muß er das vorher mit Ihnen besprechen, sonst liegt auf jeden Fall ein Behandlungsfehler vor (selbst wenn dies medizinisch sinnvoll wäre).

2. In eine OP sollte man nur gehen, wenn man dazu "gezwungen " ist, da jede OP Risiken mit sich bringt (Mißlingen der OP, Narkoserisiken bei Vorerkrankungen). Wäre es in Ihrem Fall tatsächlich so, daß eine Fehlfunktion der alten Endoprothese absehbar ist und Sie hätten fortschreitende Erkrankungen, die das Anästhesierisiko Jahr für Jahr immer höher werden lassen, könnte man sich für die Strategie des frühen Austausches entscheiden. Ob die Strategie gut war, weiss man aber erst hinterher. (Dieses Abwägen ist ein Teil der ärztlichen Kunst).

3. Gehen Sie den Weg, der für Sie akzeptabler erscheint. Beraten Sie sich mit Ihrem Hausarzt, der alle Ihre gesundheitlichen Belange kennt. Sie müssen wählen zwischen dem Risiko der Austausch-OP (Narkoserisiko hängt von Vorerkrankungen ab, Zweit-OPs haben generell ein höheres OP-Risiko) mit dem hoffentlich sich einstellenden Komfort, keine Schuherhöhung tragen zu müssen und dem sicheren aber unkomfortablen Zustand wie er jetzt ist. Lassen Sie sich über Ihr individuelles OP-Risiko aufklären und wägen Sie ab, ob es Ihnen das Wert ist. (Die Entscheidung muß der mündige Patient heute selber treffen.)

Eine andere Frage ist, ob Sie das Vorgehen Ihres Operateurs so hinnehmen wollen...

Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,
ich darf als Orthopäde einmal zu Ihren Fragen Stellung nehmen:
1.) Eine Beinverkürzung von 2 cm ist keine Indikation für die OP der anderen Seite, da im Voraus niemals festgelegt werden kann, wie lang das andere Bein nach einer OP sein wird. Auch bei genauer präoperativer Planung am Röntgenbild kann immer nur während der OP entschieden werden, wie lang der Hals der künstlichen Hüft-TEP sein muß, damit genug Muskelspannung vorhanden ist und die Hüftendoprothese nicht zur Luxation neigen wird. Eine OP hängt von vielen Faktoren ab, die nicht alle präoperativ einzukalkulieren sind.

2.) Der Verbleib einer Hüft-TEP über einen Zeitraum von 20 Jahren ist bereits eine sehr lange Zeit, in der die Kunststoffpfanne normalerweise verschlissen ist. Normalerweise rechnet man mit einem durchschnittlichen Zeitraum von 15 Jahren für eine funktionierende Hüft-TEP. Sie müssen also abwägen, ob Sie sich bereits jetzt für eine Re-OP entscheiden oder ob Sie abwarten und in 1 bis 2 Jahren bei vielleicht schlechterer Gesundheit die OP wagen wollen.

Gute Besserung und viel Glück bei einer evtl. OP.
Gerne helfe ich weiter, wenn noch Fragen bestehen. Wenn die Antwort eine Hilfe war, wäre es nett, wenn Sie mit "Akzeptieren" honorieren würden. Sie können auch nach dem Honorieren noch Fragen zum Thema stellen.
Experte:  weborthopaede hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,
also als Operateur wird mir nur schlecht, wenn ich das hier lese.

1. Die Beinlängendifferenz nach der Operation ist eine Komplikationsmöglichkeit, die vor jeder Operation besprochen wird und werden muss!!!
ABER ich habe noch nie gehört, dass ein Operateur ein Bein bewusst schon 2 cm länger macht (denn das ist schon ausserhalb der Norm, da bis 1 cm schon mal vorkommen kann). Hier muss sich intraoperativ ein Proble ergeben haben oder die OP Planung war nicht korrekt!!!

2.Ein Hüft TEP Wechsel wird nur durchgeführt, wenn Sie Schmerzen haben, das Implantat versagt oder pathologische Veränderungen vorhanden sind. Und nicht sofort, damit die Beine wieder gleich lang sind oder Sie in 2 Jahren in einem schlechterem allgemeinen Zustand sind. Was würden Sie machen, wenn die OP komplett schief geht, Sie Schmerzen haben und ggf nicht laufen können. Dann waren Sie in einem Guten Zustand und die Op hat alles schlechter gemacht. NEIN.

OP, wenn die Indikation dafür ganz klar ist und nicht weil der OP Plan gefüllt werden muss.

Haben Sie noch Fragen, falls ja, lassen Sie es mich wissen. Sonst besprechen Sie das mit dem Orthopäden vor Ort und gute Besserung. Diese Antwort ist keine persönliche Empfehlung und ersetzt nicht den Besuch beim Arzt. Wenn Sie zufrieden sind, wäre es nett, wenn Sie mit "akzeptieren" honorieren

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