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weborthopaede
weborthopaede, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 551
Erfahrung:  Orthopädie und Unfallchirurgie, Akupunktur, Sportmedizin, Osteopathie
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich bitte um Ihre Hilfe bez glich

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte um Ihre Hilfe bezüglich einer Entscheidung. Mir wurde am13.1. folgende Diagnose nach Kernspinbesuch gestellt:
Fraktur (nicht mehr ganz frisch) im Bereich des lat. Tibiaplateaus dorsal mit leichter
"Absenkung" des Plateaus dorsal (bisher noch keine knöcherne Konsoldierung: kontrollbedürftig). Meniskuskontusion des Außenminiskus. Meniskusdegeerationen bis Grad
II des Innenmeniskus. Z. n. Zerrung des vorderen Kreuzbandes. Hinteres Kreuzband intakt.
Keine Kreuzbandruptur. Kniegelenkerguß (DD: z.B. hämorrhagische Komponente). Keine
Baker-Zyste. Keine Plic sup. und keine Plica medio.Kollateralbänder intakt. Knochenmarködeme in der prox. Tibiaepimetaphyse lateralseitig und umschrieben ventral in der dist. Femurepiphyse. Cireumseripte Chondromalazie bis Grad III - IV (intercondylär ventral) und bis Grad I - II um den med. Femurkondylus. Minusvariante der med. Patellafacette. Subluxationsstellung der Patella nach lateral. Chrondromalazie bis Grad III - IV retropatellar. Retopatellararthrose. Retinaculae intakt.
So das war der Befund: Jetzt möchte ich bitte von Ihnen wissen, ob der Bruch von selbst heilen kann und falls ja, wie lange das dauern würde und was ich dann beachten müsste. Falls nicht, welche OP-Formen gibt es; wie sehen die Erfolgschancen aus; wie lange falle ich aus bzw. wie lange wäre ein KH-Aufenthalt bzw. eine Reha und last but not least: die
wichtigste Frage überhaupt. Ist eine OP nicht zu umgehen, wo könnte operiert werden, d.h. welche Kliniken haben damit Erfahrung? Sehr viele Fragen ich weiß, aber für mich ist seit dem 13.1. eine Welt zusammen gebrochen. Ich bin 57 Jahre lebe in Schwabach bei Nürnberg.
Vielen herzlichen DANK für Ihre kompetente Antwort und noch einen wunderschönen
Abend
wünscht Ihnen Eva Maria Polster
PS: Ganz vergessen habe ich Ihnen zuschreiben wie der Unfall passiert ist: Ich bin am 10.12.2010 auf einer Eisplatte ausgerutscht und habe mir das Knie förmlich abgedreht: Am 14.12. habe ich das 1.Mal einen Orthopäden bei uns aufgesucht, der jedoch auf dem
Röntgebild gar nichts feststellen könnte. Dann kamen die Weihnachtsfeiertage und am 4.1.2011 war ich dann zum 2. Mal bei meinem Orthopäden vorstellig. Den Termin erhielt ich erst am 13.1. für die Kernspin Untersuchung.
Ich hoffe, ich habe keine weitere Info vergessen!
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  weborthopaede hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend Frau Polster,
der Bruch wird - wenn Sie komplett entlasten- von alleine heilen. Jedoch wird die im MRT dargestellte Stufe verbleiben. Mittlerweile sind 5 Wochen vergangen und anscheinend haben Sie bisher keine notwendige Entlastung unter Thromboseprophylaxe durchgeführt.
Eine Entlastung würde ich bei meinem Patienten für 6-8 Wochen durchführen und dann eine MRT Kontrolle.

Aber, es gibt ein Problem: Sie haben anscheinend eine Stufe im Tibiaplateau (Schienbeinplateau). Diese ist hinten aussen lokalisiert und kann durch die verdrehung des Kniegelenkes zustande gekommen sein mit der erlittenen Kreuzbandzerrung. Normalerweise zeigt sich solche Begleitverletzung nur bei einer Kreuzbandruptur.

Ich kann leider nicht beurteilen, wie stark die Gelenkstufe ist und ob Sie überhaupt in der Belastungszone liegt.
Liegt diese in der Belastungszone, sollte die Stufe wieder aufgebaut werden. Dazu wird der Knochen angehoben und mit einer Platte gehalten. Das bedeutet dann wieder mindestens 6 Wochen Entlastung an Unterarmgehstützen.
Eine REHA ist aber nicht erforderlich , sondern der weiterbehandelnde Orthopäde wird Ihnen ausreichend Krankengymnastik verschreiben.

Nebenbefundlich haben Sie ja auch schon einen deutlichen Knorpelschaden hinter der Kniescheibe und geringeren Außmasses auf der Innenseite. Daher muss dieser Bruch vernünftig behandelt werden, sonst wird dies aussenseitig auch zu einem vermehrten Knorpelschaden führen, wenn die Gelenkstufe im Belastungsbereich liegt.

Dies kann ich jedoch nich von hier beurteilen. Sinnvoll ist daher, dass Sie sich in einer Abteilung für Unfallchirurgie vorstellen. All diese haben mit solchen Verletzungen Erfahrungen.
Da würde ich das Klinkum in Nürnberg oder in Regensburg empfehlen.

http://www.klinikum-nuernberg.de/DE/ueber_uns/Fachabteilungen_KN/kliniken/unfall/index.html

http://www.uniklinikum-regensburg.de/kliniken-institute/unfallchirurgie/Allgemeine_Informationen/Kontakt/index.php


Haben Sie noch Fragen, falls ja, lassen Sie es mich wissen. Sonst besprechen Sie das mit dem Orthopäden vor Ort und gute Besserung. Diese Antwort ist keine persönliche Empfehlung und ersetzt nicht den Besuch beim Arzt. Wenn Sie zufrieden sind, wäre es nett, wenn Sie mit "akzeptieren" honorieren