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Ortho-Doc Nowi
Ortho-Doc Nowi, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 2126
Erfahrung:  Facharzt für Orthopädie; Sportmedizin, SG-Gutachten, 30 J. Praxis, Unfallchir., Reha, Chiroth. Akup.
48582017
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Ortho-Doc Nowi ist jetzt online.

Guten Abend! Ich w rde mich sehr ber einen Rat freuen und

Kundenfrage

Guten Abend! Ich würde mich sehr über einen Rat freuen und bedanke XXXXX XXXXX schon im vorraus. Seit 6 Monaten habe ich sehr starke Schmerzen an der Hüfte,welche sich bis zum linken Bein ausbreiten. Ohne ein röntgenbild wurde vom meinem Arzt eine Therapie zur Muskelverstärkung verschrieben - Hüftmuskel, Pilates und Yoga. Während der Behandlung hatten sich die Schmerzen gemildert, allerdings nach ein paar Stunden wieder verschlimmert. Ich habe 6 Monate lang keine Schmerzmittel genommen und immer eine Schonhaltung eingenommen, mit der Hoffnung, dass eine Besserung eintrifft. Letzte Woche waren die Schmerzen so stark und mein linkes Bein wurde leicht taub und ein kribbeln traf ein, sodass ich ins Krankenhaus ging, dort wurde eine MRT durchgeführt und die Diagnose ist ein schwerer Bandscheibenvorfall, eine Op wurde mir empfohlen. Derzeit nehme ich starke Schmerzmittel, die eine Suchtgefahr haben. Tramadolor, Tetrazepam und Diclofenac. Die Schmerzen sind dadurch abgeklungen. Gestern habe ich einfach mal die morgendliche Tablette (Tramadolor) weggelassen um zu sehen ob ich es aushalten kann. Nach ein paar Stunden hatte ich wieder sehr schmerzen inkl, kribbeln und Schmerzen im Bein. Ich möchte auf Schmerzmittel verzichten, aber ohne sie geht es auch nicht. Jetzt habe ich vom Krankenhaus 6 Wochen bedenkzeit bekommen, ob ich mich für die Op entscheiden. Ich habe mich ein wenig über das Titan-Implantat informiert und eigentlich positive Ressonanzen gehört. Ich weiß im Moment wirklich nicht weiter, was besser ist. Würden sie mehr zu einem Titan-Implantat raten oder zur gängigen Bandscheiben-Operation. Die Schmerzen belasten mich enorm, beruflich und auch familiär. Die Medikamenteneinnahme ist auch deine Dauerlösung, wegen der Suchtgefahr und der Übelkeit. Ich würde mich freuen, wenn ich von ihnen Rat erhalten würde. Liebe Grüße und herzlichen Dank. E.C
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  weborthopaede hat geantwortet vor 6 Jahren.
Einen guten Morgen,
ich kann es nicht glauben, dass Sie bisher nur Medikamente bei dieser Diagnose bekommen haben.
Wenn ein BSV diagnostiziert wurde, dann ist das noch längst keine OP Indikation!!!!!!!!
Solange Sie keine Ausfälle (lähmungen/starke Taubheitsgefühle) haben, sollte eine OP auf jeden Fall vermieden werden und zunächst eine adäquate Therapie erfolgen. Diese sieht in meinen Augen wie folgt aus:

1. orale Schmerzmedikamente (bekommen Sie)
2. PRT (das sind Spritzen mit geringen Kortisongaben an den eingeengten Nerv unter radiologischer Kontrolle-meist CT)
3. intensive Krankengymnastik

Unter dieser Therapie werden die meisten Patienten beschwerdefrei.

Bleiben dennoch Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum und sind nicht mehr erträglich oder es stellen sich Lähmungen ein, dann kann ggf. sollte über eine Op nachgedacht werden. Bei relevanten Lähmungen ist eine OP auf jeden Fall notwendig.

OP: auf keinen Fall irgendwelche Implantate, wenn dies zu vermeiden ist, sondern es sollte eine minimal invasive OP methode gewählt werden, damit das OP Trauma so gering wie möglich gehalten wird.

Haben Sie noch Fragen, falls ja, lassen Sie es mich wissen. Sonst besprechen Sie das mit dem Orthpäden vor Ort.
Dieser Antwort ist keine persönliche Empfehlung und ersetzt nicht den Besuch beim Arzt. Wenn Sie zufrieden sind, wäre es nett, wenn Sie mit "akzeptieren" honorieren.
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Tag,

wenn die Spritzen und die Behandlung mit PRT an die Nervenwurzel nicht zu einer wesentlichen Besserung führen, würde ich Ihnen zu einer konventionellen (mikrochirurgischen) Bandscheibenop. raten, bei der die Nervenwurzel freigelegt und vom Druck durch die vorgefallene Bandscheibe befreit wird. Das reicht in den meisten

Fällen aus, die Schmerzen zu lindern. Solange keine Lähmung vorhanden ist, braucht überhaupt nicht operiert werden, es besteht nur eine relative OP-Indikation. Sobald jedoch eine Lähmung vorhanden ist, besteht eine sofortige Indikation zur Operation! (Zehenspitzen- und Fersengang prüfen!)

 

Wichtig ist, ob durch diese OP genug Platz für die Nervenwurzel geschaffen wurde. Es kann sein, dass durch den Bandscheibenvorfall und das ausgetretene Bandscheibengewebe der Raum zwischen den Wirbelkörpern sehr niedrig geworden ist, sodass es sinnvoll wäre, den Raum zwischen den Wirbelkörpern mit einer künstlichen Bandscheibe oder einem Platzhalter (Spacer) wieder zu erhöhen, sodass auch für die Nervenwurzel wieder mehr Platz ist. Ob das sinnvoll ist, sollte der operierende Neurochirurg entscheiden an Hand der NMR- und Röntgenbilder.

Das kann ich von hier aus nicht entscheiden. Es kommt auf die anatomischen Verhältnisse im Einzelfall an. Die OP ist etwas größer, aber die Technik ist heutzutage ausgereift. Ich habe viele PatientenInnen in der Rehaklinik gesehen, die damit sehr gut zurechtkamen und weitgehend beschwerdefrei waren.

 

Ich wünsche Ihnen gute Besserung. Viele Grüße

Falls noch Klärungsbedarf besteht, beantworte ich gerne weitere Fragen.

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