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Orthopäde_Ddorf
Orthopäde_Ddorf, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 864
Erfahrung:  Orthopädie, Osteopathie, Akupunktur, Sportmedizin, Chirotherapie, spezielle Schmerztherapie
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Orthopäde_Ddorf ist jetzt online.

guten abend,habe folgende beurteilung einer kernspintomographie

Kundenfrage

guten abend,habe folgende beurteilung einer kernspintomographie des rechten knies nativ erhalten:
schrägverlaufender riss im hinterhorn des innenmeniskus mit perforation der tibialen meniskusoberfläche. darüberhinaus disloziertes meniskusfragment interkondylär caudal des hinteren kreuzbandes gelegen am ehesten aus der pars intermedia des innenmeniskus stammend i.s. eines korbhenkelrisses. aussenmeniskus intakt.

der arzt hat mir gymnastik empfohlen.... habe schmerzen die sich langsam aber stätig seit einigen jahren verschlimmern. Ist der schaden nun ausschliesslich operativ zu beheben ( wenn überhupt) oder gibt es alternativen? Bin 41 jahre alt und habe stehenden beruf. KXXXXX XXXXXm hohe absätze tragen, geschweige denn damit tanzen ;-) und wenn ich treppe runter gehe höre ich meine eigene knie klappern....
Drei jahre bevor mann den meniskus diagnostizierte, stellte man in beiden knien artrose fest. Habe dagegen glykosamin genommen und jetzt hyalurosäure...bringt das was???
Über eine antwort wurde ich mich sehr freuen´,
schönen gruss, paulina copf
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Frau Copf,

Sie haben einen sogenannten Korbhenkelriß des Meniskus, d.h. der Meniskus ist in der Mitte gerissen und umgeschlagen wie der Henkel von einem Korb. Dieser Schaden ist nur durch einen operativen Eingriff zu beheben, z.B. auch durch eine Arthroskopie, bei der nur zwei kleine Einstiche erforderlich sind und der ambulant durchgeführt werden kann.

Dabei kann auch das restliche Kniegelenk besichtigt werden und beurteilt werden, wie der Knorpel aussieht. Ist die Arthrose noch nicht zu weit fortgeschritten, hilft auch Hyaluronsäure (z.B. Präparat: Ostenil, jede Woche 1 Injektion, insgesamt 5x). Knorpelzellen sollten jedoch noch vorhanden sein, damit sich der Knorpel regenerieren kann. Wenn Knochen auf Knochen reibt und der Gelenkspalt auf dem Röntgenbild aufgehoben ist, hilft auch keine Hyaluronsäure mehr, sondern nur noch die Implantation eines künstlichen Gelenks, sog. Schlittenendoprothese (halb) oder Totalendoprothese. Damit haben Sie dann eine Chance wieder schmerzfrei gehen zu können. Das sollte aber wirklich nur die letzte Möglichkeit sein, denn mit 41 scheinen Sie mir dafür noch zu jung zu sein. Die konservativen Möglichkeiten sollten erst einmal alle ausgeschöpft sein. Ein künstliches Gelenk hält schließlich nur ca. 15 Jahre durchschnittlich, kann dann aber ausgewechselt werden. Sie sollten die OP jedoch soweit wie möglich auf später verschieben.

 

Wenn der Meniskusschaden nicht saniert wird, droht eine weitere Verschlimmerung und eine Zunahme der Arthrose. Es ist also ratsam, eine Arthroskopie durchführen zu lassen. Gymnastik allein wird wohl nicht helfen!

 

Gute Besserung und viele Grüße

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Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 7 Jahren.
Liebe Frau Copf,
wenn man nur den MRT Befund liest, dann kommt einem als Arzt nur folgendes in den Kopf: Ab in den OP!!!!!
Aber man operiert keine Röntgen oder MRT Bilder sondern Menschen.
Wenn Sie keine Beschwerden haetten, dann würde ich auch nur die Krankengymnastil unterstützen. Aber wenn Sie Schmerzen haben, die IHRE LEBENSQUALIÄT mindert, dann sollten Sie auch nicht zu lange auf den Eingriff warten, DENN der Innenmeniskus ist stark geschädigt und das Fragment kann sich lösen und dann zu einer Blockierung des Gelenkes führen. Des weiteren kann der kaputte Innenmeniskus zu einem stärkeren Abrieb des Knorpels führen und somit wird das Fortschreiten der Arthrose beschleunigt.
All dieses sind Gründe für eine Arthrokopie (Gelenkspiegleung) um den Meniskus zu glätten und den verletzten Teil zu entfernen.
Das Thema mit dem Glucosamin wird heiss gekocht. Auf Fortbildungen und Kongressen wird darüber sehr kontrovers diskutiert. Letztendlich kommt man überein, dass Glucosamin und Chondroitin (zeitversetzt einzunehmen) für ein halbes Jahr ausprobiert werden sollte und wenn es hilft, dann fortsetzen, ansonsten nie mehr dafür Geld ausgeben. Die Infiltration von Hyaluronsäure hat sich dagegen in der Arthrosetherapie etabliert. Es gibt derzeit um die 30 Präparate, von einer einmaligen bis zu 5 Injektionen. Diesbeüglich wird Sie der Orthopäde umfassen aufklären. JEDOCH baut es keine Knorpel auf, sondern kann den Abbau verlangsamen. ES gibt nichts, was den Knorpel aufbaut. Sonst hätte ich es.
Wie der Kollege richtigerweise angemerkt hat, macht Hyaluron und Glucosamin keinen Sinn, wenn auf der Röntgenbildaufnahme im Stand des Kniegelenkes kein Gelenkspalt mehr vorhanden ist. DENN wo kein Knorpel ist- denn der Gelenkspalt repräsentiert den Knorpelstatus- hilft auch kein Schutz deselben mehr. Das ist wie mit den Haaren auf den Kopf. Wenn eine volle Glatze vorhanden ist, dann können Sie auchnichst mehr machen.
Gern helfe ich weiter, haben Sie noch Fragen, ansonsten
Sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden darüber.
VG und gute Besserung,
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Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 7 Jahren.
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