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Ortho-Doc Nowi
Ortho-Doc Nowi, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 1952
Erfahrung:  Facharzt für Orthopädie; Sportmedizin, SG-Gutachten, 30 J. Praxis, Unfallchir., Reha, Chiroth. Akup.
48582017
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Ich bin 55 Jahre alt und habe seit meinem 19. Lebensjahr nach

Kundenfrage

Ich bin 55 Jahre alt und habe seit meinem 19. Lebensjahr nach einem Sportunfall ein instabiles Kniegelenk. Nun ist an der Knie-Innenseite die Arthrose weit fortgeschritten und die Kreuzbänder teilweise eingerissen. Ein Orthopäde rät zur Teilprothese (Schlitten). Die Materialien der Prothesen halten immer noch nicht länger als 10 Jahre.

Trotz der fortgeschrittenen Arthrose habe ich wenig Schmerzen im Knie. Allerdings blockiert das Knie gelegentlich für ein paar Stunden und schwillt nach Rotationsbelastungen auch häufiger mal an.

Sollte ich die OP jetzt durchführen lassen, oder ist das Hinauszögern sinnvoll, um die möglicherweise mehrfache Ersatz-OP für das Prothesenmaterial zu verringern?
Führt das Hinauszögern zu druckbedingten Knochendeformationen, die spätere OP's erschweren?

Beste Grüße und Dank im Voraus
Jürgen Fiedler
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Lieber patient,
es ist schon möglich Schlittenprothese zu implnatieren und diese halten auch schon mal 19 Jahre, aber manche auch nur 3-5..
ES gibt 4 Stadien: in den Stadien 1-3 ist noch Knorpel vorhanden und es dann macht Sinn eine Arthrostherapie mit Hyaluronsäure einzuleiten. Dabei wird diese in das gelenk injiziert. Diese Therapie hat sich zur Behandlung der Arthrose etabliert. Knorpel kann damit leider nicht aufgebaut werden- gibts derzeit nicht , ausser Knorpelzellzüchtung und verpflanzung bei kleinen Defekten und jungen Patienten- jedoch wird der Abbau verlangsamt.
Im Stadium IV gibt es kein Knorpel mehr, der geschützt werden kann. Der Knochen liegt frei. Im Röntgenbild unter Belastung ist der Gelenkspalt aufgehoben, da dieser den Knorpelstatus repräsentiert. Viel Knorpel= hoher Gelenkspalt.
Ich gebe meinen Patienten einmalig Kortison hinzu zur Schmerz- und Ergussreduktion.
Wenn die Beschwerden die Lebensqualität deutlich mindert und der Knorpelschaden deutlich ist, kann über 2 operative Verfahren diskutiert werden:
1. eine Umstellungsosteotomie, bei der die Belastung -wenn der schaden medial liegt- auf die laterale (aussen) Seite verlagert wird; jedoch 12 Wochen Ent- bis Teilbelastung des betroffenen Beines
2. eine Schlittenprothese, wenn nur der mediale Anteil betroffen ist. Es wird dann der innere Gelenkanteil mit einem künstlichen Knie ersetzt.
Ist jedoch auch noch der äussere Anteil betroffen, dann geht weder 1. noch 2.
dann ist es sinnvoller bei Verlust der Lebensqualität ein künstliches Knie zu implantieren. Ist der äussere Anteil in Ordnung? Des weiteren ist es wichtig zu wissen, wie stabil das vordere Kreuzband ist. Ist keine Stabilität mehr vorhanden macht die Umstellung gar keinen Sinn und der schlittenersatz wird sicherlich auch nicht zu lange halten. Für eine schlittenprothese sollte das vord Kreuzband , der Knorpel lateral und hinter der Kniescheibe in ordnung sein.
Entscheidend Sind aber wirklich Ihre Beschwerden. Noch Lebensqualität und noch Gelenkspalt im Röntgen unter Belastung, dann Hyalurontheapie, TENS, Akupunktur und Schuhaussenranderhöhungen.
Gern helfe ich weiter, haben Sie noch Fragen, ansonsten
Sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden darüber.
VG und gute Besserung,
wenn diese info hilfreich war, bitte mit " akzeptieren" honorieren. Diese allgemein Info ersetzt nicht die Untersuchung vor Ort oder in meiner Praxis

Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Fiedler,

da Sie schreiben, dass das vordere Kreuzband bereits eingerissen ist, gehe ich davon aus, dass das Kniegelenk bereits instabil ist und neben der medialen Gonarthrose die beschriebenen Symptome wie Gelenkerguß und Schmerzen sowie Blockierung verursacht. Wenn die Beschwerden so groß sind, dass Ihre Lebensqualität dadurch stark eingeschränkt ist, rate ich Ihnen zur Implantation einer Knie-Totalendoprothese, bei der das vordere Kreuzband sowieso mit entfernt wird. Durch die Art der Totalendoprothese wird das Knie wieder stabilisiert!

 

Wenn nur eine halbe Schlittenendoprothese durchgeführt wird und das Kreuzband instabil ist, kann es passieren, dass Sie damit nicht glücklich werden!

 

Zur Frage der Haltbarkeit ist zu sagen: Je nach Beanspruchung und Knochenqualität halten die Endoprothesen auch mal 20 Jahre, wenn nicht, kann die Knie-Endoprothese normalerweise ohne große Probleme ausgetauscht werden.

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute

++++++++++++++++++++++++++++++++

Wenn die Antwort eine Hilfe war, bitte mit "Akzeptieren" zu honorieren.

 

Ortho-Doc Nowi, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 1952
Erfahrung: Facharzt für Orthopädie; Sportmedizin, SG-Gutachten, 30 J. Praxis, Unfallchir., Reha, Chiroth. Akup.
Ortho-Doc Nowi und weitere Experten für Orthopädie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

So weit vielen Dank.

 

Es liegt bereits das Stadium IV vor, d. h. der Gelenkspalt der medialen Kondyle ist nicht mehr sichtbar. Konservative Therapien sind nicht mehr approbat. Es gibt bereits Wulstansätze, also Knochenverdichtungen, an den Gelenkrändern.

 

Meine Befürchtung, die erforderliche OP wegen der begrenzten Lebensdauer der Prothese hinauszuzögern, liegt in der Angst, dass die Veränderungen durch den bestehenden Druck auf die Knochen (Osteoblasten agieren auf Druck, wenn ich mich richtig erinnere) so intensiv werden könnten, dass ein komplett künstliches Gelenk später nur schwerer, oder gar nicht mehr einzubringen wäre.

 

Die Entscheidung können Sie mir natürlich nicht abnehmen, aber wenn Sie doch bitte noch auf die Möglichkeit von Kallosen oder gar Osteoblastomen, bzw. auf Spätfolgen fortgeschrittener Arthrose eingehen könnten?

 

Vielen Dank,

Patient

Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Fiedler,

also die Bedenken, dass infolge Zuwartung um einige Jahre (wieviel?) später keine Knie-TEP mehr implantiert werden kann, habe ich eigentlich nicht.

 

Eine andere Sache ist, ob durch weiteres Zuwarten die degenerativen Veränderungen sich so auswirken, dass eine Verkürzung der Sehnen und Muskeln eintritt und das Kniegelenk dann nicht mehr voll gestreckt werden kann! Diese Gefahr besteht eher und dann wären Sie mit dem Ergebnis einer Operation nicht zufrieden.

 

Fazit: Ich denke, dass bei dieser fortgeschrittenen Gonarthrose der richtige Zeitpunkt für die Implantation einer Totalendoprothese gekommen ist.

 

Ich hoffe, Ihnen hiermit geholfen zu haben. Vielen Dank für die Akzeptierung und viele Erfolg mit einer evtl. OP.

 

 

Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Lieber Patient,
als Operateur kann ich Ihnen folgendes mitteilen, auch wenn Sie bisher nicht mit meiner Antwort zufrieden waren.
GradIV: Kein Knorpel mehr, dann kein Hyaluron, Wulstansätze (Osteophyten) sind kein Hinderungsgrung für eine Hyaluronsäuretherapie ebenso wie die Sklerose (Knochenverdichtung). Ist dagegen der Gelenkspalt unter Belastung im Röntgenbild aufgehoben, dann keine Hyaluron.
Apropos Hinauszögern: Ich empfehle meinen Patienten, so lane wie möglich-bei vorhandener Lebensqualität mit dem EIGENEN Knie herumzulaufen. Man verpasst nichts, wenn regelmässig der Bandapparat kontrolliert wird. Leiert das Kniegelenk aus, kann naemlich kein Oberflächenersatz (doppelschlitten) mehr eingebaut werden und nur eine geführte Prothese. Entscheiden Sie sich jahre später zum Eingriff und der Seitenbandapparat ist intakt, dann wird es kein Problem sein, das Kne einzubauen, die knöchernen Veränderungen machen einem erfahrenen Operatuer gar keine Probleme.
Daher solange wie möglich warten, immer kontrollieren lassen. Denn wenn Sie sich derzeit operieren lassen, TEP Dauer sagt man ca 15 Jahre, dann erleben Sie mind. 2 Wechsel. Und glauben Sie mir. Einen Wechsel geht nicht so einfach und kein Patient freut sich darauf. Gonarthrose hin oder her. DAs sind nur Befunde....Röntgenbild oder MRT und operiert werden in meinen Augen immer noch Menschen.
Gern helfe ich weiter, haben Sie noch Fragen, ansonsten
Sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden darüber.
VG und gute Besserung,
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Verändert von Orthopäde_Ddorf am 01.11.2010 um 13:43 Uhr EST

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