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Orthopäde_Ddorf
Orthopäde_Ddorf, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 864
Erfahrung:  Orthopädie, Osteopathie, Akupunktur, Sportmedizin, Chirotherapie, spezielle Schmerztherapie
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Orthopäde_Ddorf ist jetzt online.

Thema Arthrose Ich leide seit l ngerem an einer Daumensattelarthrose&qu

Kundenfrage

Thema "Arthrose": Ich leide seit längerem an einer "Daumensattelarthrose", zu nehmend auch an jeweils dem 3. Finger einer Hand an arthrotischen Veränderungen.
Des weiteren ist ein Knorpeldefekt am linken Fuss festgestellt worden (MRT).
Seit einigen Monaten stelle ich Probleme in der linken Leiste fest und auch an der linken Aussenseite.
Ich suche nicht nach einer Operationsmöglichkeit, sondern nach einer Alternative, um evtl. die Degeneration zu "stoppen". In kurzen Abständen zeigen sich mir an den Handgelenken geplatzte Äderchen, die sich zu einem Bluterguss erweitern - aber der Erguss ist nach einem Tag wieder verschwunden. In entsprechender Lektüre habe ich gelesen, daß diese "Anzeichen" auch auf Arthrose hindeuten und dann evtl."ein neuer Schub bzw. ein weiterer Abbau des Knorpels stattfindet.
Ich würde mir gerne Hyaluron spritzen lassen in allen angegriffenen Gelenken oder aber auch Eigenblut.
Gibt es evtl. noch andere Möglichkeiten? Die entstehenden Kosten wären sekundär.
Ich habe mir auch schon Knorpelspritzen aus embryonalen Schafzellen spritzen lassen und hatte dabei insbesondere im Daumensattelgelenk ein gutes Ergebnis erzielt.
Über eine qualifizierte Antwort würde ich mich sehr freuen.
Frau Barbara v. Borstel
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Frau v. Borstel,

die von Ihnen geschilderten Symptome deuten auf eine Polyarthrose hin, die meistens auf einen Erbfaktor hinweist. Hatten Ihren Eltern ebenfalls damit zu tun?

Ihre Überlegung, sich Hyaluronsäure spritzen zu lassen, führt schon in die richtige Richtung! Ich habe in meiner langen Praxistätigkeit sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Das Präparat "Ostenil" kann ich daher empfehlen, es sind nie Komplikationen danach aufgetreten. Für die kleinen Gelenke (Daumensattelgelenk und Fingergelenke) reicht sogar eine sog. "Ostenil-mini"-Injektion, die entspr. günstiger ist. Für die kleinen Gelenke reichten 2 bis 3 Inj. im Abstand von je einer Woche, für die großen Gelenke sind 3 bis 5 Inj. ins gesamt erforderlich.

 

Auch in das Hüftgelenk kann (am besten von der Seite mit einer langen Kanüle) Ostenil injiziert werden, denn ich befürchte, dass die von Ihnen geschilderten Schmerzen in der Leiste das erste Symptom einer beginnenden Hüftgelenkarthrose sind. Sind die Hüftgelenke geröntgt worden? Wenn nicht, lassen Sie das bitte durchführen.

 

Die geplatzen Äderchen sind m.E. nicht im Zusammenhang mit einer Polyarthrose zu sehen. Sie kommen vor bei Gefäßschäden und Gerinnungsschäden (z.B. Marcumareinnahme, Hypertonie u.a.)

 

Schön, wenn Ihnen die Spritzen aus embryonalen Schafzellen geholfen haben, Konrad Adenauer soll sie ja auch bekommen haben und der ist bekanntlich sehr alt geworden. Es gibt jedoch auch Berichte über tödlich verlaufende anaphylaktische Reaktionen auf das tierische Fremdeiweiß, das bitte ich zu bedenken. Ich persönlich würde mir keine derartigen Injektionen geben lassen!

 

Was sonst hilft: Warm anziehen, für gute Durchblutung sorgen, gesund ernähren, vitaminreiche Koste, Sauna um den Stoffwechsel anzuregen und zu entschlacken.

Empfehlen kann ich auch die in der Apotheke erhältlichen "Fruchtsaftbärchen", die bei Knorpelschäden helfen, aus eigener Erfahrung. Und ansonsten immer in Bewegung bleiben, Schwimmen gehen, Fahrrad fahren u.s.w. Leider gibt es noch kein Patentrezept gegen das Älterwerden, der "Jungbrunnen" muss erst noch erfunden werden.

 

Ich wünsche Ihnen gute Besserung, herzlichst Ortho-Doc Nowi

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Wenn Sie noch Klärungsbedarf haben, stellen Sie bitte weitere Fragen, die ich gerne beantworten werden, falls nicht, wäre es nett wenn Sie mit "AKZEPTIEREN" honorieren würden. Vielen Dank.

 

 

 

 

 

Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Frau von Borstel,

leider muß ich Sie ein wenig enttäuschen: Die Generation - Arthrose- der Gelenke läßt sich nicht stoppen, aber mit entsprechenden Maßnahmen das Fortschreiten eventl. verlangsamen. Wichtig zu wissen ist, das ein arthrotische Gelenk bewegt aber nicht belastet werden sollte. Warme Bäder helfen im Allgemeinen, manchmal entzündungshemmende Salben/ Umschläge, manchmal Eis... Prinzipiell gilt bei beginnender Arthrose (egal welches Gelenk): Erlaubt ist was Ihnen gut tut. Betreff der embryonalen Schafzellen-Spritze rate ich von dieser eher veralteten Behandlungsmethode ab, sie bringt nichts und kann tatsächlich gefährliche allergische Reaktionen verursachen. Die Hyaluron-Säure, eine Art künstliche ´Gelenkschmiere´, die dem Gelenk hilft leichter zu gleiten, wird seit vielen Jahren und mit gutem Erfolg bei Gelenken mit beginnender Arthrose angewendet. Probieren Sie es aus, es ist praktisch gefahrlos, aber: nichts kann den Knorpel im Gelenk zum Wachstum anregen oder zur Selbstreparatur. Auch Medikament wie Glucosamin + Chondroitin (1500mg + 1200mg täglich) können als hömeopathische Medikamente bei Gelenkschmerzen helfen und richten keinen Schaden an. Für weitere Fragen/ Information stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung, viel Glück und gute Besserung.

Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Liebe Frau von Borstel,
ich stimme dem Kollegen Neuhaus zu. Auch ich halt nichst mehr von der Schafzellen-Spritze. Die Hyaluronsäure Therapie hat sich in der Behandlung von Gelenkverschleiss etabliert. ABER: es macht nur in Gelenken Sinn, wo radiologisch -ggf. unter Beastung noch ein Gelenkspalt sichtbar ist. Ist dieser nicht mehr erkennbar, ist auch kein Knorpel mehr im Gelenk vorhanden, der geschützt werden kann. Denn es sind keine Knorpel aufbauende Spritzen, sonder sie sollen den abbau verlangsamen. Wird es dennoch gespritzt, dann dient es nur dem Geldbeutel des Therapeuten!!!
Die Wirkung von Nahrungsergänzungsmittel wie Glucosamun und Chondroitin ist sehr umstritten auf den Kongressen. Dennoch hat man sich letztendlich oft so geeinigt, dass man diese 6 Monaten nehmen sollte und selbst entscheiden, ob es geholfen hat. IN den letzten wissenschaftlichen Veröffentlichungen wurde herausgefunden, dass das Glucosamin 1500 mg/tag morgen und das Chondroitin 1200mg/d dann abends genommen werden sollte, da Sie zusammen nicht adäquat vom Körper aufgenommen werden können.
Letztendlich muss man Ihnen ehrlicherweise mitteilen, dass die Arthrosen fortschreiten, aber mit o.g. Mittel kann es verlangsamt werden.
Die Haut und Gefäßblutungen bitte alsbald beim Hautarzt abklären lassen.
Abschliessend: Operation von Arthrosen nur, wenn Sie keine Lebensqualität mehr mit dem betroffenem Gelenk haben und die radiologische Diagnostik zu Ihren Beschwerden passt!
Gern helfe ich weiter, haben Sie noch Fragen, ansonsten
Sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden darüber.
VG und gute Besserung,
wenn diese info hilfreich war, bitte mit " akzeptieren" honorieren. Diese allgemein Info ersetzt nicht die Untersuchung vor Ort oder in meiner Praxis

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