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Orthopäde_Ddorf
Orthopäde_Ddorf, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 864
Erfahrung:  Orthopädie, Osteopathie, Akupunktur, Sportmedizin, Chirotherapie, spezielle Schmerztherapie
32137018
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Orthopäde_Ddorf ist jetzt online.

Hallo, vor ca 5 Wo. habe ich mir beim Trampolinspringen (nur

Kundenfrage

Hallo, vor ca 5 Wo. habe ich mir beim Trampolinspringen (nur mal kurz "just vor Fun" - keine regelmäßiges Springen) den Innenminiskus und das Innenband verletzt. Außerdem wurde im MRT festgestellt, dass mein vorderes Kreuzband ab ist. Allerdings ist das eine alte Geschichte. Vor über 10 Jahren hatte ich einen Skiunfall. Bei der damaligen Arthroskopie wurde festgestellt, dass das Kreuzband teilruptiert ist. Es muß dann im Verlauf der kommenden 2 Jahre ganz ruptiert sein. Kann mich noch erinnern, dass ich nach ca. 1 Jahr längere Zeit Schmerzen hatte, aber dann empfand ich mein Knie als stabil, ich war schmerzfrei und belastbar. (bin Krankenschwester und laufe auch sonst viel, z.B. auch Fernwanderwege). Also jetzt im Verlauf der nächsten 4 Wo. trat eine kontinuierliche Besserung unter konservativer Therapie ein. Sodass ich nach 4 Wo das Gefühl hatte fast weider vollständig hergestellt zu sein. Nun ist mir vor ein paar Tagen das Knie einfach so "weggebrochen" ohne komische Bewegung oder so. Seit her ist es fast wieder so wie nach 1 oder 2 Woche nach dem Trampolinspringen. Erguß, Beugehemmung und Schmerzen. Was meinen Sie kann das vom Kreuzband kommen? Würden Sie mir ein Kreuzbandplastik empfehlen oder soll ich versuchen das konservativ zu behandeln? Ich bin übrigens 45 Jahre und möchte gerne noch viel wandern und tanzen (sonst aber keine bes. Sport).
Danke XXXXX XXXXX Antwort!
Beate Müller
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Frau Müller,

 

der letzte Vorgang, bei dem Ihr Knie einfach so wegknickte, spricht doch sehr dafür, dass eine Instabilität infolge der vorderen Kreuzbandruptur vorliegt, die unbedingt operiert werden sollte.

 

Sie sind noch zu jung, als daß man darauf verzichten würde und nur mit Bandagen zurechtkommen sollte. Eine Zeit lang ist es zwar ohne Operation gut gegangen, weil Ihre Oberschenkelmuskulatur wahrscheinlich gut entwickelt ist, jedoch ist es auf Dauer gefährlich, wenn das Knie zu instabil ist. Es kann sich dann leicht daraus eine Arthrose heranbilden. Die Operation wäre also auch eine Prophylaxe im Hinblick auf die nächsten 30 und mehr Jahre! Wenn es das hintere Kreuzband wäre bräuchte es nicht operiert zu werden.

 

Ich empfehle Ihnen also eine Bandplastik, allerdings nicht mit einem Kunststoffband (z.B. Trevira), denn die haben sich letzten Endes auf Dauer nicht bewährt, sondern eine Bandplastik mit körpereigenem Sehnen-Gewebe, damit Sie noch lange Sport treiben und wandern können!

 

Nach der Operation sollten Sie frühestens nach 3 Wochen postop. eine Reha-Behandlung in einer Rehaklinik antreten, die die Kasse oder Rentenversicherung bezahlt. Ihr Operateur oder der behandelnde Orthopäde wird den Antrag für die Reha stellen. Nach der Operation bekommen sie eine einstellbare Metall-Bewegungsschiene, mit der das Knie zunehmend in der Bewegung freigegeben wird. Nach 6 Wochen ist das Band soweit fest angewachsen, dass das Knie freigegeben werden kann.

 

In der Reha-Klinik wird durch Krankengymnastik, Physiotherapie und Bewegunsmaßnahmen wie medizinische Trainigstherapie Ihr Knie wiederhergestellt werden. Zur Thromboseprophylaxe bekommen Sie Spritzen in die Bauchhaut bis Sie wieder voll belasten, ca. 6 Wochen. Wichtig, um Thrombose und Embolie vorzubeugen!

 

Alles Gute und viel Erfolg, herzlichst Ortho-Doc Nowi

++++++++++++++++++++++++++

Wenn die Antwort eine Hilfe war, bitte mit

 

 

 

Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Frau Müller,

als Unfallchirurg rate ich Ihnen von einer Kruezband-Op, zumindest im Moment, ab. Ein sog. ´giving way syndrome´ , d.h. das plötzliche Nachgeben des Kniegelenkes ohne Unfall und ohne Vorwahrnung, deuted auf einen Kniebinnenschaden hin, nicht zwangsläufig auf eine Instabilität. Was Sie wahrscheinlich haben ist einen Meniskusanriß, und das eingerissene Teilchen kann bei bestimmten Bewegungen zwischen die Schienbeinoberfläche und die Oberschenkelgelenkfläche geraten und damit das Kniegelenk kurz blokieren. Ihr Körper merkt dieses bevor Sie es merken und reagiert mit einem Reflex: Das Knie gibt nach um die Gewichtsbelastung zu verhindern. Da es sich um einen Reflex handelt, tritt dieses unverhofft und schnell auf. Suchen Sie bitte einen in Kniechirurgie erfahrenen Orthopäden/ Unfallchirurgen auf. Dieser/e kann mit einer ausführlichen Untersuchung feststellen, ob Sie tatsächlich eine bedeutende Instabilität haben (ich bezweifele dieses) oder ob es sich um eine mögliche Meniskusschädigung handelt (sog. Steinmann-Zeichen positiv). In diesem Fall kann zuerst einmal konservativ behandelt werden mit gezielter Aufbaugymnastik für die Muskulatur, ggbf. bei lokaler Entzündung und Schmerzen bzw. Gelenkerguß auch einmal eine Spritze in das Gelenk mit etwas lokaler Betäubung und Kortison. Sollte dieses nicht zum Erfolg führen wäre die arthroskopische Untersuchung der nächste Schritt. In diesem, als Tages-Op durchgeführten chirurgischen EIngriff wird das Gelenk mit einer Kammera untersucht und vorgefundene Schäden an den Strukturen wie Meniskuseinrisse entfernt. Sie dürfen üblicherweise am selben Tag nach Hause, unter Zuhilfenahme von Gehhilfen (Krücken) sofort auftreten und die gesamte Rehabilitation dauert max. 2 Wochen. Aber lassen Sie Ihre Knie von einem entsprechend ausgebildeten Facharzt untersuchen, ich denke die kosnervative Therapie wird Ihnen weiterhelfen, auch auf Dauer. Viel Glück und gute Besserung.

Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Frau Müller,

ich wende mich nochmals an Sie, da ich mit den Äußerungen meines Kollegen Neuhaus nicht konform gehe. Bei Ihnen ist doch einwandfrei durch eine Kernspintomografie ein Abriß des vorderen Kreuzbandes festgestellt worden!?

 

Also ist eindeutig, das der beschriebene Vorgang auf die Instabilität des Kniegelenks zurückzuführen ist! Wenn bisher noch nichts schlimmeres passiert ist, dann deswegen, weil Sie durch eine kräftige Oberschenkelmuskulatur den Kreuzbandschaden kompensiert haben.

 

Ich bleibe bei meiner Meinung, dass das vordere Kreuzband ersetzt werden sollte, wollen Sie nicht wieder und wieder solche plötzlichen Instabilitäten und Unfälle erleiden! So sind meine Erfahrungen!

 

Alle Gute und viele Grüße

Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Liebe Frau Müller,
gerade bin ich auf Ihre Frage aufmerksam geworden und habe mir mal alles durchgelesen. Beide Kollegen haben Ihnen gute Ansätze geliefert.
Ich habe schon einige Patienten - in meiner Tätigkeit als Orthopäde- mit Ihrem Beschwerden gesehen.
Sie können Ihr Knie nicht richtig beugen, haben einen Erguss und Schmerzen. Des weiteren einen -wenn auch alten- Kreuzbandschaden und der Innenmeniskus ist auch verletzt.
Ich hoffe, das der Innenbandschaden bei Ihnen mit einer Orthese versorgt wurde, wenn dieser Schaden ein Teil- oder Komplettriss war. Ansonsten besteht die Gefahr eines instabilen Kniegelenkes, so dass das Knie innenseitig nicht stabilisiert werden kann. War das Innenband nur gedehnt, ist eine orthese nicht dringend notwendig, jedoch auch möglich.
Wenn ich Patienten wie Sie in meiner Behandlung habe, dann wird zunächst das Innenband behandelt, bis es stabil ist, da ansonsten eine Arthroskopie nicht vertretbar ist. Ist das Kniegelenk vom Seitenapparat wieder stabil geführt, dann rate ich den Patienten zu einer Arthroskopie zur Behandlung des Meniskusschadens und auch zur vorderen Kreuzbandplastik. WARUM? Der Meniskusschaden alleine muss nicht immer operiert werden, wenn er völlig symptomfrei ist. Gibt es jedoch klinische Hinweise für Meniskusprobleme, macht es Sinn, den Riss -unter Erhaltung von möglichst viel Restmeniskus- auszuschneiden. Ein schmerzhafter Meniskusriss kann langfristig den Knorpel abreiben, wenn er nicht glatt nebeneinander liegt ("wie ein ski, der durch frischen Schnee gleitet und Riefen hinterlaesst).
Kreuzband: Es gibt sogar Leistungssportler -jedoch nur SEHR wenige- die trotz vorderer Kreuzbandverletzung- dem Sport nachgehen können. Die Vielzahl der Sportler unterziehen sich sofort einem vorderen Kreuzbandplastik. Dies würde ich auch unterstützen. Denn fehlt das vordere Kreuzband kommt es zu mehr ungewollten Bewegungen des Oberschenkels auf dem Unterschenkel und langfristig unterstuetzt das die Arthrosebildung im Kniegelenk. Ich denke, dem sollte vorgebeugt werden. Ich kenne einen Prof. der orthopädie, der sich im hohen Alter sogar beide ersetzen lies. Als Operatuer von künstlichen Kniegelenken zeigt sich auch oft, dass das vordere Kreuzband sehr oft bei diesen verschliessen Kniegelenken fehlt.
Fazit: Ich rate allen meinen Patienten zur vorderen Kreuzbandplastik, wenn das Kniegelenk keine grossen Verschleisserscheinungen zeigt.
Gern helfe ich weiter, haben Sie noch Fragen, ansonsten
Sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden darüber.
VG und gute Besserung,
wenn diese info hilfreich war, bitte mit " akzeptieren" honorieren. Diese allgemein Info ersetzt nicht die Untersuchung vor Ort oder in meiner Praxis

Verändert von Orthopäde_Ddorf am 20.10.2010 um 14:26 Uhr EST

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