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Orthopäde_Ddorf
Orthopäde_Ddorf, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 864
Erfahrung:  Orthopädie, Osteopathie, Akupunktur, Sportmedizin, Chirotherapie, spezielle Schmerztherapie
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Orthopäde_Ddorf ist jetzt online.

1. Welche Erfahrungen haben Sie mit der Injektionstherapie

Kundenfrage

1. Welche Erfahrungen haben Sie mit der Injektionstherapie mit "ostenil" bei Arthrose der Lendenwirbelsäule?
2. Gibt es dazu Alternativen?

Herzlichen Dank im voraus

Monika Petersen
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Frau Petersen,

die Hyaluronsäure (wie z.B. Ostenil, Go-On, Synvisc, Synplasin u.a.) wird seit Jahren (auch von mir praktisch jede Woche) erfolgreich bei beginnendem Gelenkverschleiß bei großen und mittel-großen Gelenken angewendet. Es wird direkt in das betroffene Gelenk gespritzt (mit etwas lokaler Betäubung) und bewirkt dort eine Besserung der Gleitfähigkeit (wie eine künstliche Gelenkschmiere). Es führt nicht zu Vermehrung der Knorpelzellen oder zu Knorpelzellwachstum, wie manchmal irrtümlich verstanden wird (Knorpel kann nicht wachsen, keine Blutzufuhr). Der Grund warum dieses Medikament eigentlich eher bei großen (Knie, Hüfte, Schulter) oder mittelgroßen ( Handgelenk, Sprunggelenk, auch Großzehengrundgelenk) Gelenken angewendet wird ist technischer Natur: es ist sehr schwierig in kleinere Gelenke hineinzuspritzen, und wenn das Medikament nicht in das Gelenk gelangt wirkt es nicht. Schaden richtet die Hyaluronsäure nie an, und ob und wie lange es wirkt hängt von dem Zustand des Gelenkes ab und kann nicht vorausgesagt werden. Es gibt Studien die besagen das bei Anwendung bei I.-II. Grades Arthrose (von 4.) am Kniegelenk der positive Effekt (besser gehen, leichtere Bewegung, weniger Schmerzen)bis zu 12-18 Monate anhalten kann. Ich würde von einer erfolgreichen Behandlung sprechen (3-5 Spritzen, je eine pro Woche), wenn die Symptome für mindestens 6 Monate besser sind, und dann würde ich die Serie wiederholen. Aber wie gesagt, an den kleinen Wirbelgelenken ist die Anwendung technisch schwierig und eigentlich nur unter CT-Kontrolle durchführbar. Bevor eine Reihe von Spritzen durchgeführt wird würde ich erst einmal unter CT-Kontrolle etwas lokale Betäubung und Kortison in das/die fraglichen Gelnke spritzen, um herauszufinden ob es denn tatsächlich die Gelenke sind die die Symptome verursachen. Röntgenkontrolle und MRT sind sicher bereits gemacht worden? Viel Glück und gute Besserung.

Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 7 Jahren.
Liebe Patientin,
die Therapie mit Hyaluronsäure ist vom Kollegen schon erläutert worden. Sie ist in der Arthrosetherapie mittlerweile etabliert. ABER: ich muss ehrlicherweise sagen, dass es nicht bei einer endgradigen Arthrose hilft. UND: je kleiner das gelenk, desto geringer die Erfolgschancen. Bei den -von Ihnen aufgeführten Spritzen- wird in der Regel auch Kortison hinzugegeben, was letztendlich den Schmerz nimmt. In einem grossen Institut habe ich mal Einblick erhalten können. Es ist eine IGEL Leistung, die Sie selber zahlen müssen. Daher überlegen Sie es sich genau. Ich schicke meine Patienten gern zu einem Radiologen, der CT gestütze Infiltrationen an den Facettengelenk durchführt. Das ist hingehen eine reine Kassenleistung. Wenn im MRT Ihre Facettenarthrose noch sehr moderat ist, dann kann man tatsächlich die Hyaluronsäureinfiltration überdenken. Ansonsten ist der Erfolg fragwürdig. Da ich die Bilder jedoch hier nicht einsehen kann, kann ich Ihnen auch nicht die Entscheidung abnehmen. Wenn sie Ihrem Orthopäden vertrauen können, er Ihnen die Bilder ausführlich erklärt hat, dann folgen Sie seinem Rat. Gern beantworte ich weitere Fragen, ansonsten
Sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden
VG und gute Besserung,
wenn diese info hilfreich war, bitte mit " akzeptieren" honorieren. Diese allgemein Info ersetzt nicht die Untersuchung vor Ort oder in meiner Praxis
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
den allgemeinen Informationen zu Ostenil konnte ich entnehmen, dass eine Behandlung von Gelenken üblich ist. Bei mir geht es jedoch um den Verschleiss der Bandscheiben der Lendenwirbelsäule. Hier soll das Präparat injiziert werden. Gibt es dazu aus Ihrer Sicht Erkenntnisse?
Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 7 Jahren.
Lieber Patient,
Ostenil will jemand in Ihre Bandscheiben injizieren?????? Davon kann ich nur abraten. Die Hyaluronsäure wird injiziert, damit ein Gelenk wird mehr "Schmiere" bekommt und der Gelenkknorpel geschont wird. All das gibt es nicht in den Bandscheiben. Also wieso dort hinein spritzen. Ich wundere mich doch immer wieder, was es alles gibt. Fazit: ich würde das nie bei mir machen lassen und damit auch nicht meinen patienten empfehlen. Ich wuensche Ihnen viel glück
Orthopäde_Ddorf, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 864
Erfahrung: Orthopädie, Osteopathie, Akupunktur, Sportmedizin, Chirotherapie, spezielle Schmerztherapie
Orthopäde_Ddorf und weitere Experten für Orthopädie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Abend,

der Kollge hat absolut Recht: Hyaluronsäure in die Bandscheibe zu spritzen wäre, um ehrlich zu sein, Geld und Zeitverschwendung, ich rate Ihnen auch davon Abstand zu halten.