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Alf Neuhaus
Alf Neuhaus, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 127
Erfahrung:  Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, Gelenkchirurgie, Handchirurgie, Unfallchirurgie, Chiropraxis
43056094
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Alf Neuhaus ist jetzt online.

Guten Morgen Seit Monaten habe ich unter dem rechten Fuss

Kundenfrage

Guten Morgen
Seit Monaten habe ich unter dem rechten Fuss heftige Schmerzen.Hauptsächlich an der Ferse.Meine Ärztin hat mir Einlagen empfohlen .Leider sind die Schmerzen jetzt haupsächlich beim Aufstehen und ich habe das Gefühl das mein Fuss abbricht so häftig
ist das.Ein Kollege von Ihnen hat eine Vorlaufzeit hier in der Nähe von Potsdam von fast
2 Monaten um Ihn zu besuchen.Ich behandele den Fuss mit Pferdesalbe damit geht es wenigstens Tagsüber.Würde vieleicht Voltaren helfen ?
Danke XXXXX XXXXX Hilfe
Mit freundlichen Grüßen
Frank Pladeck aus Stahnsdorf
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  tomtom_user hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,
der Sinn dieses Forums ist ja nicht Werbung für einen bestimmten Arzt. Auch wenn der Eine mal eine 'etwas glücklichere Hand' hat als der Andere, beim nächstem mal kann es auch umgekehrt sein. So kochen wir ja alle mit dem selben Wasser... Also macht es keinen Sinn eine "Weltreise" zu starten, sondern suchen Sie doch einen Arzt in Ihrer Nähe zu dem Sie Vertrauen haben können.

Ich gehe davon aus dass auch ein Röntgen- oder anderes Bild (CT,MRT) gemacht wurde und nichts gefunden wurde, und der Fuss wurde ja auch von Ihrer Ärztin klinisch untersucht. Also sind z.B. Lokalprobleme wie Fersensporn etc. ausgeschlossen.

Ganz wichtig ist die exakte Auswertung von Zusammenhängen der Schmerzen mit äusseren Faktoren bzw.Auslöser. Sie beschreiben Schmerzen beim Aufstehen. Meinen Sie damit Schmerzen nach längerem Liegen (oder Sitzen) oder bloss Schmerzen bei Belastung, beim Draufstehen? Diese Unterscheidungen sind sehr wichtig. Wie verhalten sich die Schmerzen beim Gehen, beim Abrollen?

Woran oft nicht gedacht wird:
auf den Füssen ruht nicht alleine das Körpergewicht sondern die verschiedenen Knochen des Fussskeletts sind gleichzeitig Verankerungsstelle der Sehen der Unterschenkelmuskulatur. Wenn nun diese Muskel angespannt werden, dann gibt es logischerweise über deren Sehnen einen Zug an diesen Knochen. Das ist schon mal ein ganz wichtiger Zusammenhang. Wenn nun, aus welchem Grund auch immer, einer (oder mehrere) dieser Unterschenkelmuskel verkrampft ist/sind, so wird ein konstant verstärkter Zug an den Verankerungspunkte (Knochenhaut) dieser Fussknochen ausgeübt. Und (fast) jeder Dauerstress im Organismus führt nun zu einer entzündlichen Reaktion. Und Entzündungen sinc fast immer mit Schmerzen verbunden.

Wie können Sie nun wissen ob eine solche Möglichkeit als Ursache dahinter steht? Sie können den Test gleich selbst machen und sich, im Sitzen mit gebeugten Knien, mal beide Unterschenkel rundherum kräftig (!) abtasten. Sie sollten wirklich kräftig drücken weil die verantwortlche Muskel evtl. recht 'in der Tiefe sind'. Wenn Sie nun das Gefühl haben, in einem Bereich Verkärtungen zu tasten und diese gleichzeitig sehr Druckschmerzhaft sind, dann ist die Ursache möglicherweise schon gefunden.

Bei Schmerzen an der Fusssohle kann man meistens aufgrund der exakten Schmerzlokalisation (fräftig abtastehn!) in Kenntnis der Muskel- (bzw. Sehnen-) Ansatzstellen den zugehörenden Muskel des Unterschenkels herausfinden (evtl. mit Hilfe eines Anatomieatlanten). Als nächstes sucht man, wie beschrieben und immer vergleichend mit der gesunden Gegenseite, den Muskel auf und prüft Tonus (Spannung) und Schmerzempfindlichkeit.

Falls sich der vermutete Verdacht erhärtet hat, kann der Muskel (oder die Muskel, meiist sind mehrere beteiligt) mit Injektionen von etwas Lidocain (ohne Kortisonzusatz!) zur Entspannung gebracht werden. Der Efferkt ist nicht zu übersehen: sofortige (!), absolute Schmerzfreiheit. Damit ist jeweils auch die Diagnose bewiesen. Interessanterweise ist der Effekt meist anhaltend, Ab und zu treten nach einigen Tagen z.B., die Schmerzen wieder auf (meist in sehr verminderter Stärke). und diese sog. 'Infiltrationen' müssen wiederholt werden.

Gelegentlich ist auch ein Auslöser zu eruieren, wie z.B. unnatürliche längerdauernde Belastungen oder Zwangshaltung des Fusses. Dies muss natürlich ebenfalls gesucht und beseitigt werden.

Zum Schluss kann ich Ihnen noch bestätigen, diesen Zusammenhang und den Therapieeffekt bei mehreren Dutzend Patienten schon beobachtet bzw. erlebt zu haben. Jedesmal eine grosse Überraschung auch für die betroffenen Patienten. Diese einfachen Therpapien, sofern die Diagnose stimmt, ersparen jeweils teure in in diesem Zusammenhang auch sinnlose Röntgen, CT und MRT-Utnersuchungen.

Aber um nochmals darauf hinzweisen: dies ist in Ihrem Fall eine Vermutung und müsste selbstverständlich seriös bestätigt werden.

mit freundlichem Gruss, ChristXXXXX XXXXX
============================================================
falls die Info hilfreich war, danke XXXXX XXXXX für die Honorierung mit "Akzeptieren"



Verändert von tomtom_user am 23.09.2010 um 07:50 Uhr EST
Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Lieber Patient,
es handelt sich oft um eine Reizung des Ansatzes der Plantarfaszie, die das Längsgewölbe des Fusses erhalten soll. Der Schmerz würde unter der Ferse sitzen und schmerz beim Auftreten. Wenn ein Patient tatsächlich Schmerzen an der Ferse hat, dann behandel ich den im Volksmund bekannten Fersensporn bei mir wie folgt:
1. Einlagenversorgung
2. Dehnungsübungen für die Achillessehne (GANZ Wichtig)
3. Ultraschall Therapie
4. ggf Lasertherapie/Segmentmassage an der sehnenplatte
5. Infiltration
Abschliessend: Schmerzen sind ein Alarmsymptom und dem sollte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Es kann auch mal zu Einrissen der Sehnenplatte (Plantarfaszie) kommen. MIt der o.g. Therapie kann man Sie wieder schmerzfrei bekommen. Spritzen habe ich auch früher durchgeführt, aber der allgemeine Konsens bei Kongressen: Spritze vermeiden!!!
Oder ist der Schmerz eher hinten an der Ferse oder an anderer Stelle lokalisiert?
Gern helfe ich IHnen weiter oder
Sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden darüber.
VG und gute Besserung,
wenn diese info hilfreich war, bitte mit " akzeptieren" honorieren. Diese allgemein Info ersetzt nicht die Untersuchung vor Ort oder in meiner Praxis
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Tag,

eine Plantarfasciitis - eine Sehnenansatzentzündung an der Ferse, vergleichbar mit einem Tennisarm- ensteht durch Über/-Fehlbelastung, tut, wie bereits erwähnt, beim auftreten weh, aber eher nicht beim Aufstehen selber sondern nach einer kruzen Weile, und meistens tut diese Entzündung nachts nicht weh (Sie sagten das die Slabe zumindest tagsüber hilft, soll heißen Sie haben auch Nachts Schmerzen?). Auch die Ferseneinlage hätte zumindest etwas Linderung bringen sollen. Suchen Sie den Orthopäden auf und lassen Sie sich auch auf ein sog. Tarsaltunnel-Syndrom untersuchen, eine Nervenentzündung hinter dem Innenknöchel, dieser Nerv zieht unter anderem auch in die Ferse, und Nervenentzündungen schmerzen klassisch nachts. Eine genaue klinische Untersuchung, inkl. Ultraschalluntersuchung im Seitenvergleich bringt Klarheit. Die Behandlung ist für beides ähnlich, einfach und meistens sehr erfolgreich (Kühlen, lokal Salben, ggbf. Einlagen nach Maß/Fußdruckmessung (besonders Knickfuß verstärkt die Entzündung im Tarsaltunnel), manchmal 1x Kortison/lokale Betäubungsspritze (wird auch international bei Therapieresistenz nach wie vor empfohlen). Viel Glück und gute Besserung.

Alf Neuhaus, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
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Experte:  tomtom_user hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,
ich melde mich nochmal, als Nicht-Orthopäde, mit einer Bemerkung zum Kommentar von Kollegen 'Orthopäde_Ddorf',
Ich hatte in 12-jähriger Allgemeinpraxis eine grössere Zahl von Patienten mit solchen Problemen gesehen. Ob es immer exakt dieselben Zusammenhänge waren wie bei Ihnen vermute, kann ich natürlich nicht beurteilen. Nach z.T. enttäuschenden Resultaten von Facharztzuweisungen begann ich später selbst die Verhältnisse genauer zu untersuchen (nur klinisch, ohne MRT oder Ultraschall) und wurde auf die beschriebenen Zusammenhänge aufmerksam. Weil solche auch an vielen andern Regionen des Bewegungsapparates auftreten und (meistens) sehr gut und in der Regel sogar dauerhaft auf die Lokalanästhetika-Infiltrationen angesprochen hatten, begann ich auch hier die betroffenen Muskel des Unterschenkels identisch zu behandeln. Die Langzeiterfahrungen über etwa 6 Jahre waren eindrücklich. Nur gelegentlich ist es zu einem Rückfall gekommen, wobei die Patienten meist frühzeitig, bei den ersten Symptomen, wieder erschienen sind mit dem Wunsch einer nochmaligen Infiltration. Es war also kein Hokuspokus sondern ich konnte die Langzeitverläufe sehr wohl beobachten, was ja immer auch mein Interesse war. Alle diese Probleme und die damit verbundenen Befunde, Therapien und Verläufe hatte ich übrigens in meiner Computerkrankengeschichte minutiös aufgezeichnet.
Die Wirksamkeit dieser Therapie musste ich mir nicht mit einer Doppelblindstudie bestätigen - wenn die Patienten nach der Behandlung den Therapieraum hink- und schmerzfrei verlassen haben.

Die Bemerkung des Kollegen "Spritzen vermeiden", was allgemeine 'Kongresskonsens' sei, betrifft natürlich Kortison und in keiner Art und Weise das hervorragend verträgliche Lokalanästheticum 'Lidocain'. Da bin ist selbstverständlich derselben Meinung.

Lieber Patient, dies sollte nur eine Klärung sein. Selbstverständlich brauchen Sie mich nicht zu honorieren.

mit freundlichem Gruss, ChristXXXXX XXXXX

Verändert von tomtom_user am 24.09.2010 um 18:51 Uhr EST

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