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Kategorie: Orthopädie
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heilung f r sudeck

Kundenfrage

heilung für sudeck
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Frau Jenner,

das Wichtigste bei der Sudeck-Dystrophie ist Gedult, er kann bis zu 3 Jahre zur kompletten Ausheilung brauchen. Nach einem Jahr sollten sie aber bereits im Regenerationsstadium (Stadium III, letztes Stadium) sein, d.h. der Schmerz sollte eigentlich praktisch weg sein, der durch die Nervenentzündung dünner gewordene Knochen um das Gelenk (Sprunggelenk? Handgelenk?) sollte langsam wieder ´fester´werden (Knochendichte nimmt wieder zu), und die Beweglichkeit sollte langsam wieder nromal werden. Was für eine Verletzung hatten Sie? Es wäre sehr ungewöhnlich nach einem Jahr noch Sudeck-Schmerzen zu haben (aber nicht unmöglich). Falls ein Bruch die Ursache war ist dieser sicher richtig und gut verheilt? Bei bestehenden Schmerzen 1 Jahr nach einer knöchernern verletzung, trotz entsprechender Therapie, sollte eine Knochenszintigraphie durchgeführt werden, um zu erkennen ob der Knochen tatsächlich komplett verheilt ist. Die eigentlich wirkliche schmerzhafte Phase des Sudeck ist am Anfang und dauert 3-12 Wochen. Lassen Sie andere Ursachen für die bestehenden Schmerzen ausschließen. Viel Glück und gute Besserung.

Experte:  mipetermeyer hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Morgen,

an welchem Körperteil leiden Sie unter dem Sudek, und was war die Ursache und in welchem Stadium befindet sich die Erkrankung?
Bewährt haben sich am Arm Sympathikusblockaden und Guanitidin Blockaden. Ebenso wichtig ist die medikamentöse Therapie.
Bitte schauen Sie in den Leitlinien der Fachgesellschaten nach: http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/030-116.htm (M. Sudeck ist eine Synonym für CRPS)
Hieraus die Empfehlungen:

Die wesentlichen Bestandteile der CRPS Therapie sind:

  1. Bisphosphonate bei CRPS nach Frakturen (A)
  2. Glukokortikoide bei akut posttraumatisch-entzündlichem CRPS (A)
  3. Topische Therapie mit Dimethylsulfoxid (DMSO) 50% (C)
  4. Physio- und Ergotherapie (inkl. Spiegeltherapie, "motor learning") zur Wiedererlangung der Funktion (B)
  5. Medikamentöse Therapie neuropathischer Schmerzen (siehe entsprechende Leitlinie) (B)
  6. Psychotherapeutische Verfahren (inkl. Entspannungsverfahren) (B)
  7. Grenzstrangblockaden bei sympathisch unterhaltenen Schmerzen mit Allodynie (C)
  8. Spinal Cord Stimulation bei chronischem, sonst unbehandelbarem CRPS (B)
  9. Intrathekale Gabe von Baclofen bei Dystonie (B)

Von den Autoren wird folgender Therapiealgorithmus vorgeschlagen (C):

  1. Physio- und Ergotherapie und Therapie neuropathischer Schmerzen als Basismaßnahme
  2. Bei posttraumatisch-entzündlichen Symptomen: Bisphosphonate oder Steroide, zusätzlich DMSO-Creme
  3. Falls A und B nicht ausreichend: Serie von Grenzstrangblockaden nach erfolgreicher Testblockade
  4. Bei Unwirksamkeit von A, B und C: Intensive Evaluierung psychischer Komorbiditäten und deren Therapie
  5. Invasive Therapie nur bei Spezialindikation und von spezialisierten Einrichtungen

Fragen zu Fachbegriffen beantworte ich gerne.
Da Sie bereits 1 Jahr damit zu tun haben rate ich Ihnen zur Therapie in einer Schmerzklinik, z.B. in Mainz (DRK Schmerzklinik Mainz)


Gruß
Dr.M.Petermeyer