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Alf Neuhaus
Alf Neuhaus, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 127
Erfahrung:  Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, Gelenkchirurgie, Handchirurgie, Unfallchirurgie, Chiropraxis
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Alf Neuhaus ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Dr. Neuhaus, bei mir wurde vor einem

Kundenfrage

Sehr geehrter Herr Dr. Neuhaus,

bei mir wurde vor einem Jahr ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert. Ich war daraufhin ca. 3 Monate in Behandlung, habe regelmäßig Cortison-Spritzen erhalten, Diclofenac Tabletten zu mir genommen und Krankengymnastik gemacht. Nachdem sich auch nach 3 Monaten keine wirkliche Besserung eingestellt hatte, verschrieb mein Arzt mir Akkupunktur, wodurch ich mich kurzfristig schmerzfreier fühlte. Ich bin 42 Jahre alt, weiblich, und arbeite als kaufmännische Angestellte in der Hotelerie, täglich ca. 10 Stunden. Meine Arbeitsbelastung würde ich als sehr hoch einschätzen, da ich diese 10 Stunden durchweg in sitzender Haltung am Computer und Telefon absolviere und, wie in der Branche üblich, kaum Pausen einhalten kann. Als Verkaufsleiterin habe ich zudem einen hohen psychischen Druck, aufgrund des permanenten Kundenkontaktes und der Umsatzverantwortlichkeit. Aus diesem Grunde habe ich während meiner akuten Rückenprobleme auch kaum eine Auszeit genommen und mich anschließend bei auftretenden Schmerzen selbst mit Tabletten versorgt. Nun habe ich seit ca. 3 Wochen wieder extrem starke Schmerzen im untereren Rückenbereich. Die Schmerzen sind so belastend, dass es mir Nachts nicht gelingt, mich von einer Seite auf die andere zu drehen. Wenn ich aufstehen möchte, muss mein Freund mich hochziehen, weil ich alleine nicht die Kraft aufbringe. Natürlich werde ich meinen Arzt wieder konsultieren müssen, aber ich bezweifle, dass seine Behandlungsmethode die Richtige ist.

Ich würde mich daher freuen, von einem zweiten Facharzt beraten zu werden. Vielen Dank XXXXX XXXXX und freundliche Grüße

Angela Westerholt
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Frau Westerholt,

danke für Ihre Anfrage. Ein Bandscheibenvorfall ist bei 50% der über 40-Jährigen zu finden, macht aber meistens keine Probleme und kann daher oft als Zufallsbefund bezeichnet werden. Aber er kann auch mal Probleme machen. Die angesprochene Behandlung ist sicherlich ein möglicher Therapieansatz. Was die paravertebralen Spritzen (neben die Wirbelsäule) betrifft so mache ich nie mehr als drei pro Behandlungsperiode und nicht mehr als drei Behandlungsperiorden pro Jahr. Die nächtlichen Schmerzen könnten auf eine Nervenbeteiligung hinweisen, haben Sie Sensationen wie Ameisenlaufen/ Kribbeln o.ä.? Wenn sicher keine anderen Ursachen hinter den Schmerzen stecken wie Knochenerkrankungen (ist eine Knochenszintigraphie gemacht worden) würde ich auch mal einen Versuch mit Kurztherapie Kortison machen, z.B. mit 60-80mg am ersten Tag einsteigen (Morgens), und dann täglich um 10-15mg reduzieren. auch ein Versuch mit spinaler Spritze (wie bei den Anästhesisten) mit lokaler Betäubung und Kortison kann gemacht werden (mache ich häufig in diesen ´schwierigen´ Fällen und mit gutem Erfolg). Kombiniert mit anderer Therapie wie Akupunktur, Physiotherapie, Elektrotherapie u.a. sollte helfen die Symptome zu beseitigen. Aber wichtiger wäre, wenn möglich die dahinterstehenden Ursachen zu finden und zu ändern (Sitzhaltung am Komputer, ist der Bildschirm auf Kopfhöhe?, der Stuhl mit Rückenlehne?, Zeit alle 45min 5 Minuten Pause oder zumindest etwas anderes im Stehen/ Gehen zu machen?. Macnhmal hilft sogar, den Physiotherapeuten/in mit zur Arbeit zu nehmen und gemeinsam Lösungen finden. Und sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber, der sicher auch nicht will das Sie öfter mal krankgeschrieben werden. Eine Op halte ich für noch nicht indiziert, aber manchmal muß man diese in Erwähgung ziehen, wenn alle anderen Ansätze nicht helfen und Ihre Lebensqualität leidet. Viel Glück und gute Besserung.

Alf Neuhaus, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 127
Erfahrung: Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, Gelenkchirurgie, Handchirurgie, Unfallchirurgie, Chiropraxis
Alf Neuhaus und weitere Experten für Orthopädie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Dr. Neuhaus,

vielen Dank für die ausführliche Beratung.

Ich habe Anfang des Jahres auch eine Kernspintomographie machen lassen.... Hätte man hier erkennen können, ob eine Knochenerkrankung vorliegt ? Oder sind hierfür andere Untersuchungen motwendig ?

Ich habe neben den genannten Schmerzen im Rücken auch oft Schmerzen in den Knien, Armgelenken und Oberschenkeln, sodass bei mir selbst schon die Vermutung aufkommt, es könnten auch rheumatische Beschwerden sein....
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Frau Westerholt,

danke für die schnelle Rückantwort und Bestätigung. Ein MRT kann manchmal Knochenerkrankungen anzeigen, aber sicherer ist eine Knochenszintigraphie, die genau den Bereich zeigen würde an dem eine mögliche Erkrankung sitzt und dann entsprechend ein MRT von dieser Stelle. Bei bestehenden Gelenkbeschwerden der großen Gelenke muß man auch an eine Bechterew-Erkrankung denken, die sog. ankylosierende (versteifende) Spondylose (Wirbelsäulenerkrankung), started gewähnlich in der unteren Wirbelsäule, ist bei Männern 3-5x häufiger als bei Frauen, startet ab 40, kann Hüfte, Knie und Schultern befallen und ist im fortgeschrittenem Stadium klar auf Röntgen zu erkennen (Bambusstabwirbelsäule, die Wirbelkörper sind durch die Entzündung verschweißt), auch Bluttest kann Hinweise geben (HLA B27 ist ein spezieller test). Wie bereits vorher erwähnt, die Behandlung der Schmerzen ist sicher wichtig, aber auch heruasfinden, wo genau diese herkommen. Besprechen Sie die Möglichkeiten mit einem in Rheumatologie erfahrenen Orthopäden. Viel Glück und gute Besserung.

Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Liebe Frau Westerholt,
ich kann verstehen, dass Sie gern eine 2te Meinung suchen. Es klingt nicht wirklich nach einer Knochenerkrankung und das MRT ist diesbezüglich sensitiv, Wenn der Radiologe keinen Anhalt für eine pathologische veränderung sieht, kann ich auch wirklich nicht zu einer Szintigraphie -mit Injektion einer radioaktiver Substanz (auch wenn diese eine kurze halbwertszeit hat)- raten. Statt dessen wechseln sie lieber den Orthopäden vor Ort, wenn Sie kein vertrauen haben. Denn ein BSV macht in der Regel Schmerzen in den Beinen oder Armen (wenn in der HWS lokalisiert). es gibt wirklich viele Therapiemöglichkeiten einen LWS Schmerz anzugehen.
1. Vernünftige Medikation
2. Krankengymnastik und Manuelle Medizin, und auch v.a. Osteopathie
3. ggf. gezielte INjektionen (unter Computertomographie)
4 . Physikalische Therapie
Gern stehe ich für weitere Fragen zur Verfügung

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