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Alf Neuhaus
Alf Neuhaus, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 127
Erfahrung:  Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, Gelenkchirurgie, Handchirurgie, Unfallchirurgie, Chiropraxis
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Alf Neuhaus ist jetzt online.

Guten Morgen, schon lange schiebe ich die OP der Kniegelenke

Kundenfrage

Guten Morgen, schon lange schiebe ich die OP der Kniegelenke vor mir her. Ich bin 67 Jahre alt. Wie lange darf ich warten? Schmerzen habe ich jeden Tag und nehme DIclo 75. Da ich meinen Alzheimer Mann im Heim täglich besuche, ist es verständlich, dass ich mich hintenan stelle..
Jetzt sah ich im TV eine Sendung von einem Dr.Tusk Ffm ( Rotkreuzklinik ) und ich bin im vierten Stadium. Da ich auch unentschlossen bin, welche Klinik ich aufsuchen soll, bitte ich um Ihren Rat.
Mit freundlichen Grüssen und ein herzliches Dankeschön.
Karin Kunkel
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  MustermannX1 hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Tag, Ihre Frage bezieht sich ja vor allem auf das OP-Risiko, das gehört in mein Gebiet der Anästhesie.

Prinzipiell ist es so, daß jeder Eingriff seine Risiken und Chancen hat, die Kunst ist es, diese gegeneinander abzuwägen, das der Nutzen am höchsten ist.

Für die OP spricht: Wenn Sie jeden Tag Schmerzen haben ist Ihre Lebensqualität deutlich beeinträchtigt und ihr Aktionsradius eingeschränkt, Sie tun weniger als Sie könnten und deshalb wird Ihre Fitness schlechter ("Wer rastet, der rostet"). Damit steigt das OP-Risiko mit zunehmender Wartezeit (abnehmende Belastbarkeit, zunehmende Ungeschicklichkeit etc). Anders gesagt: Je jünger Sie sind, je größer die Ziele, die Sie verwirklichen können und wollen, um so größer der Gewinn, den Sie davon haben können und um so geringer das Anästhesie-Risiko.

Gegen die OP könnte sprechen: Wenn das Ergebnis nicht gut wäre, könnte es noch schlimmer sein, als jetzt. Fremdkörper im Körper können sich infizieren und zu schweren Folgeerkrankungen führen mit Folge-OP´s usw. Diese Risiken sind zwar vorhanden, aber sehr gering. (Z B. Infektion der Prothese ca 1%). Bei Eintritt eines solchen Risikos sagt man natürlich: Hätte ich es nur gelassen! Aber wieviele Dinge im Leben tut man, die ein ähnlich hohes Risiko haben, ohne darüber nachzudenken...

 

Meiner Meinung nach gibt es für Sie keinen guten Grund zu warten, wenn die Schmerzen für Sie eine Belastung sind. Wenn Sie sich eine Klinik aussuchen mit entsprechender Erfahrung (im Internet werden Qualitätsberichte veröffentlicht mit Fallzahlen, fragen Sie Ihre Krankenversicherung), ist die Chance, daß ein gutes Ergebnis erreicht wird und Sie wieder ohne Beeinträchtigung laufen können sehr groß.

Bezüglich des Anästhesierisikos gilt: Wer im Alltag gut belastbar ist (also z B. 3 Stockwerke Treppen steigen kann -abgesehen von den Knieschmerzen-) hat kein großes Narkoserisiko. Am besten fahren Sie bei dieser OP mit einer Kombination au Vollnarkose mit einem Regionalanästhesieverfahren. Die Narkose schützt Sie vor dem Streß durch die OP an sich, mit einem Katheter-Regionalanästhesieverfahren sind Sie sehr komfortabel schmerzfrei nach der OP und können früh krankengyymnastische Übungen machen. Hören Sie sich aber auf jeden Fall an, was routinemäßig in der Klinik angewendet wird und entscheiden Sie dann.

 

Ich hoffe mein Rat hilft Ihnen weiter!



Verändert von Notfall-Intensi am 19.09.2010 um 10:07 Uhr EST
Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,
Sie fragen, wie lange man die OP hinausschieben kann. Sie sind jetzt in dem Alter für die Knie-Endoprothese, sofern vom Herz-Kreislauf keine Kontraindikation besteht. Eine Knie-TEP hält ungefähr 15 Jahre, dann kann sie ausgewechselt werden. Ihr Op-Risiko steigt mit zunehmendem Lebensalter. Das Infektionsrisiko bei einer Knie-TEP beträgt ca. 1-2%. Außerdem besteht ein Blutungs- und Thrombose bzw. Embolie-Risiko, weswegen heutzutage grundsätzlich eine Thromboseprophylaxe entweder mit niedermolekularem Heparin oder z.B. in Tabl.-Form mit Xarelto 10 mg 1x täglich durchgeführt wird. Das hat das Lungenembolierisiko gegenüber früher drastisch reduziert. Ihr individuelles Risiko muß der Anästhesist beurteilen (Diabetes mell., Asthma, Allergien, sonstige Organschäden, Leber-Niereninsuffizenz u.s.w.). Zu der Frage, in welche Klinik Sie gehen können, kommt es auf Ihren Wohnort an. Wenn Sie in Süddeutschland wohnen, kann ich Ihnen das Kreiskrankenhaus in Neumarkt in der Oberpfalz, Dr. Höhnle empfehlen, der über tausend derartige Operationen durchgeführt hat. Wenn Sie in Norddeutschland wohnen ist die Endoklinik in Hamburg eine gute Wahl. Darüberhinaus gibt es natürlich viele andere empfehlenswerte orthopädisch-chirurgische Kliniken.
Alles Gute
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Frau Kunkel,

die Frage ist nicht wielange Sie warten dürfen, sondern wielange Sie warten wollen. Wenn die Hüftschmerzen Ihre Lebensqualität deutlich einschränkt und andere Behandlungsmethoden nicht mehr helfen, würde ich Ihnen empfehlen sich operieren zu lassen. Internationalen Studien nach ist das Op-Risiko im Allgemeinen 1-2%, d.h. das etwas ´schief´ gehen könnte, das eigentliche Infektionsrisiko liegt deutlich darunter (je nach Studie 0,1-0,5%). Zur Anästhesiefrage besteht eigentlich kein Grund zur Sorge solange Sie eine normal fitte Person sind ohne andere Grunderkrankungen, aber selbst dann sind Sie bei den Anästhesisten gut aufgehoben, da diese Fachärzte sind für Betäubung sind auch bei Risikofaktoren. Was die Überlebensrate für Prothesen betrifft hat sich auch diese in dem letzten Jahrzehnt deutlich verbessert und kann mit 20-25 Jahren angesetzt werden, allerdings abhängig von der Belastung die der Patient der Hüfte zumutet. Die meisten meiner Patienten sagen nach der Op `Ich wünschte ich hätte die Op schon viel früher gemacht´. Viel Glück und gute Besserung.

Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Liebe Frau Kunkel,
die Operation an den Kniegelenken ist keine lebenserhaltende Operation und somit fällen Sie die Entscheidung, wann die Operation durchgeführt werden soll. Jedoch muss man den den Kniegelenken berücksichtigem, dass der Eingriff schwieriger wird, wenn der Seiten-Bandapparat nicht mehr seind Funktion erfüllt. Aber die Operation sollte erfolgen, wenn Sie keine Lebensqualität mehr verspüren. Dies sage ich allen meine Patienten, die sich von mir operieren lassen wollen. Wenn Sie in der Naehe von Düsseldorf wohnen, können Sie sich gern bei mir vorstellen. die langfristige Einnahme von Diclofenac sollte dringend vermieden werden, wegen Gefahr der Magengeschwürbildung mit ggf. Todesfolge und Nierenproblemen. Auch kann der Blutdruck leiden. Gute Besserung und viel Glück.
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Frau Kunkel,

ich muß natürlich meine Antwort dahin korrigieren das es Knieschmerz heißen muß, und nicht Hüftschmerz. Auch später sollte es heißen, das das Kniegelenk sich um so schneller abnutzt und dann eventl. erneuert werden muß, je mehr Sie es belasten. Ich bitte diese Schreibfehler zu entschuldigen. Im Allgemeinen gelten die gleichen Regeln/ Statistiken für Kniegelenkprothesen wie für Hüftgelenkprothesen, die Infektionsrisiken sind die Gleichen und auch die Statistiken betreff der Überlebensrate der Prothese. Und was den Op-Zeitpunkt betrifft bestimmen ganz alleine Sie diesen, wir chirurgischen Orthopäden können Ihnen nur diese Möglichkeit anbieten, wann Sie diese annehmen wollen hängt von Ihrer Lebensqualität und dem Leidensdruck ab. Und falls es Sie beruhigt: Die Knieprothese ist für uns Chirurgen technisch ´einfacher´ als ein Hüftgelenk... Viel Glück und gute Besserung.

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