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Alf Neuhaus
Alf Neuhaus, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 127
Erfahrung:  Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, Gelenkchirurgie, Handchirurgie, Unfallchirurgie, Chiropraxis
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Alf Neuhaus ist jetzt online.

Nachdem vor mehreren Jahren schwere Arthrose diagnostiziert

Kundenfrage

Nachdem vor mehreren Jahren schwere Arthrose diagnostiziert wurde, habe ich mich nun zur Operation durchgerungen. Mir wird eine Totalendoprothese vorgeschlagen. Von der Möglichkeit des Oberflächenersatzes (nach McMinn)habe ich erst nach dem Gespräch erfahren. Unter welchen Voraussetzungen ist diese wohl schonendere Methode angezeigt bzw. möglich. Wie komme ich zu einem diesbezüglich zu einem Zweiturteil. Da mein Arzt das nicht erwähnt hat, muss ich entweder davon ausgehen, dass er nichts davon hält oder für mich nicht für angebracht hält. Danke XXXXX XXXXX baldige Antwort.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Tag,

bei schwerer Hüftarhtrose, diagnostiziert durch Röntgen/ klinische Untersuchungen/ ggf. MRT (selten nötig) und nicht erfolgreicher konservativer (nicht-op) Therapie wie Medikamente (Tabletten, Spritzen auch in das Gelenk), Krankengymnastik u.a. nicht mehr helfen und Ihre Lebensqualität offentsichtlich leidet, dann hilft noch die OP. Der Oberflächenersatz (´resurfacing´, Hüftkappe) wird generell bei jüngeren Patienten unter 60 angewendet, da diese ´Prothese´nur etwa 10 Jahre hält und dann durch eine Totalendoprothese (TEP) ersetzt werden muß. Eine TEP hält durchschnittlich 25 Jahre, häufig auch länger..., d.h. in Ihrem Alter könnte man davon ausgehen, daß Sie mit einer Prothese´auskommen´, während Sie bei der Hüftkappe ziehmlich sicher eine zweite Op benötigen würden. Aus diesem Grunde hat Ihr Arzt diese Möglichkeit wohl nicht erwähnt. Viel Glück und gute Besserung.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Haltbarkeit von TEP wird gewöhnlich mit 12-15 Jahren angegeben, auch von meinem Arzt. Haben Sie dazu neuere Informationen? Woher beziehen Sie die Information über die kürzere Haltbarkeit bei Oberflächenersatz?( Da diese OP erst (wieder) seit Beginn der 90er Jahre eingesetzt wird, dürfte darüber kaum belastbares statistisches Material vorliegen.)
Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Lieber Patient,
auch die McMinn ist eine Möglichkeit des künstlichen Hüftgelenkes. Wird immer noch auf Kongressen kontrovers diskutiert. Der Vorteil ist die besser Mobiliation unter Ehalt von Knochenstrukturen am Oberschenkel, da der Hüftkopf -wenn auch geringeren Ausmasses- erhalten wird unter Verlust von Knochen am Becken, wo eine grössere Pfanne im Vergleich zu den herkömmlichen Hüft-TEP´s eingebracht werden muss. Ich habe selber in einer Klinik gearbeiten, in der knapp 250 McMinn Prothesen eingesetzt worden sind. Die Patienten waren tatsächlich schneller mobil. Die Standzeit der Hüftkappenprothese ist noch nicht beurteilbar, da es noch keine Langzeitergebnisse gibt, wie bei den herkömmlichen. Daher kann auch ich keine Aussage dazu gemacht werden. Ich kann mich noch an die Streitdebatten auf dem Orthopädenkongress in Chicago erinnern, bei der ein australischer Orthopäde die Hüftkappe abgelehnt hat, da seine TEP´s anscheinend 25 jahre halten und er die Standzeit als den grossen Vorteil ansieht. Neben dem Nachteil von fehlenden Langzeitergebnissen, den vermehrten Knochenverlust bei implantieren der Pfanne, gibt es noch das Problem der Metallionen, die beim Abrieb der Metall/Metall Paarung auftreten. Dies führt dazu, das klar gesagt wird, dass keine Implantation erfolgen soll, wenn die Nierenfunktion eingeschränkt ist. Letztendlich obliegt die Entscheidung Ihnen. Ich würde empfehle meinen Patienten über 70 zu einer herkömmlichen TEP und OP bei einem gutem Orthopäden. Sprechen Sie mit diesem.
VG und gute Besserung,
wenn diese info hilfreich war, bitte mit " akzeptieren" honorieren. Diese allgemein Info ersetzt nicht die Untersuchung vor Ort oder in meiner Praxis
Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hat es Ihnen nicht weitergeholfen?
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Abend,

Stastistiken die in den amrikanischen Jouranls für Orthopädie veröffentlicht wurden haben gezeigt das bach 20 Jahren noch 80% der Hüft-TEP´s einwandfrei funktionierten. Betreff der Hüftkappe haben Sie Recht (sehr gut informiert), die längste veröffentlichte Nachuntersuchung nach Hüftkappe bezog sich auf einen Zeitraum von 8 Jahren und zeigte vergleichbare Ergebnisse wie bei der TEP, aber leider hat sich auch gezeigt das gerade in den ersten 2-4 Jahren die Fehlerquote hoch war im wesentlichen aufgrund von chirurgischen Fehlern (Schenkelhalsbruch durch nicht exakt aufgesetzte Kappe auf den Femurkopf (dessen Kante dann stetig am Hals ´kratzt´und dadurch zur Fraktur führt). Und bei der Hüftkappenoperation wird die Pfanne (Acetabulum) auf genau die gleiche Größe gefräßt wie bei einer TEP, aber es wird keine Poliethileneinlage verwendet, was das Verwenden eines größeren Prothesenkopfes erlaubt. Es ist eben die Größe des Pfanneneinsatzes das die Kopfgröße vorgibt (der Kopf ist immer 6mm kleiner im Durchmesser als die Pfanne, aber jetzt wird es zu technisch). Also wird nicht mehr vom Beckenknochen entfernt als in der TEP, aber es ist eher der Hüftkopf der bestimmt ob eine Kappe aufgesetzt werden kann. Ich bereite meine Patienten immer auf beide Möglichkeiten vor, soll heißen in der Op habe ich beide ´Modelle´ zur Verfügung und verwende das der Knochenstruktur entsprechende Modell während der Op ein. Besprechen Sie die Möglichkeiten mit einem Orthopäden der Erfahrung mit beiden Prothesenmodellen hat. Viel Glück.

Alf Neuhaus, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 127
Erfahrung: Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, Gelenkchirurgie, Handchirurgie, Unfallchirurgie, Chiropraxis
Alf Neuhaus und weitere Experten für Orthopädie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Geht doch, warum nicht gleich so präzise.
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Tag,

das meine erste Antwort nicht so präzise war lag einfach daran das die meisten Patienten nicht über das medizinische Wissen/ die medizinishce Information verfügen das Sie offentsichtlich haben und daher meistens eine eher einfachere Antwort vorziehen. Viel Glück für die Op und gute Erholung hinterher.

Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Anzumerken ist meinerseits, dass es in den meisten Fällen zu einem grösseren Pfannenimplantat bei der McMinn im Vergleich zur herkömmlichen Prothese kam. Dazu hatten wir eine klinische UNtersuchung angestellt.
VG und gute Besserung,
wenn diese info hilfreich war, bitte mit " akzeptieren" honorieren. Diese allgemein Info ersetzt nicht die Untersuchung vor Ort oder in meiner Praxis

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