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Alf Neuhaus
Alf Neuhaus, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 127
Erfahrung:  Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, Gelenkchirurgie, Handchirurgie, Unfallchirurgie, Chiropraxis
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Alf Neuhaus ist jetzt online.

Mein Name ist Dieter Maletz. Ich werde ab dem 15.10.2010 in

Kundenfrage

Mein Name ist Dieter Maletz. Ich werde ab dem 15.10.2010 in Ungarn leben. Ich bin mit Knieproblemen in Kiskunhalas (Krankenhaus) in ambulanter Behandlung. Ich habe vor 4 Wochen Hyaluronsäure in beide Kniegelenke injiziert bekommen. Der behandelnde Orthopäde hat nach umfangreichen Röntgenaufnahmen eine Knieoperation (Protese) empfohlen. Vorab wollte er aber eine Athroskopie vornehmen. Nach Rücksprache mit meiner Krankenkasse (TK) hat man mir empfohlen, aus abrechnungstechnischen Gründen, mich mit Ihnen in Verbindung zu setzen. Meine Frage lautet: "Wie wäre der medizinische Ablauf, wenn ich mit einer Einweisung meines Hausarztes zu Ihnen käme?"

Danke.

Dieter Maletz
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Lieber Patient,
das klingt nun wirklich nach absurd. Der Orthopäde will noch eine Arthroskopie durchführen lassen (er selbst??) obwohl dieser schon die Indikation zur Knie TEP stellte? Dies macht in meinen Augen keinen Sinn, zumal schon mehrere Arthroskopien durchgeführt worden sind:
Ich führe Röntgenaufnahmen des Kniegelenkes im Stand- also unter Belastung- durch. Ist der Gelenkspalt aufgehoben und der Patient hat keinerlei Lebensqualiät mehr, dann empfehle ich die Knie-TEP. Jedoch nicht bei erhaltenem Gelenkspalt, Knorpelschäden 3°es und ausreichender Lebensqualität.
Sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden
VG und Gute Besserung,
wenn diese Info hilfreich war, bitte mit " akzeptieren" honorieren. Diese allgemein Info ersetzt nicht die Untersuchung vor Ort oder in meiner Praxis
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Morgen,

leider ist bei der Indikation zum totalen Kniegelenkersatz nicht nur der Schweregrad der Arthrose wichtig (wie vom Kollegen neschrieben), sondern auch das Alter des Patienten. Eine ´Kniegelenkprothese´ hält statistisch 20-25 Jahre, danach muß sie erneuert werden (eine schwierige und lange Op), soll heißen das wir chirurgischen Orthopäden versuchen, Zeit zu gewinnen um zu verhindern, das wir eine diese Op bei ´jüngren´Patienten einsetzten, und eine Arthroskopie (wenn die letzte länger als ein Jahr her ist) kann Zeit gewinnen damit Sie das sog.´obtimale Alter für eine Knieprothese´ erreichen. Also langer rede... wie alt sind Sie? Viele Grüße aus Spanien.

Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Morgen,
mit einer Arthroskopie- bei festgestellter Indikation zur Knie TEP, d.h. der Knorpel ist aufgebraucht- kann man leider keine Zeit gewinnen, jedoch der Operateur GELD. Dies sollte nicht dazu verleiten, de Patienten mehrerer Arthroskopien zu unterziehen. Das Alter spielt immer eine Rolle, aber wenn das Knie verschliessen ist, dann bleiben leider nicht viele Möglichkeiten und viele Kollegen zeigen dies auf den Orthopädischen Kongressen.
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Abend,

es hängt tatsächlich im wesentlichen von Ihrem Alter ab, und es ist korrekt das es bei einem verschlissenem Gelenk nicht viele Möglichkeiten gibt, aber es gibt manchmal mehr als nur eine: Sind Sie 55 oder jünger und hat die letzte Arthroskopie Ihnen mindestens 24 Monate Ruhe gegeben, dann kann und sollte diese nochmals durchgeführt werden (sog. Knietoilette, das Gelenk wird ausgewaschen), dies dient, wie immer wieder auf internationalen orthopädischen Kongressen bestätigt, dem Zeit- (und nur Zeit)-gewinnung. Auf diesen internationalen Kongressen (und in der entsprechenden Literatur) wird auch deutlich gesagt, das ab dem Alter von 60 die Knieprothese die Op der Wahl wäre. Ein Knorpelschaden 3. Grades ist per Definition nicht die Knorpelglatze sondern die komplette Erweichung des Knorpels, aber noch ohne ´Lücken´ in der Knorpeloberfläche, soll heißen es ist noch Knorpel vorhanden, was uns chirurgischen Orthopäden und Ihnen evtl. andere Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Zusammengefaßt: Es hängt von Ihnen und Ihren Symptomen ab, generell ist die Regel wenn totale Op dann so spät (im Sinne vom Alter) wie möglich, und bei jüngeren Patienten alles versuchen um diese Op ´hinauszuschieben´, auch wenn diese Maßnahmen manchmal gemäß der ´Regelbücher´ nicht logisch erscheinen. Viel Glück.

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