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Alf Neuhaus
Alf Neuhaus, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 127
Erfahrung:  Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, Gelenkchirurgie, Handchirurgie, Unfallchirurgie, Chiropraxis
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Alf Neuhaus ist jetzt online.

Guten Tag, 2002 wurde ich an LW4/5 operiert, leider zu sp t,

Kundenfrage

Guten Tag,
2002 wurde ich an LW4/5 operiert, leider zu spät, beim linken Bein hat sich das taubheitsgefühl nie mehr gebessert.
Nun war ich wegen erheblicher Schmerzen gestern wieder einmal zum MRT.
Befund:
1. Ausgeprägte erosive Osteochonsen LWK 2 bis 4.
2. Ausgeprägter und nach cranial umgeklappter medianer Diskusprolaps LWK 3/4 mit ausgeprägter Impression des Duralsackes.
3. Links dersolaterale und mediane Diskusprotrusion LWK 4/5.
4. Ausgeprägte degenerative Veränderung wie Gelenkfacettenarthrosen beiseitig der unteren LWS.

Meine Frage nun:
Ist das operationswürdig?
Ein zusätzliches Problem bei mir ist daß ich eine Spritzenphobie habe und viele Behandlungsmethoden nicht angewendet werden können. ( probiert wurde es schon, ohne Erfolg)

mfg
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Morgen,

betreff der Op-Indikation bei LWS-Problemen gilt grundsätzlich das wir nicht das Bild sondern den menschen operieren, d.h. nachgewiesene Bandscheibenvorfälle müßen nicht unbedingt der Grund für Beschwerden sein und deren nachweis reicht zur Op-Indikation nicht aus. eine Spritzenphobie könnte mit einer Kurznarkose mit Gas umgangen werden. Dem MRT nach haben Sie Verschleißerscheinungen an den Wirbelköpern L2-4 (Osteochondrosen), einen Bandscheibenvorfall in der Mitte von L3/4 nach oben umgeklappt mit Druck auf den Nervenraum, eine Banscheibenverschiebung links L4/5 und ausgeprägte Verschleißerscheinungen der LWS-Gelenke. Dem Bild nach zu urteilen haben Sie im Laufe des Lebens Ihrer LWS viel zugemutet. Ich würde auf jeden Fall die konservative Therapie (KG, manuelle Therapie, Wassertherapie, Tabletten und sogar Spritzen) empfehlen bevor Sie an eine weitere Op denken. Viel Glück und gute Besserung.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo,
zugemutet glaub ich weniger, eher erblich bedingt. Meine Mutter ist von der Halswirbelsäule bis zur LWS mit CD-Stangen versteift und das mit 37 Jahren, jetzt mit 68 J. geht es nur noch mit drogenähnlichen Mediz und erheblichen Schmerzen.
Ich bin 45 J. habe immer Sport gemacht und leide auch nicht an Übergewicht.
Meine Überlegung ist einfach nur das ich nicht soooo leben will wie meine Mutter bzw. mir das gerne ersparen möchte und dXXXXX XXXXXeber rechtzeitig eine OP in Erwägung ziehe.
Denn besser wird`s wohl kaum noch, zumal im HWS-Bereich ähnliche Probleme existieren die ich aber soweit, bis jetzt, in den Griff bekomme.
Daher auch die Frage ob OP-würdig.
Langsam leidet meine Lebenqualität erheblich darunter.
mfg
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Tag,

der MRT-Befund ist in der Tat ungewñhnlich für einen 45-Jährigen/ger. Sind Blutuntersuchungen/ Knochenszintigrapie gemacht? könnte evtl. ein M. Bechterew dahinterstehen? Und wie gesagt, eine Spritzenphobie ist Indikation (auch von der Kasse bei entsprechender ärtzlicher begründung bezahlt) für eine Kurznarkose (ohne Nadel) um dann kontrolliert am rücken zu infiltrieren. Ganz wichtig vor einer LWS-Op: Unbedingt sicher herausfinden woran operiert werden soll (Prolaps, Spinalkanalenge, Gelenkverschleiß...). Viel Glück.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo,

Hmm, jetzt komm ich aber ans grübeln !

Mein Vater hat Bechterew ! nur wurde mir da erklärt das es eher unwahrscheinlich wäre weil ich

1. weiblich bin und

2. es in der zweiten Generation vererbt wird.

Es wurde aufgrund dieser Tatsache schon vorher ausgeschlossen.

Eine Knochenszintigrapie ist noch nie bei mir gemacht worden weil ich ja zu jung dafür wäre!

Gibt es denn noch mehr Untersuchungen die eventuelle Antworten auf meine Wirbelsäule geben könnten ?

Wenn ich dadurch eine OP bzw. weitere Schädigungen verhindern kann oder aufhalten kann wäre mir damit weit mehr geholfen !

mfg

 

Experte:  weborthopaede hat geantwortet vor 7 Jahren.
GUten Abend,
ich habe gerade Ihre Krankengeschichte gelesen. ich stimme zu, dass nur operiert werden sollte, wenn Sie keine Lebensqualität mehr haben. Schade, dass Sie keine Spritzen mögen. Denn damit kann einiges erreicht werden. Ich habe schon einige Patienten von diese Phobie befreien können.
Des weiteren kann viel mit Krankengymnastik, Akupunktur und einer adäquaten Schmerztherapie (oral) erreicht werden. Folgendes sollten Sie auch beachten, eine OP sollte bei fehlenden neurologischen Defiziten auch ganz weit weggeschoben werden. Wenn Sie einmal an der Wirbelsäule operiert sind- und das mit 45- kommen oft weitere dazu. Auch kann sich in seltenen Fällen bei Eröffnung des Spinalkanals in ein Syndrom entwickeln, bei dem sich Narben um die Nervenwurzel bilden und wieder zu den gleichen Beschwerden führen können. Daher, wirklich eine Op, wenn nichts mehr geht.
VG und gute Besserung,
wenn diese info hilfreich war, bitte mit " akzeptieren" honorieren. Diese allgemeine Information ersetzt nicht die Untersuchung beim behandelnden Arzt vor Ort
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Abend,

ein Bechterew betrifft Männer zu Frauen 5-1, also selten aber nicht unmöglich, und er wird im Allgemeinen in der zweiten generation deutlich, muß aber nicht. Und die Rezidivrate (d.h. die Symptome kommen wieder) liegt bei bis zu 35%, wenn vor dem 50.Jahr operiert wird, also alles versuchen, dazu gehören auch Infiltrationen. Lassen Sie eine Bluuntersuchung machen (Entzündungswerte, Leber-/Nierenwerte, HLA B27, Hämogram) und eine Knochenszintigrafie (zeigt Knochenaktivität an), dazu normales Röntgen der gesamten Wirbelsäule (Bambusstabverformung/ verschweißung in unterer HWS/LWS?). Und die angesprochenen Übungen + vorsichtige manuelle Therapie + evtl. Akupunktur + ... bitte alles versuchen. Viel Glück.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo,
vielen Dank für die nette Mühe.
Ich werde versuchen die Untersuchungen durchzusetzen. :-)
Sie haben mir damit sehr geholfen.
mfg

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