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Alf Neuhaus
Alf Neuhaus, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 127
Erfahrung:  Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, Gelenkchirurgie, Handchirurgie, Unfallchirurgie, Chiropraxis
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Alf Neuhaus ist jetzt online.

Lamik mein Name. Ich bin 56 Jahre. Diagnose Gonarthrose

Kundenfrage

Lamik mein Name. Ich bin 56 Jahre.
Diagnose : Gonarthrose li. Kniegelenk
Arthroskopischer Befund : Trochlea femoris / Chondromalazie III - IV
Retropatellar / Chondromalazie IV
Medialer Femurcondylus / Chondromalazie IV
Mediales Tibiaplateau / Chondromalazie III - IV
Innenmeniskus komplexer Lappen - und Horizontalabriß des Hinterhornes
Außenmeniskus randständige Auffaserung, inspektorisch und palpatorisch kein Riß.

Meine Frage : Wann etwa, muß ich mit einer Knieprothese rechnen ?
Welcher Art von Prothese könnte dies sein ?
Gibt es eine Alternative hierzu ? Z.B. Stichwort Bioprothese
Privatklinik KNIE ZENTRUM Dr. Toft in München. Wäre das eine seriöse Operationsmöglichkeit ? Ist das bekannt und evtl. zu empfehlen ?
Oder wäre hier auch eine Schlittenprothese zu empfehlen ?

Vielen Dank

Mit freundlichem Gruß

Lamik
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  weborthopaede hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag,
Sie haben haben innenseitig einen nahezu kompletten Verschleiss und ebenso hinter der Kniescheibe. Somit engt das schon die Indikation für eine Schlittenprothese ein. Wenn die Aussenseite komplett in Ordnung ist, wäre eine Umstellungsosteotomie zu diskutieren, bei der die Beinachse umgestelt wird und Sie Ihr eigenes Gelenk behalten. Eine Knieendoprothese wird dann eingesetzt, wenn das Knie in allen Anteilen Verschleiss (Arthrose) zeigt und Sie keine Lebensqualität mehr mit dem Gelenk besitzen. Bioprothese ist ein PR-Synonym für eine Anbohrung des Knochens. Durch diese Bohrung kommt es zu einem Einbluten und -wenn optimal und nach 6 Wochen Teilbelastung- zur Bildung eines minderwertigen Ersatzknorpels. Das kann bei kleinen Defekten angewandt werden, nicht, wenn der Befund grösser ist. Findige Operateure haben somit den Begriss "Microfracture" in "bioprothese" umbennant.
VG und gute Besserung,
wenn diese info hilfreich war, bitte mit " akzeptieren" honorieren. Diese allgemeine Information ersetzt nicht die Untersuchung beim behandelnden Arzt vor Ort.

Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Abend,

bei sog. Knorpelglatze, d.h. kein Knorpel mehr (Chondromal- Grad IV) bringt die sog. Bioprothese/ Mikrofarkturierung/Bridie-Bohrung wenig. Die Umstellungsosteotomie - durchtrennen des Schienbeines um wieder zusammensetzen in anderem Winkel (aus O- Bein wird X- Bein gemacht) wird von vielen chirurgisch tätigen Orthopäden nicht mehr angewendet, da schwierige und lange Op (2-3h), lange Nachbehandlung (Reha 6-12 Wochen) und wichtige Risiken (Infektion, Knochenheilungsprobleme, Osteomyelitis). Die Schlittenprothes (´halbe´Knieprothese) wird auf der verschlissenen Seite aingesetzt, aber bei bestehendem Verschleiß hinter der Kniescheibe manchmal nicht hilfreich, doch Op is einfacher (in Amerika Tages-op, bei mir 2 Tage Krankenhaus), Reha 3-6 Wochen bei sofortiger Belastungsmöglichkeiten und weniger Risiken (keine Knochenprobleme). sofern Sie noch klar kommen würde ich versuchen konservativ Zeit zu gewinnen, bei dem Befund kommen Sie irgentwann um eine Vollprothese nicht herum. Kortison-spritzen könne etwas helfe, selbst Hyaluron-Säure kann auch bei Ihrem Befund helfen. Meiner Meinung nach alles ausprobieren bevor operiert wird. Und wenn Op dann vielleicht noch eine Spiegelung mit Gelenktoilette. Es hängt von den Symptomen ab, bitte alles mit Ihrem Orthopäden durchsprechen. Viel Glück.

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