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Kategorie: Orthopädie
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Guten Abend! Es steht eine OP der HWS C5/6 an. Was halten

Kundenfrage

Guten Abend!
Es steht eine OP der HWS C5/6 an. Was halten Sie prinzipiell von der Robotechnik im Gegensatz zur herkömmlichen Methode (Halsschnitt von vorn) als Operationsverfahren in diesem Bereich der Halswirbelsäule.
Bei dieser Frage ist zu unterstellen, dass die Diagnose sicher erscheint.
Mit der Beantwortung dieser Frage würden Sie uns bei der Wahl der Methode weiterhelfen.
Vorerst Vielen Dank.
mfG
Kl.-D. Zimmerling
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Orthopäde_Ddorf hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo Herr Zimmerling,
wenn eine Operation C5/6 durchgeführt werden muss wegen einer Spinalkanalstenose oder Bandscheibenvorfall, kann ich Ihnen nur den Zugang von vorn empfehlen. Wenn SIe juengeren Alters sind, wird derzeit überall die Implantation einer Bandscheibenprothese befürwortet. Ansonsten Verblockung mit einem Spacer, was auch sehr gute Langzeiterfolge hat. AKupunktur ist eine reine Schmerztherapie, kann aber immer wieder sehr gut helfen, solange Sie keine neurologischen Ausfälle haben
VG
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Experte:  docapplepie hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Herr Zimmerling,
grundsätzlich sind die Ergebnisse der konventionellen (neurochirugischen) OP derzeit noch besser, als die der Robotechnik. Es wird mikroskopisch von vorne gearbeitet, nur bei einigen wenigen Indikationen kann auch die OP von hinten gute Entlastung bringen (wenn z.B. Arthrosen der Wirbelgelenke eine Einengung des Spinalkanals hervorrufen). Es gibt auch einen seitlichen Zugang (vorne-seitlich) bei dem einseitige Probleme der HWS gut operiert werden können, aber auch das nur im Einzelfall. Die aktuelle Literatur (diesen Monat in "Neurosurgery" erschienen) berichtet, dass der Einsatz einer Bandscheibenprothese KEINE Vorteile gegenüber der konventionellen Verblockung bringt. Zudem ist mittlerweile gut belegt, dass Schmerzen allein KEINE OP-Indikation sein sollten, denn die werden bei einer großen Anzahl von Operierten hinterher genauso sein, wie vorher (habe ich im Rahmen meiner Doktorarbeit selbst vor Jahren einmal untersucht, hat sich bis heute nichts geändert). Nur neurologische Defizite sind eine geeignete OP-Indikation und die werden auch tatsächlich dann (meist) besser. Mehrfache OPs der HWS in verschiedenen Höhen habe dann das Risiko, dass neben Einschränkungen der Beweglichkeit eine Überlastung der verbliebenen Bandscheiben eintritt - nur zu lindern durch intensive KG und spezielle Therapien. MfG P.T.