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Kategorie: Orthopädie
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Guten Tag, mein Vater (73) hat ein nicht kleinzelliges Lungenkarzinom,

Kundenfrage

Guten Tag,
mein Vater (73) hat ein nicht kleinzelliges Lungenkarzinom, welches Ende Januar 2010 festgestellt wurde (T 2-4; N3; M0, Stadium IIIb). Nach einer unbedachten Bewegung zu Hause hatte er höllische Schmerzen im Rücken. Nach dem letzten KH-Aufenthalt (Entlassung am 26.03.10) steht jetzt im Arztbrief u.a. die Diagnose: Deckplatteneinbruch des 11. und 12. BWK! Außer, dass er starke Schmerzmittel dafür bekommt (mit entspr. Nebenwirkungen), die ihn aber nicht schmerzfrei stellen, wurde für diese Diagnose keine Behandlung vorgesehen. Wie kann meinem Vater geholfen werden, vor allem, dass er die Zeiten zwischen den Chemotherapien ohne noch zusätzliche Schmerzen zu haben, zur Verbesserung seines Allgemeinzustandes und zu seiner psychischen Stabilisierung? Was gibt es für Behandlungsmöglichkeiten? Es kann doch nicht sein, daß man das nur mit starken Schmerzmedikamenten therapiert?
In der Hoffnung auf eine positive Antwort, danke XXXXX XXXXX
M. Matthäus
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Dr.NESTK hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag Matthäus

Die Entscheidung bei Wirbelkörperfrakturen welche Therapieform die beste ist, hängt von vielen Faktoren zusammen. Zum Beispiel Form, Lokalisation und Stabilität der Fraktur, aber auch vom Allgemeinzustand des Patienten und das erwartende OP-Risiko.

Die neuen Empfehlungen der Fachgesellschaften ziehen im Allgemeinen bei einer stabilen Fraktur - wie die Ihres Vaters - eher die konservative Therapie. Diese beinhaltet nicht nur Schmerzmittelgabe, sondern auch Physiotherapie und Krankengymnastik. ABER wenn seine Beschwerden sehr stark sind und unter Berücksichtigung der anderen Faktoren konnte eine Operation Ihm Linderung verschaffen.

In seinem Fall wäre eine so genannte Kyphoplastie sinnvoll. Bei dieser Technik wird eine Sonde in den kaputten Wirbelkörper eingeführt, diese dann mit einem Ballon aufgerichtet und dann in den Wirbelkörper Knochenzement installiert. Durch die Stabilisierung der Fraktur haben die Patienten anschließend weniger Schmerzen. Das ist zwar eine schnelle Operation aber in Betracht der Nebendiagnosen nicht ganz ohne Risiko.

Klartext: es gibt sehr viele und gute Schmerzmittel. Wenn die aktuelle Gabe nicht ausreichend ist, kann man definitiv noch was ändern. Zum Beispiel mit Schmerzpflaster (Fentanyl-Pflastr).

Ansonsten eine Vorstellung in einer Orthopädischen Klinik mit Wirbelsäulenchirurgie als Schwerpunkt. Da werden alle Faktoren dann genau betrachtet und die OP Risiken abgewogen. Wenn es Sinn macht dann geht es relativ schnell. Die OP selber dauert etwa 30 Minuten. Krankenhausaufenthalt 2 bis 5 Tage.

MfG