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Kategorie: Orthopädie
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Sehr geehrte Damen und Herren, Seit ca. 8 Jahren habe ich

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
Seit ca. 8 Jahren habe ich (156cm, 57kg, 49j.) Rückenschmerzen und kann den Ursprung auch nicht genau lokalisieren. Arztbesuche brachten nicht den gewünschten Erfolg. Physiotherapie, Massage waren ebenfalls nicht erfolgreich. Die Schmerzen strahlen vom Becken ins Bein. Wahrscheinlich ist das ISG rechts davon betroffen. Hinzu kommt das nachts die Hände (HWS?) einschlafen. Ein MRT vom gesamten Körper wurde diesbezüglich nicht gemacht. Die Probleme werden zunehmend schlechter, vorallem nachts. Welche Untersuchungsmethoden schlagen Sie vor, um korrekte Diagnose bzw. einen Behandlungsplan zu erstellen.

mfg.
Gabriele Beer
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  web4health hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Frau Beer !

 

Ein paar Nachfragen :

Die Beschwerden treten in beiden Körperhälften auf ?

Speziell die Missempfindungen in der Hand, werden die mit Ausschütteln der Hand besser ?

Gab es einen Unfall oder ein sonstiges Ereignis, dass den Beginn der Beschwerden vor 8 Jahren vorausging ?

Wurde eine gründliche neurologische Untersuchung gemacht, um die genaue Lokalisation (neurologische Dermatome bzw. Ausfallgebiete) einzugrenzen ?

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Die Beschwerden im Beckenbereich sind nur auf der rechten Seite. Die Hände (beide) machen mir tagsüber keine Beschwerden. Sobald ich jedoch ins Bett gehe verspüre ich zwar keinen Schmerz in den Händen, jedoch merke ich, dass es im Bereich der Schultern unangenehm wird. Im Beckenbereich hingegen verspüre ich sofort diesen unangenehmen Schmerz, der mich oftmals nicht einschlafen läßt. Ich glaube auch nicht, dass der Schmerz im Beckenbereich und das Einschlafen der Hände im Zusammenhang stehen. Doch ich bin nicht der Fachmann. Ich vermute nur. Ich muss noch erwähnen, dass ich auf einer guten Matratze schlafe. Als Vergleich hatte ich mir sogar mal eine Tempur-Matratze geliehen. Eine Veränderung blieb aus, so dass ich wieder auf meine aktuelle Matratze zurückgegriffen habe. Eine Unfall oder dergleichen hatte ich nicht. Jedoch hatte ich ein Erlebnis als Kind. Ich bin mit dem Schlitten über einen Erhebung gefahren und hatte mir dabei am Steißbein sehr weh getan. Ich hatte dem keine Bedeutung gegeben und auch keinem gegenüber dies erwähnt. Letztendlich wurde mir später als Teenager gesagt, dass ich mal einen Steißbeinbruch gehabt hätte. Ob hier ein Zusammenhang bestehen könnte? Ich habe auch als Kind Ballett gemacht und habe Mitte 20 angefangen Gymnastik zu machen. Dies von montags bis freitags jeweils 1 Stunde hartes Training zu Hause. Ich hatte aufgrund dessen abgenommen und wog nur noch 52 kg. Mit der Zeit habe ich für Gymnastik mir keine Zeit mehr genommen. Habe jedoch einen Hund, mit dem ich täglich mindestens 1 bis 2 Stunden einen langen Spaziergang mache. Ich hoffe Ihre Fragen ausführlich beantwortet zu haben. Ich hoffe, dass Sie mir helfen können. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Beer

Experte:  web4health hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo Frau Beer !

Ich hatte zunächst überlegt, ob durch Verschleiss oder einen Unfall eine Einengung des Rückenmarks in Höhe der Halswirbelsäule vorliegen könnte, da sie Beschwerden an den oberen und unteren Extremitäten haben. So ganz auszuschliessen ist das nicht (ich halte es aber eher für unwahrscheinlich). Dies könnte ein Neurologe oder klinisch versierter Orthopäde durch eine gute körperliche Untersuchung (grobe Kraft, Sensibilität, Reflexe) und ggf. technische Zusatzbefunde (EMG, NLG) ermitteln. Dann dachte ich an ein sog. Karpaltunnelsyndrom für die Beschwerden in den Händen (was auch ein Neurologe untersucht). Wahrscheinlicher ist aber doch, dass es sich um ein muskuläres Problem = Verspannungen handelt. Hier würde ich aber doch zu einem Besuch beim Neurologen raten, um das Einschlafen der Hände untersuchen zu lassen.

Eine Bildgebung der Wirbelsäule wäre grundsätzlich zwar eine Option, aber vermutlich eben nicht weiterführend. Wenn ich der behandelnde Arzt wäre, würde ich vermutlich in Höhe der Halswirbelsäule und der unteren Wirbelsäule (Steissbeinübergang) eine Kernspintomographie erwägen. Es kann sehr gut sein, dass das ISG die Probleme macht, andererseits aber auch eine Einengung des Rückenmarks (wobei in diesem Bereich eigentlich nur noch Nervenausläufer sind). Einen Zusammenhang mit dem Bruch könnte ich mir vorstellen. Daneben aber auch einen Ermüdungsbruch bei Osteoporose oder Überlastung. Gerade auch im Zusammenhang mit dem Untergewicht und der starken körperlichen Belastung (hier könnte man eine sog. Knochendichtemessung erwägen, weil sowas eben auch starke Schmerzen machen kann).

Daraus einen Behandlungsplan so abzuleiten ist schwierig (und man muss natürlich berücksichtigen, was sie schon ergebnislos versucht haben). Meine Ideen gehen daher bewusst eben auch in Bereiche, die nicht so häufig sind aber möglicherweise neue therapeutische Möglichkeiten bieten.

Da ihre Beschwerden schon lange bestehen würde ich die Vorstellung bei einem Schmerztherapeuten (z.b. Facharzt für Anästhesie mit Zusatzqualifikation Schmerztherapie) empfehlen. Eine Schmerztherapie kann gerade bei chronischen Schmerzen sehr unterschiedliche Ansätze (Medikamente, sog. Infiltrationsbehandlungen, Elektrotherapie, Psychotherapie zur Schmerzbewältigung) vereinen. Dies könnte ggf. auch im Rahmen einer stationären Reha in einer entsprechenden Fachklinik erfolgen.

Ich hoffe, dass diese Gedanken und Anregungen eine Hilfestellung darstellen können. Fragen Sie aber gerne nach !

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