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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele,
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 20704
28905844
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Guten Abend, mein Sohn (22 Jahre, Leistungssportler)hat die

Kundenfrage

Guten Abend, mein Sohn (22 Jahre, Leistungssportler)hat die Diagnose "heterotope Ossifikation", wurde am 29.12.09 am Oberschenkel operiert an einem Hämatom (Verletzung beim Handballspielen im November 2009), welches verkalkt war (20x4 cm) und ausgeräumt wurde. 3 Wochen lang hat er Indomet eingenommen, seit 4 Wochen Krankengymnastik. Jetzt ist eine neue Verkalkung direkt oberhalb des Knies 4x4 cm festgestellt worden. Welche Therapie kann angewandt werden, die behandelnden Orthopäden (2) empfehlen nur Krankengymnastik. Wie ist das Ganze einzuschätzen, welche Prognose hat mein Sohn? Gibt es Kliniken/Ärzte, die darauf spezialisiert sind?
Vielen Dank
duenenrose
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo duenenrose,

bei dieser Diagnose handelt es sich um eine Erkrankung, bei der knochenbildende Zellen aktiviert werden und damit zu solchen Verkalkungen führen. Auslösend dafür ist meist ein Trauma, also Unfall/Verletzung, wie auch im Fall Ihres Sohnes. In seltenen Fällen kann auch eine neurologische Erkrankung dafür ursächlich sein, davon ist hier aber nicht auszugehen.
Die Therapie besteht zunächst wirklich nur in Bewegungsübungen, Kühlung und bei Bedarf schmerzstillenden, entzündungshemmenden Medikamenten. Mit einer erneuten Operation sollte man zumindest ein halbes Jahr abwarten, da sonst ein erhöhtes Risiko für ein Rezidiv besteht.
Beim Orthopäden, oder in einer orthopädischen Ambulanz ist Ihr Sohn in den richtigen Händen.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sie empfehlen ein entzündungshemmendes Mittel, wäre Wobenzym N ein adäquates Mittel oder welches Mittel ohne allzu große Nebenwirkungen käme in Frage? Spielt die Ernährung bei dieser Erkrankung eine Rolle und/oder biochemische Prozesse? Ist Massage sinnvoll? Ein Orthopäde hat eine Stoßwellen-Therapie empfohlen. Dies kann ich mir bei einem schon vorhandenen Hämatom nicht vorstellen, da Stoßwellen doch Hämatome provozieren und auch die vorhandene Verkalkung evtl. gesprengt wird und "Tausende von Splittern" im Oberschenkel verteilt werden können (?).
duenenrose
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo,

bewährt haben sich bei der Behandlung antiphlogistische Präparate wie Indometacin, oder Diclofenac. Wobenzym wirkt auch entzündungshemmend, ist aber in einem solchen Fall nicht allzu effektiv. Ernährungstechnisch lässt sich da leider auch kaum etwas ausrichten, Massage kann man einsetzen, von Stosswellentherapie würde ich im akuten Stadium eher absehen. Um einem Rezidiv vorzubeugen, wird zum Teil eine Bestrahlungstherapie durchgeführt, das sollte aber auch erst nach Ausheilung des akuten Stadiums erfolgen.

MfG,
Dr. N. Scheufele