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Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 1990
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bin vor zwei Jahren an der H fte operiert worden. Habe bisher

Kundenfrage

bin vor zwei Jahren an der Hüfte operiert worden. Habe bisher 2 bis 3 mal ca 4 Wochen
lang Schmerzen gehabt, z.Zt. am linken Oberschenkel außen. Da Verdacht auf Lockerung
bestand ( dieser Verdacht hat sich nicht bestätigt ) wurde geröntgt und dabei festgestellt,
dass der Oberschenkelknochen 3 - 4 Zentimenter unter dem Eingang der Prothese deutlich
verdickt ist. Diese Verdickung war vor einem Jahr noch nicht sichtbar. Welche Ursachen
sind möglich?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Orthopädie
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo,

es kann sich um eine sog. überschiessende Kallusbildung handeln, das heisst es kommt zu einem vermehrten Knochen-, Knorpelaufbau. Meist ist das der Fall, wenn die Fixation nach der OP nicht ausreichend war. Therapeutisch wären zunächst konservative Massnahmen in Form von entzündungs- und schmerzlindernden Medikamenten, sowie Physiotherapie angesagt. Lässt sich dadurch keine Beschwerdenfreiheit erzielen, wäre an ein erneutes, operatives Vorgehen mit Entfernnung des überschiessendes Gewebe zu denken.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Die Fragenbeantwortung ist m.E. in zweifacher Weise nicht optimal.
- beim Beantworter handelt es sich um keinen Spezialisten, sondern um einen
Allgemeinmediziner und Fachmann für Gynäkologie. Dies hat jedoch mit meinem
Problem nicht das geringste zu tun, so bleibt die Antwort auch sehr allgemein
- Mindestens zwei wesentliche mögliche Verursacher wurden nicht erwähnt:
1) Infektion
2) Morbus Paget
- die Antwort bringt mich daher leider nicht weiter
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Leider befindet sich in unserem Team zur Zeit kein Orthopäde, ich gebe die Frage aber für die Kollegen frei.

MfG,
Dr. N. Scheufele
Experte:  web4health hat geantwortet vor 7 Jahren.
HalloCustomer! Auch Sie müssen natürlich meine Antwort nicht akzeptieren, zumal ich Dr. Scheufele im Prinzip beipflichte. Ich habe mit ihrer Problematik nur am Rande im Rahmen der Rehabiliation von Hüft-TEP-Patienten in einer Fachklinik für Physikalische Therapie zu tun gehabt. Da war es aber eben recht häufig.

Eine Knochenverdichtung nach einer Hüft-TEP ist ein relativ häufiges Phänomen. Ich kann es natürlich so aus der Ferne nicht beurteilen, aber es könnte sich u.a. um eine Osteosklerose (siehe http://books.google.com/books?id=cNyfO hm3l_cC&pg=PA86&lpg=PA86&dq=osteosklerose&source=bl&ots=jp5D---Fwv&sig=3cDOHDhv3s6DG7RpLKI1tDRsCXY&hl=de&ei=UBJrS4SJFYeZ_QbPmbyyBg&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=4&ved=0CBgQ6AEwAzgK#v=onepage&q=osteosklerose&f=false) handeln, d.h. eben eine Verdickung des Röhrenknochen mit einer besonderen Form des Knochens. Dies tritt nach Unfällen bzw. eben der künstlich angelegten "Schädigung" des Knochens aber auch nach einer Osteomyelitis (Knochenentzündung) auf. Bei zementierten Prothesen kann es sich auch mal schlicht um Artefakte handeln.

Ein Morbus Paget nun ausgerechnet an dieser Stelle wäre sehr ungewöhnlich, zumal diese Erkrankung in bestimmten Stadien verläuft und es erst zu Knochenlöchern (Osteolyse) kommt, bevor es zur Knochenmehrbildung kommt (siehe http://www.dr-gumpert.de/html/morbus_paget.html). Ein Paget kann man die Ursache für einen Bruch sein. Aber so umgekehrt ist es sehr sehr unwahrscheinlich.

Wichtig für ihre Therapie ist jetzt ja eher festzustellen, ob die Beschwerden und der Röntgenbefund zusammenpassen. Also die Verdickung Ursache für ihre Beschwerden ist. Im Einzelfall wird man dann tatsächlich erwägen, die Verdickung operativ zu entfernen, da eben auch mal Nerven abgedrückt sein können bzw die Knochenhaut gereizt sein kann. Sonst wird man eher physikalische Therapie anwenden, um den möglichen Reizzustand zu behandeln und wie Dr. Scheufele angab eben entzündungshemmende Medikamente einsetzen.