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Dr.Schröter
Dr.Schröter, Facharzt
Kategorie: Onkologie
Zufriedene Kunden: 1158
Erfahrung:  Onkologisch verantwortlicher Arzt
67160449
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Dr.Schröter ist jetzt online.

Guten Tag, meine Tochter hatte mit 19 Jahren Hotschkin. Cheme,

Kundenfrage

Guten Tag, meine Tochter hatte mit 19 Jahren Hotschkin. Cheme, Strahlenth. gesund. Heute, nach 22 Jahren, durch Zufall, beginnender Brustkrebs, entfernt (klein), jedoch erster Lymphknoten befallen, 12 Lymphknoten entfernt. Im Bauchraum, Brust und Knochen keine weiteren Methastasen feststellbar. 3. Chemeo vor 3 Tagen, 6 sollen es werden, danach Strahlenth. und Antihormonbehandlung über einen Zeitraum von 5 Jahren.
Hier die Frage: Wie muss man diese Behandlung gewichten? Sicherlich gibt sie einen gewissen Schutz, nimmt jedoch über einen langen Zeitraum Lebensqualität und schädigt sicherlich nicht unwesentlich den Körper. Wie sind die Erfolge mit und ohne Hormonbehandlung? Ist das Risiko ohne wieder zu erkranken unverantwortlich höher?
Bitte um Hilfe. Ihr Edgard Schmidt
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Onkologie
Experte:  Dr.Schröter hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag, sehr geehrter Herr Schmidt,

Ihre Tochter bekommt eine leitliniengerechte Therapie. Die Erkrankung mit einem befallenen Lymphknoten bedarf einer durchaus aggressiven Therapie. Sicherlich haben Sie recht, daß die Chemotherapie für die Dauer der Therapie eine Lebensqualitätseinschränkung mit sich bringt. Auch für die Zeit der 6-wöchigen Bestrahlung ist diese sicherlch reduziert. Über einen längeren Zeitraum über die Therapie hinaus sind die Nebenwirkungen noch ca. 3 Monate vorhanden. Die Schädigung des Körpers durch die Chemo ist sicherlich auch bei gesunden Zellen vorhanden, durch die Zellregeneration aber zeitlich bedingt. ( Haarausfall etc. )

Die Hormontherapie, die 5 Jahre durchgeführt werden sollte gibt hierbei eine große Sicherheit. Die Tumore mit hormonpositiven Rezeptoren kann man damit mit besserer Prognose behandeln, wie hormonrezeptornegative Tumore. Um Ihre beiden Schlußfragen zu beantworten:

Die Erfolge der Hormonbehandlung sind sehr beachtlich, sie verbessert die Rezidivfreiheit gegenüber keiner Therapie um mehr als 60%! Das Risiko ohne diese Hormontherapie ist in der Tat unverantwortlich größer. D.h. ohne Therapie ist die Gefahr eines Rezidivs sehr, sehr hoch. Die Nebenwirkungen der antihormonellen Therapie sind nach kurzer Eingewöhnungszeit nicht sehr dramatisch und beeinflussen die Lebensqualität nicht in diesem Maße, wie Sie eventuell befürchten. Eine tiefgreifende Schädigung ist bei regelmäßigen Kontrolluntersuchungen nicht zu befürchten.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Tochter alles Gute. Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung.

MfG

Dr. Schröter


Experte:  Dr.Schröter hat geantwortet vor 4 Jahren.
Gibt es noch Rückfragen Ihrerseits. Gerne dürfen Sie diese stellen. Wenn nicht, ist die Frage beantwortet. In diesem FAll freue ich ich dann über eine positive Bewertung!

MfG

Dr. Schröter