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Dr. A. Teubner
Dr. A. Teubner, Ärztin
Kategorie: Onkologie
Zufriedene Kunden: 3331
Erfahrung:  35 Jahre Privatpraxis; Akupunktur, ganzheitl. Schmerztherapien, Naturheilverfahren
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Dr. A. Teubner ist jetzt online.

Guten Tag, mein Vater liegt im Moment auf der Intensivstation

Kundenfrage

Guten Tag,
mein Vater liegt im Moment auf der Intensivstation in der Asklepios Klinik Gauting.
Vor einem Jahr wurde dort ein Bronchialkarzinom und Lungenlappen entfernt. NachXXXXX alles in Ordnung. Nach 6 Monaten war ein weiterer Tumor gewachsen und drei kleinere. Diese wurden jetzt 28 Tage lang täglich bestrahlt. Die letzten etwa 10 Bestrahlungen hat er schlecht vertragen. Wurde zunehmend schwächer und müder. Dann bekam er Fieber und Schüttelfrost. Am Samstag vor einer Woche haben wir ihn ins Klinikum Rechts der Isar, in der auch die Strahlentherapie durchgeführt wurde, in die Notaufnahme gebracht. Es wurden stark erhöhte Entzündungswerte festgestellt und es wurde fälschlicherweise Verdacht auf eine Influenza diagnostiziert. Er war das ganze Wochenende isoliert. Es wurde geröngt, doch die Lungenentzündung wurde nicht erkannt.
Am Montag kam er in die Strahlenstation. Durch ein CT wurde am Dienstag eine beidseitige schwere Lungenentzündung erkannt. Am Mittwoch kollabierte er in der Toilette. Am selben Tag wurde er in die Intensivstation in die Asklepios Klinik verlegt. Ab da folgte der totale Zusammenbruch. Hier die Diagnose: Strahlenpneumonitis. Im Moment erhält er Sauerstoff, nachts die große Sauerstoffmaske, die direkt Luft bläst. Es wird gesagt, um den Schlaf zu erleichtern. Er bekommt Antibiotikum, Kortison und Morphin. Bekommt kaum noch die Augen auf, ist extremst geschwächt und nur selten ansprechbar. Die aufnehmende Ärztin sagte die Chancen stehen 50:50. Der aktuell behandelnde Arzt sagte am Freitag es sieht sehr schlecht aus, wir sollen gleich reinkommen. Der Gaswert der Lunge lag bei 82. Er hat jedoch nicht gesagt, dass dieser auch wieder sinken kann und hat die gesamte Familie in einen psychischen Horrorzustand versetzt. Dieser Wert ist nun seit zwei Tagen wieder gesunken und liegt konstant jetzt bei 60. Wir haben große Angst um unseren Vater und es ist eine Qual ihm nicht besser helfen zu können. Ich mache alles was ich kann und möchte helfen dass er es schafft. Was raten Sie uns? Was kann jetzt akut getan werden? Und woran merkt das Personal dass sich die Entzündung bessert und sein Zustand? Er ist ja extrem durch die starken Medikamente heruntergefahren! Wenn man ihn ständig benebelt mit Morphin und Tavor, wie soll man feststellen, dass es ihm durch eine Reduktion dieser Benebler schon wieder besser gehen würde? Der behandelnde Arzt ist kurz angebunden und für uns nicht die Unterstützung die wir jetzt brauchen.
Mit freundlichen Grüßen
Karin Odszuck
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Onkologie
Experte:  Dr. A. Teubner hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ein nicht schönes Ostern steht leider an.
Leider- schon wieder- können Sie im Augenblick nichts für Ihren Vater tun. Er ist in intensivmedizinischer Behandlung, das sind die Ärzte im Stress und tun alles, was die Schule qualitätsgesichert bereithält. Gauting hat einen guten Ruf für Lungenerkrankungen.
Sie können für Ihre eigene Fassung und den Liebeskummer aber etwas tun:
Bei Schicksalen, wie Sie es jetzt erleiden hat sich s e h r das hom. Mittel Ignatia bewährt. Wenn die Apotheke es nur in der Potenz D6 vorrätig hat, nehmen Sie immer, wenn es Ihnen danach zumute ist 5 Kügelchen und lassen diese im Mund zergehen.
Hat die Apotheke es in der Potenz D oder C 30 dann nur 2xtäglich für einigen Tage je 5 Kügelchen; danach nach bedarf herunterdosieren auf jeden 2. oder 3. Tag.

Auf eine kaum beschreibliche Weise, wird Ihr Kummer hiermit für Sie erträglich und es entsteht das Gefühl, das das Leben weitergeht, Sie wieder zu konstruktivem handel fähig sind.

Ich wünsche Ihnen hiermit die Erleichterung, die ich fast immer bei Patienten in ähnlicher Situation miterleben durfte.
In diesem Sinne "gefasste" Tage
mit der Hoffnung auf ein Wunder (die immer mal wieder geschehen!)
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Frau Dr. Teubner,

vielen Dank für Ihren Tipp mit Ignatia! Wir waren gleich in der Apotheke, es war nirgends vorrätig und wir bekommen es Dienstag.
Und haben trotzdem Bedenken wegen der berüchtigten Erstverschlimmerung.
Wir waren heute wieder im Krankenhaus. Der diensthabende Arzt hat wieder nichts gutes berichtet. Heute hat er sich heftigst gegen alles gewehrt. Gegen Sauerstoffmasken und einfach alles, hat sogar um sich geschlagen. Wir sind verrückt geworden weil er uns so unermesslich leid tut. Und weil er die meiste Zeit sediert wird, nicht aufstehen kann, keinen Telefonkontakt mit uns herstellen kann und sich absolut hilflos und isoliert fühlt. Das ist grausam. Der Arzt berichtete, dass es heute nicht anders möglich war, als ihn in einen Schlafzustand zu versetzen, dann haben sie unserem Papa eine Sauerstoffsonde in die Nase gelegt, so kann er sich keine Maske mehr abreißen. Wir haben dann sogar an den Fußenden sog. Fesseln entdeckt und gefragt ob man ihn tatsächlich festbinden musste, dies wurde bejaht. Wir konnten zuerst nur noch weinen. Es muss für ihn furchtbar sein, dass er so sediert wird, dass er nicht normal ansprechbar ist, und in wachen Momenten uns dann nicht sehen kann. Er muss sich entsetzlich damit fühlen. Der Arzt sagt, dass er es machen musste, weil er sich so stark gegen alles gewehrt hat und ein Behandlungserfolg nur stattfinden kann, wenn er die Maßnahmen erhält. Dann sagte er, dass er wirres Zeug geredet hat, aber das ist doch klar, wenn die Sedierung so stark gesetzt ist. Durch all die Maßnahmen erleidet er doch ein Trauma nach dem nächsten.
Wir waren danach so entkräftet, dass wir einen Arzt aufsuchen mussten, der uns dann Tavor 0,5 mg verschrieben hat.
Wir haben auch unserem Papa einen großen Zettel geschrieben, dass er im Gautinger Krankenhaus ist, und wir sehen, dass ihm dort geholfen wird, wir uns um ihn kümmern, jeden Tag kommen und nach ihm sehen. Und hoffen dass die Schwestern ihm diese Nachricht auch zukommen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Odszuck

Experte:  Dr. A. Teubner hat geantwortet vor 5 Jahren.
Manchmal ist der Kampf (Krampf) ums Überleben unbarmherzig. Hier hindert der Eid des Hypokrates manchmal den Respekt vorm Leben, der einen würdevollen Tod gebietet. Alle handeln aber reinen Gewissens. Erst die Erfahrung eines langen Lebens bringt Demut und kann auch zulassen.
Mir fehlen Worte des Trostes- ich wünsche Ihnen viel Kraft .
Alles Gute
Experte:  Dr. A. Teubner hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

ich würde mich in meiner Arbeit geachtet sehen, wenn ich von Ihnen ein Lebenszeichen bekommen hätte, vielleicht in Form eines kurzen feed-backs oder einer Nachfrage oder Sie meinen Einsatz für Sie als Beratungsleistung akzeptiert hätten.
Kann ich damit noch rechnen?

Alles Gute nochmal wünschend

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