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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Onkologie
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

Mein Bruder 46 Jahre alt, ist an Krebs erkrankt.Chemobehandlung

Kundenfrage

Mein Bruder 46 Jahre alt, ist an Krebs erkrankt.Chemobehandlung schlägt nicht mehr an. eine Hälfte der Lunge wurde verklebt, wegen Wasserfüllung. Nach Aussage der Ärzte in Magdeburg, bestehen keine Heilungschancen mehr. Das will er und wir Angehörigen, nicht so hinnehmen.
Kann mein Bruder eine neue Lunge erhalten?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Onkologie
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Morgen,

es ist immer schwer zu akzeptieren, dass es Momente gibt, in denen der Mensch das Schicksal hinnehmen muss und auch mit größter Anstrengung den Verlauf der Dinge nicht mehr ändern kann.

Ich nehme an, Ihr Bruder wird in einer großen Klinik behandelt, denn seine Erkrankung ist schwer und sehr fortgeschritten.
Ohne es aus der Ferne wirklich beurteilen zu können, gehe ich davon aus, dass die Aussage, die man Ihnen gegeben hat, richtig ist.
Eine Lungentransplantation kommt nur in seltenen Fällen überhaupt in Frage und ist ein großer, sehr belastender Eingriff. Die Ausgangsverhältnisse müssen gut sein, sonst kann der Eingriff gar nicht überstanden werden.
Außerdem muss ein passendes Organ gefunden werden und dafür liefe Ihrem Bruder die Zeit weg. Aber abgesehen von diesen Rahmenbedingungen, die vermutlich nicht erfüllt sind, wird es es wohl so sein, dass eine Lungentransplantation schon wegen des ausgedehnten Befundes nicht in Frage kommt, denn selbst ein erfolgreicher Eingriff würden ihn nicht mehr heilen können.

Es ist für Ärzte sehr schwer, solche Zusammenhänge zu erkären, denn es gibt überall "wenn und aber" und keine festen Regeln, außer der einen "Man darf sich nicht festlegen".

Man darf sich nicht festlegen bei der Zeit, die er noch zu leben hat, bei dem was noch machbar wäre, bei der Frage, wie er sterben wird, was passieren würde, wenn usw.

Man darf sich nicht festlegen, weil es absolut verboten ist, falsche Hoffnungen zu wecken und Zeiträume anzugeben, denn bei jedem Patienten laufen die Dinge anders.

Das führt aber auch dazu, dass Ihre Hoffnungen sich ewig halten und Ihr Glaube daran, dass ein Wunder kommen könnte, nicht erlischt. Die Ärzte sehen das und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Denn sie sehen die nüchterne Seite und die heißt: Es geht zuende, ohne dass es aus ärztlicher Sicht noch eine Chance gibt, das Blatt zu wenden.

Was man dann noch medizinisch tun kann, wird offenbar getan: Linderung der Schmerzen und bestmögliche Hilfe für Herz, Kreislauf und Atemfunktion.

Viel Kraft und alles Gute.

Dr. Schaaf