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Christian Lee
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Onkologie
Zufriedene Kunden: 375
Erfahrung:  Facharzt für Allgemeinmedizin (12 Jahre Praxis) & Spezialist für Infektiologie (10 Jahre)
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Christian Lee ist jetzt online.

Habe fters geschwollenen Lymphknoten im Hals ohne krank zu

Kundenfrage

Habe öfters geschwollenen Lymphknoten im Hals ohne krank zu sein.Meine Leukos sind dann aber hoch und ich bekomm Antibiotika.Habe viele Allergien bis hin zum Bronchialastrhma.Der Hausarzt meinte da meine Lymphknoten durch Antibiotika wieder abschwellen brauch ich mir keine Sorgen um Hodkin zu machen.
Ist das richtig so.
Leukos gehn dann auch wider runter und ich bin dann nicht mehr so müde
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Onkologie
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend,
das ist ein sonderbarer Verlauf der geklärt werden sollte. Wenn sich Lymphknotenschwellungen wirklich auf Anitbiotika hin bessern, aber offensichtlich nachher wieder an Grösse zunehmen (das meine ich Ihrem Bericht zu entnehmen), dann dürfte es sich tatsächlich um infektbedingte Lymphkontenvergrösserungen handeln.

Allerdings ist die Rückfallneigung ein Hinweis darauf, das offenbar die Bakterien durch das Antibiotikum nicht vollständig abgetötet worden sind. Dies wird normalerweise vom Immunsystem selbst erledigt und aus irgend einem Grund läuft das bei Ihnen anders. Es sind prinzipiell zwei möglche Gründe denkbar:
  • Ihre Immunabwehr ist beeinträchtigt und vermag den antibiotisch vielleicht bloss 'lädierten' aber nicht abgetöteten Bakteren (hängt von der Bakterienart ab und vom Antibiotikum-Typ) nicht wie sonst üblich 'Herr zu werden'. Dann können sich die angeschlagenen Bakterien nach Absetzen des Antibiotikums wieder erholen.
  • Sie haben besonders hartnäckige Bakterien erwischt welche die Möglichkeit haben dem (normal funktionierenden) Immunsystem zu entwischen. Diese könnten dann nur mit einer stark verlängerten Antibiotikatherapie (und dafür geeignetem Antibiotikum) eliminiert werden. Beispiele wären Mykobakterien (Tbc gehört dazu) oder auch der sog. Katzenkratzkrankheits-Erreger, Bartonella henselae. Auch an Parasiten, Toxoplasma gondii, sollte man denken. Diese werden durch nicht-durchgegartes Rindfleisch und selten mal durch Katzenkot übertragen. Unter Umständen könnten diese auch auf (spezielle) Antibiotika teilweise aber unvollständig reagieren.
Dass ein Hodgkin- oder anderes Lymphom nicht auf Antibiotika reagieren, da hat Ihr Arzt durchaus recht.

Ich meine da ist der Zeitpunkt gekommen wo ein solcher Lymphknoten entfernt werden und histologisch und mikrobiologisch (!) untersucht werden sollte. Die besagten Toxoplasmen könnte man direkt mittels einem sog. PCR-Nachweis im Lymphknoten nachweisen. Ansonsten sollten bakteriologische Kulturen angelegt werden und auch eine weitere PCR-Suche nach Mykobakterien oder generell eine sog. "Eubakterielle PCR" gemacht werden. Kompliziert klingende Wörter, ich würde dies aber herauskopieren und dem Arzt vorschlagen. Immer schade wenn nur die Histologie (feingewebliche Untersuchung) nicht aber die Mikrobiologische Untersuchung gemacht wird (dazu darf dieser Lymphknotenteil nicht in Formalin transportiert werden).

alles Gute und freundlicher Gruss, ChristXXXXX XXXXX
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falls die Info hilfreich war, danke XXXXX XXXXX für die Honorierung mit "Akzeptieren"