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Dr. Höllering
Dr. Höllering, Fachärztin
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 24002
Erfahrung:  Ausbildung spezielle Schmerztherapie, 21 Jahre Betreuung neurol. erkrankter Patienten
61885400
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich wende mich an Sie, da ich

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wende mich an Sie, da ich eine neurologische Frage habe.
Seit August habe ich beobachtet, dass mein Daumenballen hin und wieder zuckt und sich dabei der Daumen leicht mitbewegt. Da ich auch an anderen Körperstellen solche Hotspots habe, die zucken, habe ich mir nichts weiter dabei gedacht.
Inzwischen haben die Zuckungen aber sehr stark zugenommen. Sobald ich meine rechte Hand bewege (Flasche öffnen, mit Besteck essen, Haare kämmen, Brief öffnen.....) und danach gleich ruhig halte, kann ich sehen, wie sich der Daumenballen zuckt. Wenn ich die Hand lange ruhig halte (zum Beispiel wenn ich auf der Couch liege), kann ich nichts spüren und sehen. Allerdings bin ich auch schon in der Nacht von den leichten Zuckungen wach geworden. Ob ich vorher meine Hand bewegt habe, kann ich nicht beurteilen.
Zuweilen tut mir der Daumenballen auch weh. Ich schätze, es liegt an den Kontraktionen des Muskels.
Zuweilen habe ich inzwischen auch leichte ziehende Schmerzen im oberen äußeren Teil des Unterarms und im unteren Teil des Oberarms. Auch hier treten neuerdings kurze Zuckungen auf, allerdings nicht mit der massiven Intensität wie am Daumenballen.
Eine klassische Schwäche verspüre ich nicht - kann alles mit der Hand machen. Wobei mir es schon so vorkommt, dass ich etwas ungeschickter mit der rechten Hand bin und mir schwere Dinge tatsächlich auch schwerer erscheinen, wenn ich sie mit rechts heben.
Ein Blutbild wurde gemacht - alle wichtigen Werte wie B12, Magnesium, Kalium und Kalzium liegen in der Mitte der Referenzbereiche.
Eine Neurologin hat an den Beinen ein NLG gemacht. War in Ordnung. In der rechten Hand wurde der Nerv wegen Karpaltunnelsyndrom gemessen- auch in Ordnung. Die Ärztin meinte, ich sei neurologisch unauffällig. Reflexe und Übungen beim Laufen und mit den Fingern waren normal. Ein EMG des Daumenballens hat sie nicht gemacht, weil sie meint, es sei schmerzhaft und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch unauffällig. Wie es der Zufall so will, hatte ich natürlich während der Untersuchungen keine Faszikulationen. Seit der Untersuchung sind knapp zwei Wochen vergangen und die Zuckungen werden immer schlimmer.
Spielt mir mein Unterbewusstsein einen Streich oder sollte ich einen weiteren Neurologen aufsuchen. Ich bin insgesamt immer ein bisschen übervorsichtig und entwickle schnell Sorgen, vielleicht auch Ängste.
Meine Kollegin bereichtete mir vor ein paar Tagen von ihrem Nachbarn, der an ALS erkrankt ist und der einen ähnlichen Beginn (starke Faszikulationen in der Hand) hatte, auch hatte er keine Lähmungen und keine Muskelatrophie.
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen. Ich bin im Moment schwanger und brauch dringend wieder ein bisschen mehr innere Ruhe.
Herzlichen Dank im Voraus
Gepostet: vor 8 Monaten.
Kategorie: Neurologie
Experte:  Dr. Höllering hat geantwortet vor 8 Monaten.

Guten Abend,

Ein Beginn von ALS ohne Lähmungen ist schon ungewöhnlich. Sie aber haben auch noch einen normalen neurologischen Befund, nicht einmal eine Hyperreflexie. Darum ist ALS außerordentlich unwahrscheinlich. Sie ist sowieso extrem selten, Ihre Wahrscheinlichkeit zu erkran***** *****egt bei ca 1:10 Millionen.

Ich würde darum mal Magnesium nehmen und allerlei für die Entspannung tun. Nur, wenn es nicht besser oder gar schlimmer wird, nochmal untersuchen lassen. Besser von der ersten Neurologin, weil die dann einen Verlauf sehen kann.

Alles Gute für Sie und Ihr Baby!

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