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webpsychiater, Arzt
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 1429
Erfahrung:  Oberarzt für Psychosomatik mit langjähriger Erfahrung im Bereich Innerer Medizin, Schlafmedizin sowie ADHS/ ADS. Facharzt für Psychiatrie u. Psychotherapie
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Sehr geehrte Ärztin, sehr geehrter Arzt,

Kundenfrage

Sehr geehrte Ärztin, sehr geehrter Arzt,
ich bin männlich und 71 Jahre alt. Mit 41 Jahren unterzog ich mich einer Bandscheiben-OP, die nicht nötig gewesen wäre. Bei dieser OP wurde mein Ischiasnerv im rechten Bein geschädigt. Nach der OP hatte ich starkes Ameisenlaufen im re. Bein bis zum Knie! Auch habe ich Gefühlsausfälle im re. Bein. Seit vielen Jahren habe ich auch Ischias-Nervenschmerzen rechts im gesamten Bein. Jetzt im Alter nehmen aber diese Schmerzen zu und belasten mich stark. Auch nachts.
Wenn ich etwa 1 Stunde spazieren gehe, dann lassen die Schmerzen nach. Auch wenn ich eine starke Wärmecreme auftrage, verschwinden die Schmerzen fast völlig.
Meine Frage: Was kann ich tun, um diese Ischiasschmerzen los zu werden? Dabei möchte ich nicht die Symptome behandeln, sondern die Ursache beheben. Können Sie mir hierzu einen fachlichen Rat geben?
Im Voraus herzlichen Dank und Ihnen ein gutes neues Jahr.
Mit freundlichen Grüßen, Karl Entschitz, München ***@******.***
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Neurologie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.
Guten Tag
Ich fürchte, da muss ich Ihre Erwartungen enttäuschen. Wenn Sie seit über 30 Jahren eine Schädigung haben, wird man nicht mit allen medizinischen Wundern diese Ursache beheben können.
Selbst bei relativ akuten Wurzelreiz- bzw. Wurzelirritationssyndromen im LWS Bereich mit einer entsprechenden Ischiasschädigung bzw. Symptomatik ist man ja sehr vorsichtig, was die Op-Indikation angeht. Rückenschmerzen werden heute als eine chronische Problematik angesehen.
Das bedeutet eben, dass man gerade NICHT darauf setzen kann, durch eine Operation oder sonstige ursächlich am Nerven ansetzende Massnahme eine Heilung zu erreichen. Man arbeitet vielmehr im Sinne einer Krankheitsbewältigung multimodal, d.h. integriert verschiedene Massnahmen wie
- Bewegung und Aktiviierung im Alltag. Also Aufgabe der Schonhaltungen und Schonverhalten
- Krankengymnastik und Muskelkräftigung
- Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelentspannung
- Reizstrombehandlung und ggf. TENS-Geräte
- PHysikalische Therapie
- Medikamentöse Behandlung mit Schmerzmodulaturen wie Duloxetin, Lyrica, Topiramat oder Carbamazepin
- ggf. lokale Salbenbehandlung gegen Missempfindungen mit Capasicin
bzw Wärmecreme was sie ja schon machen
- Psychotherapie zur Schmerzbewältigung
Ich würde Ihnen eine ambulante oder stationäre REHA empfehlen.Entweder in einer Fachklinik für Physikalische Therapie oder aber einer Abteilung,die sich auf chronische Schmerzen spezialisiert hat. Das sind häufig psychosomatische und nicht neurologische Abteilungen. Bei uns in der Klinik besipielsweise behandeln wir dann gemeinsam mit Orthopäden. Aber eben auch nicht am Nerv bzw. der Wirbelsäule, sondern eben ganzheitlich.
Natürlich sollte aber dabei untersucht sein, ob sich der lokale Befund am Wirbelkörper bzw. der Nervenwurzel verändert hat. Das kann man mit EMG bzw. Nervenleitgeschwindigkeit ermitteln. In aller Regel ergbit sich dabei aber keine Option zu einem anderen Vorgehen.

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